Schriftgröße: + -
Home > Film erleben > Kino auf ARTE > Die Filmtipps > Kino auf ARTE

26/09/08

Kino auf ARTE

vom 15. bis 21. September 2008


Die Filmtipps :
"Fieber im Blut" von Elia Kazan

„Filmstar mit 20“

Freitag, 04.3. um 02.25 Uhr

Schwerpunkt „Filmstar mit 20“ vom 8. bis 25. September 2008: ''Fieber im Blut'', ''... und immer lockt das Weib ''...


Der Klavierstimmer der Erdbeben

Sonntag, 12.10. um 03.00 Uhr

Ein surrealistisches, ebenso bedrückendes wie faszinierendes Drama der Brüder Quay im Zeichen der Musikalität.


Film-Tipp des Monats von filmportal.de

Strajk

Freitag, 26.9. um 21.00 Uhr

"Strajk – Die Heldin von Danzig" erzählt die auf einer wahren Begebenheit basierende Geschichte der Entstehung der polnischen Arbeiterbewegung Solidarność.




Mehr Filme :

Donnerstag, 9. Oktober 2008

23:50
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Nur die Sonne war Zeuge

Der amerikanische Millionärssohn Philippe Greenleaf führt ein Leben in Saus und Braus. Anstatt sich zu Hause um die Geschäfte zu kümmern, verbringt er seine Zeit lieber mit seiner Freundin Marge Duval in Italien. Philippes Vater engagiert Tom Ripley, der Philippe in die Staaten zurückholen soll...

DETAILS

Donnerstag, 9. Oktober 2008 um 23.50 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Nur die Sonne war Zeuge
(Frankreich, Italien, 1960, 112mn)
ARTE F / ARD
Regie: René Clément
Kamera: Henri Decaë
Musik: Nino Rota
Schnitt: Françoise Javet
Darsteller: Alain Delon (Tom Ripley / Philippe Greenleaf), Billy Kearns (Freddy Miles), Elvire Popesco (Madame Popova), Erno Crisa (Riccordi), Frank Latimore (O'Brien), Marie Laforêt (Marge Duval), Maurice Ronet (Philippe Greenleaf)
Autor: Paul Gegauff - nach dem Roman "The Talented Mr. Ripley" von Patricia Highsmith, René Clément
Produktion: Paris Film, Paritalia, Robert & Raymond Hakim Company, Titanus
Produzent: Raymond Hakim, Robert Hakim

16:9 (Breitbildformat)

Der amerikanische Millionärssohn Philippe Greenleaf führt ein Leben in Saus und Braus. Anstatt sich zu Hause um die Geschäfte zu kümmern, verbringt er seine Zeit lieber mit seiner Freundin Marge Duval in Italien. Philippes Vater missfällt der Lebensstil seines Sohnes. Er engagiert Tom Ripley, der Philippe in die Staaten zurückholen soll. Sollte es ihm gelingen, winken Tom 5.000 Dollar. Tom hat jedoch ganz andere Pläne und denkt gar nicht daran, sich mit dem Geld zu begnügen ... Die Verfilmung des Kriminalromans "Der talentierte Mr. Ripley" mit dem jungen Alain Delon ist Teil der Reihe "Filmstar mit 20".

Philippe Greenleaf, der Sohn eines amerikanischen Industriellen, ist ein Lebemann, der gemeinsam mit seiner Freundin Marge Duval ein müßiggängerisches Dasein in Italien führt. Sein Vater ist von dem Lebensstil seines Sprösslings gar nicht begeistert. Er beauftragt einen Schulfreund seines Sohnes, Tom Ripley, Philippe wieder in heimatliche Gefilde zu locken. Philippe genießt sein angenehmes Leben in Italien jedoch viel zu sehr, als dass er dem Wunsch seines Vaters folgen würde.
Tom seinerseits findet ebenfalls Gefallen an dem Luxusdasein, das Philippe und Marge führen: So gibt er sich auch nicht allzu große Mühe, seinen Auftrag auszuführen. Stattdessen schmiedet er einen teuflischen Plan, um dauerhaft an der "Dolce vita" teilhaben zu können.
Mit den 5.000 Dollar Belohnung, die Philippes Vater ihm für die erfolgreiche Ausführung des Auftrags versprochen hatte, möchte Tom sich nicht begnügen. Um seinem Traum vom mondänen Leben näher zu kommen, schreckt Tom vor nichts zurück. Auch moralische Hemmungen hat er keine ...

