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Im Reich der Samurai

Eine einzigartige Kollektion von fünf Spielfilmen aus verschiedenen Jahrzehnten erzählt vom Leben der furchtlosen Krieger – den Samurai.

Im Reich der Samurai

Filmreihe "Im Reich der Samurai" - 15/03/10

Der Samurai, den ich liebte

von Mitsuo Kurotsuchi


Japan im 19. Jahrhundert. Als sein Vater, ein angesehener Samurai, wegen einer angeblichen Intrige zum rituellen Selbstmord verurteilt wird, sieht der talentierte Schwertkämpfer Maki Bunshiro sein zukünftiges Leben als Samurai zerstört. Einzig die junge Fuku hält zu ihm. Zwischen den beiden erwacht eine zarte Liebe, die aber schließlich tragisch endet, als Fuku als Mätresse an den Hof des Fürsten nach Edo berufen wird. Fernab von Samuraifilm-Klischees und in puristisch schönen Bildern erzählt Regisseur Mitsuo Kurotsuchi diese universelle und menschlich berührenden Geschichte einer ebenso zarten wie letztlich tragischen Liebe.

Ein Auszug aus dem Film:


Japan im 19. Jahrhundert. Der junge Maki Bunshiro verlebt eine unbeschwerte Jugend: In Fechtduellen mit Freunden bereitet er sich auf sein zukünftiges Leben als Samurai vor. Doch sein Schicksal erfährt eine tragische Wendung. Sein Vater Maki Sukezaemon, ein hoch angesehener Samurai, wird verdächtigt, in eine Intrige gegen den Fürsten verstrickt zu sein. Er wird verurteilt, Hara-kiri, also rituellen Selbstmord, zu begehen.

Der Samurai, den ich liebte
(Japan, 2005, 131mn)
ZDF
Regie: Mitsuo Kurotsuchi
Musik: Tarô Iwashiro
Schnitt: Hiroshi Okud
Darsteller: Koji Imada (Shimazaki Yonosuke), Mieko Harada (Tose), Ryô Fukawa (Kowada Ippei), Somegoro Ichikawa (Maki Bunshiro), Yoshino Kimura (Fuku)
Autor: Mitsuo Kurotsuchi nach dem Roman von Shûhei Fujisawa
Produktion: Akira Sakuragi
Produzent: Toshiaki Nakazawa

Als Nachfahre eines in Ungnade gefallenen Samurai erwartet den 16-jährigen Bunshiro ein schweres Los. Praktisch über Nacht sind er und seine Mutter einem Leben voll von Mühsal ausgesetzt. Trotz zahlreicher Demütigungen und Beleidigungen durch die anderen Dorfbewohner, gibt Bunshiro sich jedoch nicht geschlagen. Er trainiert hart und entwickelt sich zum besten Schwertkämpfer seines Dorfes.

Mit großer Zuneigung beobachtet die schöne Nachbartochter Fuku Bunshiros Entwicklung. Eine zarte Liebe erwacht zwischen den beiden Jugendlichen, die sie voreinander ebenso sorgsam geheim halten wie vor ihrer Umgebung. Doch der Fürst hat ein Auge auf die schöne Fuku geworfen und ruft sie als Mätresse an seinen herrschaftlichen Wohnsitz nach Edo. So bleibt den beiden nur ihre Erinnerung an eine aufblühende Liebe.

Ausgerechnet der Hauptgefolgsmann Satomura, der seinen Vater zu Fall brachte, beruft Bunshiro nach Abschluss seiner Ausbildung in eine ehrenvolle Position und rehabilitiert damit die Familienehre. Bei einem Besuch seiner alten Freunde aus der Fechtschule erfährt er, dass Fuku unterdessen zur zweiten Konkubine des Fürsten aufgestiegen ist und ihm einen Sohn geboren hat. Durch das illegitime Kind ist die Erbfolge im Fürstenhaus erheblich durcheinandergeraten. Diese Nachricht erreicht auch Satomura.

Er lässt Bunshiro in sein Schloss rufen und befiehlt ihm, im Sinne des Klans am Hofe konspirativ tätig zu werden. Noch ahnt Bunshiro nicht, dass dieser Auftrag ihn in Fukus unmittelbare Nähe bringen wird. Ein unbarmherziger Kampf um das Leben des Kindes und die Ehre der Samurai beginnt.


Zusatzinformation

"Der Samurai, den ich liebte" basiert auf einem Roman von Shûhei Fujisawa. Schon der Meisterregisseur Yoji Yamada bezog seine literarischen Stoffe für sein beeindruckendes Oeuvre von diesem Autor.

Noch mehr Infos und Wissenswertes rund um den Film finden Sie hier.
Der Regisseur Mitsuo Kurotsuchi hat sein Werk als einen typischen "Jidai-geki"-Film angelegt. Bis heute gehört dieses Samurai-Filmgenre, das sich mehr den Charakteren zuwendet als ihrer Kunst, das Schwert zu führen, zu den tragenden Säulen japanischer Filmkunst und Kinounterhaltung zugleich. Es entfaltete seine Blütezeit in den 50er und 60er Jahren.

Fernab von im Westen verbreiteten Samuraiklischees und Schwert-Action, erzählt Kurotsuchi in atemberaubend schönen Bildern die Geschichte einer ebenso zarten wie letztlich tragischen Liebe. Mit Hilfe einer ausgeklügelten Kameraarbeit und Farbdramaturgie fängt er auch die feinste emotionale Regung in kleinen Gesten, Bewegungen oder Spiegelungen in den Augen seiner Schauspieler ein und lässt auf diese Weise an einer universellen und menschlich berührenden Geschichte teilhaben. Innerhalb der Bildsprache sind auch maßgeblich die satte Natur und die streng arrangierten Innenräume an der Überzeugungskraft des Films beteiligt.


Der Trailer des Films :



Der Samurai, den ich liebte
Sonntag 21. März 2010 um 00.40 Uhr
Keine Wiederholungen
(Japan, 2005, 131mn)
ZDF

Erstellt: 19-02-10
Letzte Änderung: 15-03-10