(Spontane Übersetzung: „Bevor ich anfange, möchte ich noch etwas in eigener Sache loswerden, was mir wirklich am Herzen liegt...“
Es ist verständlich, dass dieser ungewöhnliche makroökonomische Vorschlag nicht gerade auf große Begeisterung stößt in einem Land, welches unter den direkten Folgen dieses Aufrüstens gelitten hat. Selbst die offizielle Entschuldigung des sozialdemokratischen Generalsekretärs Jiří Paroubek, der den Satz seines Kollegen als „Missverständnis“ bezeichnete, half da nichts. Vor allem, da Rath noch einmal nachlegte: „Hitler hat wenigstens die Wichtigkeit staatlicher Investition verstanden, im Gegensatz zu unserer Regierung.“
Dies alles ist natürlich ein gefundenes Fressen für die nationalen Medien, selbst wenn jener Mann, der am Ursprung des Skandals steht, in den Redaktionen der Regenbogenpresse einschlägig bekannt ist. Neu ist, dass selbst die seriöse Presse sich für ihn zu interessieren beginnt. So war sein gesamtes Interview im Audioformat tagelang auf der Webseite von Lidové Noviny anzufinden. Und selbst das prestigeträchtige Wochenmagazin Respekt ließ sich Anfang Februar dazu hinreißen seinen Lesern eine Hintergrundreportage aus Zentralböhmen zu präsentieren, dem Wahlkreis David Raths. Darin konnte man unter anderem lesen, dass der Senator eine „Politik der Angst“ betreibt. Dies hört man zumindest aus (nicht gerade sehr zuverlässigen Quellen), die anonym und rechts sind. Nach einem Monat der internen Lethargie, in dem die Blicke der Regierung und der Opposition auf Europa gerichtet waren, hat Tschechiens Politik einen neuen Lieblingsskandal. Hoffentlich wird dies seine Politiker nicht zu sehr von der EU-Ratspräsidenschaft ablenken...







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