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Montag, den 26. September 2005 um 20.40 Uhr - 16/09/05

Der Spielfilm

Die Stadt frisst ihre Kinder (La Ville est tranquille)
von Robert Guédiguian

Unter der gleißenden Sonne Marseilles spielen sich die tragischen Geschichten einer Reihe von Menschen ab, deren Schicksale lose miteinander verbunden sind. Da sind zum Beispiel Michèle, die um ihre drogensüchtige Tochter kämpft, der schweigsame Kneipier Gérard, der zwielichtigen Geschäften nachgeht, der erfolglose Taxifahrer Paul und die unglücklich verheiratete Viviane, die mit dem jungen Abderramane eine kurze Zeit des Glücks erlebt.

Michèle schuftet jeden Tag von früh bis spät auf dem Marseiller Fischmarkt, um ihre Familie zu ernähren. Ihr Mann Claude ist seit Jahren arbeitslos und hat mehr Interesse an Pastis-geschwängerten Diskussionen über Politik als an seiner heroinabhängigen Tochter Fiona. Auch Pauls Leben gestaltet sich eher glücklos: Nachdem er seinen Arbeitsplatz in den Hafendocks verloren hat, setzt er seine Energie wenig erfolgreich daran, sich eine neue Existenz als Taxifahrer aufzubauen. Bei dem Versuch, sein Scheitern vor der Umgebung zu verbergen, stürzt er sich immer tiefer in Schulden. Der verschlossene Barbesitzer Gérard führt gelegentlich Auftragsmorde aus und kümmert sich um die Beschaffung von Drogen für Fiona, deren Mutter Michèle er aus alten Zeiten kennt. Das Schicksal ihrer Familie ist auch locker mit Abderramane verknüpft, einem jungen Mann von den Komoren. Gerade aus dem Gefängnis entlassen, sucht er seine ehemalige Musiklehrerin Viviane auf, um mit ihr zusammenzuleben. Doch das Glück der beiden währt nur kurz: Abderramane wird Opfer einer rassistischen Attacke. Drogensucht, Arbeitslosigkeit, Prostitution, Tod - dramatische Situationen, die sich unter der strahlenden Sonne Marseilles abspielen, die aber auch Raum für hoffnungsvolle Momente lassen.
Stereo 16:9 127 Min.
Spielfilm, Frankreich 2000, Synchronfassung, ARTE F
Regie: Robert Guédiguian; Buch: Jean-Louis Milesi, Robert Guédiguian; Kamera: Bernard Cavalié; Schnitt: Bernard Sasia; Produzent: Robert Guédiguian, Michel Saint-Jean, Gilles Sandoz; Produktion: Agat Films & Cie, Diaphana Films, Le Studio Canal+
Mit: Ariane Ascaride - (Michèle), Jean-Pierre Darroussin - (Paul), Gérard Meylan - (Gérard), Jacques Boudet - (Pauls Vater), Christine Brücher - (Viviane Froment), Jacques Pieiller - (Yves Froment), Pascale Roberts - (Pauls Mutter), Julie-Marie Parmentier - (Fiona), Pierre Banderet - (Claude), Alexandre Ogou - (Abderramane), Véronique Balme - (Ameline)

Erstellt: 16-09-05
Letzte Änderung: 16-09-05