
Griechenland sitzt auf einem enormen Schuldenberg: mehr als 340 Milliarden Euro Schulden soll das Land angehäuft haben.

Konsequenz: ein Vertrauensverlust bei den Anlegern. Griechenland und seine Banken können nur noch zu sehr hohen Zinsen Geld am Kapitalmarkt erhalten.

Sind sind also auf die EZB angewiesen. Diese gibt ihnen frische Euro. Im Gegenzug reichen die griechischen Banken Wertpapiere als Sicherheiten ein. Es handelt sich dabei vor allem um Staatsanleihen.
Während der Finanzkrise hatte die Versorgung der Banken mit frischem Geld höchste Priorität für die EZB. Sie hat also massenhaft Staatsanleihen gekauft – nicht nur von Griechenland, auch von Portugal, Spanien etc.Sieist damit zu einem der wichtigsten Gläubiger der Euro-Schuldensünder geworden. Von diesen finanzschwachen Staaten hat die EZB bis Ende Mai 2011 Anleihen im Wert von 75 Milliarden Euro angehäuft.
Problem: Viele der eingereichten Wertpapiere sind eigentlich nichts mehr wert: Es handelt sich um sogenannte „faule Wertpapiere“. Die Banken haben somit den Finanzmüll, der ihre eigenen Bilanzen belastet, bei der EZB abgeladen. Die EZB ist damit zu einer riesigen „Bad Bank“ geworden.Eine Umschuldung oder gar eine Staatspleite Griechenlands würde ihren Gewinn um einiges schmälern. Ihre Rücklagen würden schmelzen.
Zudem befürchtet die EZB einen Domino-Effekt: Wenn erst einmal Griechenland umschuldet, würden wohl auch Portugal, Spanien, Irland etc. folgen.

Die Bundesbank hält rund 27 Prozent des Kapitals der EZB. Sie müsste daher für ein gutes Viertel aller Ausfälle aufkommen. Die Risiken, die die EZB eingegangen ist, müssten daher letztlich die Eurostaaten selbst ausbaden.







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