„Management“ heißt der kommunikationswirksame Verkaufsschlager der westlichen Industrieländer. Hinter dem Zeitgeist-Konzept verbirgt sich ein uralter, der westlichen Tradition entsprungener Begriff, der sich ursprünglich auf Haus, Familie, Gerätschaften und Haushaltsführung bezog. Von Ökonomen aufbereitet und mit einer wissenschaftlich-technischen Aura versehen, wurde „Management“ zur Wirtschaftsdoktrin, zu einem Propagandainstrument der neuen Globalisierung eines Marktes ohne Grenzen.
Organisieren, koordinieren, kommandieren, kontrollieren: Die phrasenhafte, inzwischen weit verbreitete Sprache der Wirtschaftstechnokraten kündet von unfehlbarer Verwaltungseffizienz - auf der ganzen Welt. Denn es geht darum, überall den gleichen Wertekanon durchzusetzen.
Doch damit Effizienz zu einem Wert wird, muss man fest an sie glauben, so wie an die Republik, an Gott und an ihre Symbole. Im Kampf um die Rationalisierung der Wirtschaft verlangt Management das Antrainieren von Effizienz. Im Diskurs seiner Jünger hat Management heute etwas Schicksalhaftes, es wandelt das Bild des Menschen und schafft unendlich viele Spielarten der Symbole des neuen weltweiten Glaubens.







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