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Wahlen in Russland - 2008

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Montag 24. März 2008 um 03.00 Uhr - 29/02/08

Der Weg nach Koktebel

Zwei Nomaden in der unendlichen Taiga haben nur ein Ziel vor Augen: Koktebel. Vater und Sohn wandern gemeinsam ohne Geld durch die Weiten Russlands und der Ukraine nach Süden. Hinter ihnen liegen Moskau und die Alkoholprobleme des Vaters. Ihr Ziel ist Koktebel, die Stadt, über der immer der Wind weht...

Ein Vater wandert mit seinem elfjährigen Sohn ohne Geld durch die Weiten Russlands und der Ukraine nach Süden. Ihr Ziel ist Koktebel, eine Stadt am Schwarzen Meer, wo die Schwester des Vaters wohnt. Hinter ihnen liegt Moskau, wo der Vater als Ingenieur früher Flugzeuge baute, nach dem Tod seiner Frau jedoch zu trinken begann und alles verlor.
Heute rührt er keinen Alkohol mehr an und kümmert sich um seinen Sohn, der vom Meer und von der Freiheit träumt. Um unterwegs über die Runden zu kommen, repariert er bei einem exzentrischen alten Mann das Dach - und kommt so zu einer zeitweiligen Unterkunft bei dem alten Kauz. Als jedoch das Alkoholproblem des Vaters wieder aufbricht und er obendrein noch beschuldigt wird, ihren alten Gastgeber bestohlen zu haben, eskaliert die Situation und Vater und Sohn fliehen in ein nahe gelegenes Dorf.
Dort bandelt die Ärztin Xenia mit dem Vater an, und so macht sich der enttäuschte Sohn schließlich allein auf den langen Weg nach Koktebel zum Meer...


ZUSATZINFORMATION

Mit "Der Weg nach Koktebel" drehten zwei junge russische Regisseure ihren Debütspielfilm: der Filmkritiker Boris Khlebnikow, Filmtheorieabsolvent der staatlichen Filmschule WGIK, und Alexei Popogrebsky, der an der Moskauer Staatsuniversität ein Psychologiestudium absolvierte. Gemeinsam mit Boris Khlebnikow drehte er seinen ersten Dokumentarfilm "Mimokhod" (1997). Bei Khlebnikows zweitem Film "Tricky Frog" (2000), einem Kurzspielfilm, war er für den Schnitt verantwortlich.
Das Regie-Duo erzählt die Vater-Sohn-Geschichte "Der Weg nach Koktebel" als ungewöhnliches Road-Movie mit wenigen Dialogen. Der Film lebt von der asketischen Poesie der unerschließbaren Landschaft, die in langen, meditativen Einstellungen gezeigt wird. In sehr sparsamen und ruhigen, aber auch überraschenden Szenen wird die Geschichte aus der Perspektive des Jungen erzählt, der die Lügen und Ausreden des Vaters und dessen Rückfall in alte, schlechte Gewohnheiten mit zunehmendem Sarkasmus erzählt. Während der Vater mit seinem Respekt vor sich selbst zu kämpfen hat, will der Junge ans Meer, das für ihn Freiheit, Emanzipation, schlicht einen Neuanfang bedeutet.
Nach dem Spezialpreis der Jury beim Festival in Moskau 2003 und dem Philip-Morris-Preis beim Internationalen Filmfestival in Karlsbad, gewann "Der Weg nach Koktebel" den Hauptpreis beim Wiesbadener Filmfestival goEast 2004. Der Film zeichnet sich durch die Intensität und Präsenz seiner Darsteller aus, allen voran Gleb Puskepalis, den der russische Botschafter aus Bonn bei der goEast-Preisverleihung mit einem spontan selbst gestifteten Sonderpreis auszeichnete.

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Der Weg nach Koktebel
Montag 24. März 2008 um 03.00 Uhr
Keine Wiederholungen
(Russland, 2003, 105mn)
ARTE F

Erstellt: 29-02-08
Letzte Änderung: 29-02-08