(Usa, 1959, 131mn)Regie: Alfred Hitchcock
Den Trailer sehenDer New Yorker Werbefachmann Roger Thornhill wird für den US-Spion George Kaplan gehalten und im Auftrag des feindlichen Agenten Phillip Vandamm entführt. Als der ahnungslose Roger sich weigert, die Spionage zu gestehen, wird er mit Alkohol abgefüllt, um auf einer abschüssigen Straße im Auto zu "verunglücken". Zuvor wird Thornhill allerdings von der Polizei gestoppt, die ihm seine abenteuerliche Story jedoch nicht abnimmt.
Roger hofft, dass der Diplomat Lester Townsend Licht in die mysteriöse Affäre bringen kann, doch dieser wird vor seinen Augen ermordet. Der Verdacht fällt auf Roger, der jetzt zu allem Überfluss auch noch als Mörder gejagt wird. Auf der Flucht begegnet er der ebenso verführerischen wie geheimnisvollen Eve Kendall. Scheinbar selbstlos hilft sie ihm, seine Verfolger abzuschütteln, doch dann lockt sie ihn in einen Hinterhalt...
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Alfred Hitchcock schuf mit diesem spektakulär inszenierten Klassiker einen der schönsten Agententhriller aller Zeiten. Der Film entstand drei Jahre vor dem ersten Bond-Film "Dr. No" (1962) und kann als gelungener Prototyp des Genres bezeichnet werden. Die Handlung des Films wurde durch die Erzählung eines Journalisten inspiriert, der zufolge zwei britische Sekretäre während des Zweiten Weltkriegs spontan einen nicht-existenten Agenten erfanden, um die Deutschen in die Irre zu führen.
Die virtuose Mischung aus Thriller, Abenteuerfilm und Krimi-Komödie verblüfft durch ihre unvorhersehbaren Wendungen und das aufwendige Setting. Dabei schwebten Hitchcock vor den Dreharbeiten zu "Der unsichtbare Dritte" hauptsächlich zwei Schauplätze vor: das UN-Gebäude und der Mount Rushmore. Der Zweck heiligt die Mittel, scheint sich der Altmeister der Spannung für diesen wegweisenden Thriller auf die Fahnen geschrieben zu haben: Da er nicht die Erlaubnis erhielt, um innerhalb des UN-Gebäudes zu drehen, ließ er kurzerhand mit versteckter Kamera filmen. Auch die legendäre Verfolgungsszene auf dem Mount Rushmore musste ins Studio verlegt werden, wo der ganze Berg bis ins kleinste Detail nachgebaut wurde - ein Aufwand, der sich gelohnt hat, da die Einstellung bis heute zu den spektakulärsten Showdowns der Filmgeschichte zählt.
Das nötige Augenzwinkern geben dem Film unvergessliche Dialoge zwischen dem schnieken Frauenhelden Cary Grant und seinem Objekt der Begierde, Eve Kendall. Beim Dreh erging es dann Cary Grant fast wie seiner im Handlungsgewirr verlorenen Filmfigur: "Wir haben jetzt schon ein Drittel des Films abgedreht, es passiert alles Mögliche und ich weiß immer noch nicht, worum es geht."
Und es wäre kein Hitchcock-Film, wenn der obligatorische Kurzauftritt zu Beginn des Films fehlte, als dem Meisterregisseur die Bus-Türen vor der Nase zugeschlagen werden. Der Film wurde für drei Oscars nominiert und gewann unter anderem die Silberne Meeresmuschel des Internationalen Filmfestivals von San Sebastián.






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