Diese Energie, diesen Kraftaufwand merkt man dem fertigen Film an. Die beiden haben wirklich alles gegeben. „Wie weit kann man gehen, ohne dass der Zuschauer dicht macht?“ war dabei eine der zentralen Fragen. Drei Vergewaltigungen, die im Film zu sehen sind, sind dabei schon eine ganze Menge. Im langen Interview erzählt Glasner, worauf es ihm ankam. Glasner führte auch selbst die Kamera. Dadurch gelingt ihm eine noch größere Nähe zu den Protagonisten und der Geschichte. Eine bisweilen geradezu beklemmende Nähe wie er selbst gesteht.
Das Ende selbst war Glasner lange nicht schlüssig. Er entschied sich für eine brutale Variante und Sabine Timoteo protestierte lautstark dagegen und weigerte sich, sich darauf einzulassen. Es wurde dennoch so gedreht, und Glasner hatte viel auszuhalten und musste seine Darsteller in emotional schwierigen Situationen auffangen, wie man auch aus dem Interview mit Sabine Timoteo erfährt.
Bei den Extras sind ein knappes Dutzend geschnittene Szenen zu sehen, mit einem optional abrufbaren Audiokommentar von Matthias Glasner. Da gibt es etwa den ersten Kuss zwischen Theo und Nettie, und eine Alternativszene zum fertigen Film, in der sich die beiden zum ersten Mal begegnen.
Ausführliche Filmografien von Matthias Glasner, Jürgen Vogel und Sabine Timoteo gibt es außerdem und Produktions- und Szenenfotos, auf denen man sehen kann, wie klein das hoch motivierte Team war, das den knapp dreistündigen Film geschaffen hat. Sicher, drei Stunden sind eine lange Zeit, doch Glasner gibt zu, dass seine erste „richtige“ Schnittfassung gut fünf Stunden lang war und für ihn bereits keine überflüssigen Szenen mehr enthielt.
Nana A.T. Rebhan
Extras- Interview mit Matthias Glasner, Jürgen Vogel, Sabine Timoteo
- Geschnittene Szenen (mit Audiokommentar von Matthias Glasner)
- Filmografien
- Szenenfotos






per E-Mail verschicken
Facebook
Twitter
RSS

