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Rumänischer Film

Das rumänische Kino zwischen Krise und Aufbruch...

Rumänischer Film

Programmschwerpunkt: Das neue rumänische Kino - 26/05/10

"Der Tod des Herrn Lazarescu": Wissenswertes

Über den Film


Presseheft des Films (als pdf, auf Englisch und Französisch)
Der vollständige Name der Hauptfigur ist Dante Remus Lazarescu. Der italienische Dichter und Philosoph Dante (Alighieri) schrieb von einer Reise durch mehrere "Kreise" der Hölle. Remus war zusammen mit seinem Zwillingsbruder Romulus einer der legendären Gründer des alten Roms, aus dessen Wortstamm sich die Bezeichnung des rumänischen Volksstammes herleitet. Remus wurde von seinem Bruder erschlagen. Lazarescu schließlich verweist - womöglich eher spöttisch als hoffnungsvoll - auf die bekannte biblische Figur des Lazarus von Bethanien, der nach dem Johannesevangelium von Jesus von den Toten auferweckt wurde. Weniger bekannt ist hingegen die biblische Figur des "armen Lazarus", eine Gestalt aus einem Gleichnis des Lukasevangeliums. Dabei handelt es sich um einen armen Mann, der nach dem Tod Trost und göttliche Zuneigung erhält.

"Der Tod des Herrn Lazarescu“ ist der erste Film einer geplanten sechsteiligen Serie, die "Geschichten aus den Stadtbezirken von Bukarest" erzählen soll. Cristi Puius Regiearbeit, die auf "Der Tod des Herrn Lazarescu“ folgt, ist "Aurora“, ein Film, in derm der Regisseur selbst eine Hauptrolle als mordender Familienvater spielt.

Liste der Auszeichnungen des Films (als pdf)

"Der Tod des Herrn Lazarescu“ erhielt zahlreiche Preise auf internationalen Festivals, darunter diejenigen von Cannes, Chicago, Reykjavik, Kopenhagen, Sevilla, Bratislava, Palm Springs, Triest und Lissabon.

Der Film war Rumäniens offizielle Einreichung für die Kategorie Bester fremdsprachiger Film ("Best Foreign Language Film") bei den 78. Academy Awards of Motion Picture Arts and Sciences, der Oscar-Preisverleihung im Jahr 2006. Der Film wurde vom Auswahlkomitee jedoch nicht nominiert. Der Gewinnerfilm war Gavin Hoods "Tsotsi".

Cristi Puiu wurde 1967 in Bukarest geboren. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes studierte er zunächst Malerei an der Genfer École supérieure d'art visuel (EAD), der heutigen Haute école d'art et de design (HEAD), bevor er sich dem Filmemachen zuwandte. 2001 gab er sein Spielfilmdebüt mit "Stuff & Dough"/"Marfa şi Banii", nach einem selbstverfassten Drehbuch. Seine nächste Regiearbeit war der mit dem Goldenen Bären ausgezeichnete Kurzfilm "Cigarettes and Coffee"/"Un cartus de kent si un pachet de cafea", nicht zu verwechseln mit Paul Thomas Andersons gleichnamigen Kurzfilm oder Jim Jarmuschs "Coffee and Cigarettes". Dieser kurzen Arbeit folgte dann 2005 "Der Tod des Herrn Lazarescu".


Das Gesundheitswesen von Rumänien


Finanzierung:
über Krankenkassenbeiträge. Der derzeitige Beitragssatz von zwölf Prozent wird paritätisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert (Kinder und Jugendliche, Behinderte, Veteranen und Arbeitslose sind beitragsbefreit).

Krankenversicherung:
Seit 1998 gibt es den „National Health Insurance Fund“, bestehend aus 42 regionalen „District Health Insurance Funds“. Das Gesetz zur Einführung einer Krankenversicherung („Law on Social Health Insurance“) hat die Regierung 1997 erlassen. Die regionalen Krankenkassen schließen mit den Leistungserbringern (Krankenhäuser, Ambulanzen, Gesundheitszentren) Verträge ab. Einmal jährlich verhandelt die Nationale Krankenkasse gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium den Leistungskatalog (woran theoretisch auch die Ärzteschaft beteiligt ist). Der derzeitige Versicherungsschutz deckt die Akutversorgung, Arzneimittel zur Behandlung chronischer Erkrankungen sowie einen Teil der zahnmedizinischen Behandlung ab; kosmetische und reproduktive Leistungen sind ausgeschlossen, ebenso Brillen.

Typus der Krankenversicherung:
Volks- beziehungsweise Bürgerversicherung mit Pflichtmitgliedschaft der Gesamtbevölkerung.

Private Krankenversicherung:
Private Vollversicherungen gibt es nicht, jedoch seit 2004 private Zusatzversicherungen.

Selbstbeteiligung/Zuzahlung:
Dem nationalen Statistikbüro zufolge machen „Selbstzahlungen“ 30 Prozent der Gesamtausgaben für Gesundheit aus (darin sind auch Schwarzzahlungen enthalten), Zuzahlungen in Form einer Praxisgebühr oder im Krankenhaus fallen nicht an; insgesamt liegt Rumänien mit der Höhe der Zuzahlungen an der Spitze der OECD-Staaten.

Ambulante Versorgung:
in Einzelpraxen, Gesundheitszentren und privaten Polikliniken.

Stationäre Versorgung:
in Universitätskliniken und Allgemeinkrankenhäusern.

Gehalt der Ärzte:
zwischen 300 und 1.500 Euro.

Quelle: MM: "Das Gesundheitswesen Rumäniens". In: Deutsches Ärzteblatt. PP. Heft 9. September 2008. S. 403.



Weiterführende Links


Der Tod des Herrn Lazarescu
Mittwoch 26. Mai 2010 um 22.00 Uhr
Keine Wiederholungen
(Rumänien, 2005, 146mn)
ZDF

Erstellt: 26-04-10
Letzte Änderung: 26-05-10