Drehbuch nach dem Roman "The Talented Mr. Ripley" von Patricia Highsmith
Mit der Verfilmung von Patricia Highsmiths Kriminalroman "Der talentierte Mr. Ripley" ist Frankreichs Altmeister René Clément ("Verbotene Spiele", "Treibjagd") ein filmisches Meisterwerk gelungen: Spannung und psychologische Subtilität halten sich in diesem Thriller stets die Waage. Der Film überzeugt auch auf der visuellen Ebene durch seinen Reichtum an Kontrasten: Die farbenfrohen, sonnendurchfluteten Bilder der italienischen Originalschauplätze stehen im Gegensatz zu der finsteren Kriminalhandlung.
Die spannende und atmosphärische Umsetzung des Romans gewinnt vor allem auch durch die überragende schauspielerische Leistung Alain Delons an Dynamik. Als undurchschaubarer Mr. Ripley wurde Delon über Nacht zum Star. Sogar Patricia Highsmith, die Erfinderin der Figur, zeigte sich begeistert von Delons Darbietung. Auch Romy Schneider, der zukünftigen Ehefrau Delons, gewährt René Clément einen kleinen Gastauftritt in seinem spannenden Thriller. Cléments Klassiker wurde 1999 von Anthony Minghella ("Der englische Patient") unter anderem mit Matt Damon und Gwyneth Paltrow neu verfilmt.


Mittwoch, 1. Oktober 2008

14:55
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Der letzte Kaiser

Peking im Jahre 1908. Mitten in der Nacht wird der dreijährige Pu Yi seiner Mutter entrissen und in die Verbotene Stadt gebracht...

DETAILS

Mittwoch, 1. Oktober 2008 um 14.55 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Der letzte Kaiser
(Grossbritannien, Italien, 1987, 155mn)
ARTE F
Regie: B. Bertolucci
Darsteller: Joan Chen, John Lone, Peter O'Toole

Fassung für  Hörbehinderte Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Peking im Jahre 1908. Mitten in der Nacht wird der dreijährige Pu Yi seiner Mutter entrissen und in die Verbotene Stadt gebracht, ins Zentrum des alten China. Wenige Tage später besteigt er den kaiserlichen Thron und herrscht als "Sohn des Himmels" über die Hälfte der Erdbevölkerung.
1922 wird China zur Republik, die Qing-Dynastie muss abdanken. Doch die Verbotene Stadt, wo das Leben schon seit drei Jahrtausenden stillzustehen scheint, bleibt von den geschichtlichen Umwälzungen unberührt. Der Kindkaiser wird weiterhin als lebende Gottheit behandelt, umsorgt und abgeschottet von Hunderten von Beamten, Kurtisanen und Eunuchen. Im kaiserlichen Palast genießt er alle Freiheiten; verlassen darf er ihn nicht. Ohne es zu wissen, ist Pu Yi auf der größten Bühne der Welt zum Hauptdarsteller eines prunkvollen Schauspiels geworden. Nur hat das Publikum seit langem den Saal verlassen.
1924 ist Pu Yi 18 Jahre alt und hat zwei Gemahlinnen. Doch der Traum endet brutal, als ein Kriegsherr Peking erobert und den Kaiser vertreibt. Mit Hilfe seines schottischen Mentors und Freundes, Sir Reginald Johnston, flieht Pu Yi nach Tientsin. Mehrere Jahre lang führt er das sorglose Leben eines Playboys, bleibt jedoch untröstlich über den Verlust seines Titels und seiner Untertanen.
1931 marschieren die Japaner in der Mandschurei ein. Pu Yi trifft eine verhängnisvolle Entscheidung. Er nimmt das Angebot der Japaner an, kehrt in die Mandschurei, das Land seiner Vorfahren, zurück und wird Kaiser des Marionettenstaates Mandschukuo. Der jahrelange, bittere Konflikt zwischen China und Japan wird schließlich in den 2. Weltkrieg münden.
Nach der Kapitulation Japans 1945 gerät Pu Yi in sowjetische Gefangenschaft. 1950 wird er der jungen Volksrepublik China überstellt und muss für weitere zehn Jahre in Umerziehung. Am Ende seiner Haft kehrt er nach Peking zurück - als einfacher Bürger. Er führt ein schlichtes Leben als Gärtner und scheint mit dieser neuen Freiheit endlich sein Glück gefunden zu haben. 1967 stirbt Pu Yi, einer der erstaunlichsten Antihelden der modernen Zeit.


Montag, 29. September 2008

14:55
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Der Reigen

Nach dem skandalumwitterten Bühnenstück von Arthur Schnitzler.

