Man nennt ihn auch den Picasso der Karikatur: Tomi Ungerer. Mit spitzer Feder und schelmischen Blick nimmt er die Heuchelei der Welt auf's Korn. Doch wer so herzhaft lachen kann, der trägt - seit Kindesbeinen - viel Weltschmerz mit sich. Einem kulturellen Zwischenraum entsprungen, wird die Kindheit des Bürgersohnes von Krieg und Besetzung geprägt. Und früh wird ihm das Straßburger Nest zu eng; Neugierde treibt ihn an den Tellerrand. Seiner Heimat hat er dennoch viel zu verdanken. Ohne Schulabschluß und mit einer geballten Ladung Hoffnungslosigkeit zog es das " enfant terrible" über den großen Teich und er wurde berühmt. Mit einem Kinderbuch: einer Schweinefamilie namens Mellops. Doch in New York entpuppte sich der Elsässer auch als scharfsichtiger Kritiker des amerikanischen 'Way of life". Und erntete prüde Kritik für seine prallbusigen Sado-Maso-Phantasien. Seine Poster gegen den Vietnamkrieg oder die Rassentrennung wurden sogar aus amerikanischen Bibliotheken verbannt!
Heute setzt sich der 75-Jährige als Botschafter des Europarats für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit ein. Und schöpft aus einem sprudelnden Quell der Inspiration.
InformationenCentre Tomi Ungerer
4, rue de la Haute-Montée
67000 Strasbourg
>> Mehr informationen
Links>> Dossier Tomi Ungerer während des Themenabends auf ARTE, 1997
>> Offizielle Website von Tomi Ungerer






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