Wolfram Putz, Thomas Willemeit und Lars Krückeberg sind „Graft“. Die Chemie stimmte schon während des Studiums in Braunschweig. Heute sind sie ein erfolgreiches Team: sie arbeiten und leben sogar gemeinsam. Ihre Devise: Respekt und Offenheit. Graft- ein Begriff aus der Botanik: Verpflanzen, Aufpropfen, neue Kulturen zusammenbringen. Der Name ist Programm.
Angefangen hat alles 1998 in Los Angeles. Nach diversen Auslandsaufenthalten bei internationalen Star-Architekten wie Libeskind und Kohlhaas haben Wolfram Putz und Lars Krückeberg kurzerhand „Graft“ ins Leben gerufen und ein Büro in den Hollywood Hills gegründet. Dann ging alles sehr schnell und plötzlich stand ein sehr prominenter Kunde vor der Tür. Der architekturbegeisterte Schauspieler Brad Pitt hatte von „Graft“ gehört und vertraute ihnen sein Gästehaus an. Es hat sofort gefunkt. Inzwischen designt Graft das vierte Haus für den Hollywood-Star. Zeigen dürfen sie leider nur wenige Fotos:das Privatleben ist tabu.
Die Folgeaufträge ließen nicht auf sich warten: zahlreiche Privathäuser von Prominenten in Hollywood, die natürlich auch Top Secret sind, ein Musikvideo für Will Smith, eine Kunstausstellung in Santa Fé, Filmkulissen, Büros, Design-Hotels und Restaurants – die Architekten wollen alles ausprobieren. In Las Vegas ist gerade ein neues Restaurant im Bellagio-Kasino eröffnet worden: die Decke – eine Wellenlandschaft aus tropischem Padukholz.
In der kalifornischen Wüste planen Graft gerade ein Luxus-Resort der besonderen Art: Die Suiten werden in Sanddünen und Canyons eingebettet – ebenso das Spa, Openair-Kino, Wasser-Restaurant usw. Eine futuristische Mondlandschaft auf 20.000 Quadratmetern.
Gerade eröffnet hat auch das Design-Hotel „Q“ in der Berliner Westcity. Auch hier haben die Architekten das Spiel mit Formen und Materialien ausgereizt: im „Q“ ist nicht nur der Fußboden mit rotem Linoleum ausgelegt, auch die Wände sind mit dem Material bezogen. Für die Wellness-Etage haben sich Graft etwas Besonderes ausgedacht: Ein Ruheraum mit 37 Grad – Körpertemperatur - und aufgeheiztem Karibiksand!
Sinnliche Atmosphäre auch im Hotelzimmer: Die Badewanne verschmilzt in einer großen Welle mit dem Bett. Architektur und Mobiliar werden eins - eine bewohnbare Raumskulptur!
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Metropolis
Bericht: Barbara Block
Samstag, den 21. August 2004 um 23.40 Uhr
Wiederholung am Sonntag, 22. August um 17.50 Uhr
Redaktion: NDR
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