
(Japan, 2005, 131mn)
ZDF
Regie: Mitsuo Kurotsuchi
Musik: Tarô Iwashiro
Schnitt: Hiroshi Okud
Darsteller: Koji Imada (Shimazaki Yonosuke), Mieko Harada (Tose), Ryô Fukawa (Kowada Ippei), Somegoro Ichikawa (Maki Bunshiro), Yoshino Kimura (Fuku)
Autor: Mitsuo Kurotsuchi nach dem Roman von Shûhei Fujisawa
Produktion: Akira Sakuragi
Produzent: Toshiaki Nakazawa

Als Nachfahre eines in Ungnade gefallenen Samurai erwartet den 16-jährigen Bunshiro ein schweres Los. Praktisch über Nacht sind er und seine Mutter einem Leben voll von Mühsal ausgesetzt. Trotz zahlreicher Demütigungen und Beleidigungen durch die anderen Dorfbewohner, gibt Bunshiro sich jedoch nicht geschlagen. Er trainiert hart und entwickelt sich zum besten Schwertkämpfer seines Dorfes.
Mit großer Zuneigung beobachtet die schöne Nachbartochter Fuku Bunshiros Entwicklung. Eine zarte Liebe erwacht zwischen den beiden Jugendlichen, die sie voreinander ebenso sorgsam geheim halten wie vor ihrer Umgebung. Doch der Fürst hat ein Auge auf die schöne Fuku geworfen und ruft sie als Mätresse an seinen herrschaftlichen Wohnsitz nach Edo. So bleibt den beiden nur ihre Erinnerung an eine aufblühende Liebe.
Ausgerechnet der Hauptgefolgsmann Satomura, der seinen Vater zu Fall brachte, beruft Bunshiro nach Abschluss seiner Ausbildung in eine ehrenvolle Position und rehabilitiert damit die Familienehre. Bei einem Besuch seiner alten Freunde aus der Fechtschule erfährt er, dass Fuku unterdessen zur zweiten Konkubine des Fürsten aufgestiegen ist und ihm einen Sohn geboren hat. Durch das illegitime Kind ist die Erbfolge im Fürstenhaus erheblich durcheinandergeraten. Diese Nachricht erreicht auch Satomura.
Er lässt Bunshiro in sein Schloss rufen und befiehlt ihm, im Sinne des Klans am Hofe konspirativ tätig zu werden. Noch ahnt Bunshiro nicht, dass dieser Auftrag ihn in Fukus unmittelbare Nähe bringen wird. Ein unbarmherziger Kampf um das Leben des Kindes und die Ehre der Samurai beginnt.
Zusatzinformation
"Der Samurai, den ich liebte" basiert auf einem Roman von Shûhei Fujisawa. Schon der Meisterregisseur Yoji Yamada bezog seine literarischen Stoffe für sein beeindruckendes Oeuvre von diesem Autor.
Der Regisseur Mitsuo Kurotsuchi hat sein Werk als einen typischen "Jidai-geki"-Film angelegt. Bis heute gehört dieses Samurai-Filmgenre, das sich mehr den Charakteren zuwendet als ihrer Kunst, das Schwert zu führen, zu den tragenden Säulen japanischer Filmkunst und Kinounterhaltung zugleich. Es entfaltete seine Blütezeit in den 50er und 60er Jahren.
Fernab von im Westen verbreiteten Samuraiklischees und Schwert-Action, erzählt Kurotsuchi in atemberaubend schönen Bildern die Geschichte einer ebenso zarten wie letztlich tragischen Liebe. Mit Hilfe einer ausgeklügelten Kameraarbeit und Farbdramaturgie fängt er auch die feinste emotionale Regung in kleinen Gesten, Bewegungen oder Spiegelungen in den Augen seiner Schauspieler ein und lässt auf diese Weise an einer universellen und menschlich berührenden Geschichte teilhaben. Innerhalb der Bildsprache sind auch maßgeblich die satte Natur und die streng arrangierten Innenräume an der Überzeugungskraft des Films beteiligt.
Der Trailer des Films :






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