DETAILS

Montag, 29. September 2008 um 14.55 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Der Reigen
(Frankreich, 1950, 89mn, s/w)
ARTE F
Regie: Max Ophüls
Kamera: Christian Matras
Musik: Oskar Straus
Darsteller: Adolf Wohlbrück (Der Spielleiter), Daniel Gelin (Alfred), Danièlle Darrieux (Emma Breitkopf), Fernand Gravey (Charles, ihr Mann), Gérard Philipe (Der Graf), Isa Miranda (Charlotte, die Schauspielerin), Jean-Louis Barrault (Robert Kuhlenkampf, der Dichter), Odette Joyeux (die Modistin), Serge Reggiani (Franz, der Soldat), Simone Signoret (Léocadie, die Prostituierte), Simone Simon (Marie, das Hausmädchen)
Autor: Jacques Natanson, Kurt Feltz, Louis Ducreux, Max Ophüls, nach dem gleichnamigen Stück von Arthur Schnitzler
Kostüme: George Annenkov
Produzent: Ralph Baum, Sacha Gordine


Nach dem skandalumwitterten Bühnenstück von Arthur Schnitzler zeichnet Ophüls die Liebe als einen "Reigen" wechselnder Partnerschaften in dem von Untergangsstimmung geprägten Wien der Jahrhundertwende. Ein "Reigen" glänzender Schauspieler auch, von Simone Signoret über Gérard Philipe bis zu Jean-Louis Barrault.

Nach dem Bühnenstück von Arthur Schnitzler, welches bei seiner Uraufführung in Wien um 1900 für einigen Skandal gesorgt hatte, schuf der deutsche Regisseur Max Ophüls einen ebenso heiteren wie ironischen Kinofilm mit einer für die 50er Jahre erstaunlichen Gelassenheit, was die Moral betrifft.
Eine Prostituierte verliebt sich in einen Soldaten, der sie wegen eines Hausmädchens verlässt, das einen jungen Mann liebt, der sich für eine verheiratete Frau interessiert, die zu ihrem Ehemann zurückkehrt, der sich mit einer Modistin trifft, die einen Dichter liebt, der einer Schauspielerin verfallen ist, der ein Graf den Hof macht, der am Ende mit der Prostituierten zusammentrifft. Diesem Kreislauf hat Ophüls noch eine Figur beigegeben: die des "meneur de jeu", des "Spielleiters", Adolf Wohlbrück in ständig wechselnden Kostümen. Die übrige Besetzung ist auch nicht "von Pappe", mit dem Vorkriegsstar Danielle Darrieux, Simone Signoret in ihrer Paraderolle der Prostituierten oder dem auf tragische Rollen abonnierten Schauspieler und späteren Chansonnier Serge Reggiani, der ihr Partner in "Goldhelm" werden sollte.
"Der 'Reigen' der sich treffenden und sich wieder verlassenden Partner in der Wiener Bourgeoisie um die Jahrhundertwende ist atmosphärisch dicht und überzeugend mit lächelnder Leichtigkeit und kokettem Charme inszeniert. Die Musik von Oscar Straus unterstreicht den musikalischen Charakter der Dramaturgie."

Drehbuch nach dem gleichnamigen Stück von Arthur Schnitzler
Max Ophüls, 1933 von den Nazis aus Deutschland vertrieben, hat in der Emigration Filme in Frankreich, Italien und den USA gedreht. Nach acht Jahren Hollywood kehrte er 1949 nach Frankreich zurück, um einen Film mit Greta Garbo vorzubereiten. Das Projekt zerschlug sich. Sehr schnell kam dann der Film mit Schnitzlers "Reigen" zustande, übrigens ein Ophüls-Projekt aus der Vorkriegszeit.
Die Interessen des Regisseurs und die des Produzenten fielen bei "Der Reigen" auf ideale Weise zusammen: Ophüls war von einem Stoff fasziniert, der in ständigem Wechsel um eine Sache kreist - wie in "Madame de ..." oder "Lola Montez" -, der Produzent braucht für die skandalträchtige Vorlage einen "seriösen" Regisseur, um den Skandal zu nutzen und dennoch der Zensur zu entgehen, was mit "Der Reigen" nicht in allen Ländern gelingen sollte.


Sonntag, 28. September 2008

00:35
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Fieber im Blut

1928 in einer Kleinstadt in Kansas: Bud Stamper, der Sohn eines reichen Industriellen, und Deanie Loomis, ein Mädchen aus einfachen Verhältnissen, verlieben sich ineinander.

