Heute rührt er keinen Alkohol mehr an und kümmert sich um seinen Sohn, der vom Meer und von der Freiheit träumt. Um unterwegs über die Runden zu kommen, repariert er bei einem exzentrischen alten Mann das Dach - und kommt so zu einer zeitweiligen Unterkunft bei dem alten Kauz. Als jedoch das Alkoholproblem des Vaters wieder aufbricht und er obendrein noch beschuldigt wird, ihren alten Gastgeber bestohlen zu haben, eskaliert die Situation und Vater und Sohn fliehen in ein nahe gelegenes Dorf.
Dort bandelt die Ärztin Xenia mit dem Vater an, und so macht sich der enttäuschte Sohn schließlich allein auf den langen Weg nach Koktebel zum Meer...
ZUSATZINFORMATION
Das Regie-Duo erzählt die Vater-Sohn-Geschichte "Der Weg nach Koktebel" als ungewöhnliches Road-Movie mit wenigen Dialogen. Der Film lebt von der asketischen Poesie der unerschließbaren Landschaft, die in langen, meditativen Einstellungen gezeigt wird. In sehr sparsamen und ruhigen, aber auch überraschenden Szenen wird die Geschichte aus der Perspektive des Jungen erzählt, der die Lügen und Ausreden des Vaters und dessen Rückfall in alte, schlechte Gewohnheiten mit zunehmendem Sarkasmus erzählt. Während der Vater mit seinem Respekt vor sich selbst zu kämpfen hat, will der Junge ans Meer, das für ihn Freiheit, Emanzipation, schlicht einen Neuanfang bedeutet.
Nach dem Spezialpreis der Jury beim Festival in Moskau 2003 und dem Philip-Morris-Preis beim Internationalen Filmfestival in Karlsbad, gewann "Der Weg nach Koktebel" den Hauptpreis beim Wiesbadener Filmfestival goEast 2004. Der Film zeichnet sich durch die Intensität und Präsenz seiner Darsteller aus, allen voran Gleb Puskepalis, den der russische Botschafter aus Bonn bei der goEast-Preisverleihung mit einem spontan selbst gestifteten Sonderpreis auszeichnete.
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