DETAILS

Sonntag, 28. September 2008 um 00.35 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Fieber im Blut
(Usa, 1960, 119mn)
ARTE F
Regie: Elia Kazan
Kamera: Boris Kaufman
Musik: David Amram
Schnitt: Gene Milford
Darsteller: Audrey Christie (Mrs. Loomis), Barbara Loden (Ginny Stamper), Fred Stewart (Del Loomis), Joanna Roos (Mrs. Stamper), Natalie Wood (("Deanie" Loomis), Pat Hingle (Ace Stamper), Warren Beatty (Bud Stamper), Zohra Lampert (Angelina)
Autor: William Inge
Vertreiber: Warner Bros Entertainment France
Produktion: NBI Productions
Produzent: Charles H. Maguire, Elia Kazan, William Inge

16:9 (Breitbildformat)

1928 in einer Kleinstadt in Kansas: Bud Stamper, der Sohn eines reichen Industriellen, und Deanie Loomis, ein Mädchen aus einfachen Verhältnissen, verlieben sich kurz vor Ende ihrer High School-Zeit ineinander. Die Beziehung steht jedoch unter keinem guten Stern. Das Liebesglück scheint unvereinbar mit den elterlichen Forderungen und das junge Paar gerät in einen Zwiespalt der Gefühle, der für beide gravierende Folgen hat ...

Deanie, ein attraktives, schüchternes Mädchen, wächst in der Obhut ihrer Mutter auf. Zum Ende ihrer High School-Zeit verliebt sie sich in Bud Stamper, Sportstar und Sohn der reichsten Familie der Stadt.
Buds Vater Ace ist von der Liebschaft seines Sohnes wenig begeistert: Der autoritäre Ölbaron möchte, dass sein Sohn in Yale studiert und anschließend als sein Nachfolger in die Firma einsteigt. Auch Deanies Eltern zeigen sich besorgt: Ihre Mutter bereitet der Gedanke, dass ihre anständige Tochter womöglich schon vor der Ehe ihre Jungfräulichkeit verlieren könnte schlaflose Nächte.
Während eines Basketballspiels erleidet Bud einen Zusammenbruch mit schwerwiegenden Folgen. Nach seiner Genesung nimmt er zwar ein Studium in Yale auf, doch die Vater-Sohn-Beziehung droht zu zerbrechen, als Bud den Anforderungen der Universität nicht gerecht wird. Auch das Verhältnis zu Deanie steht kurz vor dem Aus: Als sie erfährt, dass Bud fremdgeht, stürzt sie sich in eine neue Beziehung. Nichtsdestotrotz kann sie ihre Jugendliebe nicht vergessen und droht an dem Schmerz zu zerbrechen.

Elia Kazans Kinodebüt "Fieber im Blut" ist mit all jenen Zutaten versehen, die ein gelungenes amerikanisches Melodram ausmachen: Die authentische Schilderung der provinziellen Mittelklasse in Amerika zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise einerseits und die glaubhaft inszenierte Liebesbeziehung zwischen den Teenagern Bud und Deanie andererseits, haben den Film zu einem Klassiker werden lassen.
Das oscargekrönte Drehbuch von William Inge lebt von seinen lebensnahen Dialogen, denen die talentierten Schauspieler Natalie Wood und Warren Beatty unablässig neues Leben einhauchen. Insbesondere die damals noch sehr junge Natalie Wood wandelte sich mit "Fieber im Blut" vom populären Teenie-Star zur geschätzten Schauspielerin. Das amerikanische Sozialdrama beruht auf einer wahren Geschichte, die Kazan in seiner Jugendzeit erfahren hat. Die Parallelen zu seinem wohl bekanntesten Film "Jenseits von Eden" ("East of Eden", USA 1955) sind dabei kaum zu übersehen.
ARTE zeigt im September 2008 fünf Filmklassiker, die den Mythos ihrer damals noch jungen Helden begründeten: Nicht nur das junge Leinwandpaar Romy Schneider und Alain Delon in "Christine" und "Nur die Sonne war Zeuge", sondern auch Natalie Wood und Warren Beatty in "Fieber im Blut" wandelten sich damit von populären Teenie-Stars zu geschätzten Schauspielern. "...und immer lockt das Weib" lässt den Mythos Brigitte Bardot entstehen, ebenso bleibt Ikone und Schauspiellegende Catherine Deneuve als "Schöne des Tages" unvergessen.


Freitag, 4. März 2011

02:25
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Belle de Jour - Schöne des Tages

Die Arztgattin Séverine führt ein aufregendes Doppelleben: Da ihr Ehemann Pierre sie sexuell nicht zu befriedigen vermag, flüchtet sich die 23-Jährige immer wieder in erotische Tagträume. In einem Pariser Bordell setzt sie ihre Fantasien in die Tat um...

DETAILS

Freitag, 4. März 2011 um 02.25 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Belle de Jour - Schöne des Tages
(Frankreich, Italien, 1966, 95mn)
ARTE F
Regie: Luis Buñuel
Kamera: Sacha Vierny
Schnitt: Walter Spohr
Darsteller: Catherine Deneuve (Séverine Serizy, "Schöne des Tages), Françoise Fabian (Charlotte), Geneviève Page (Madame Anaïs), Jean Sorel (Pierre Serizy), Michel Piccoli (Henri Husson), Pierre Clémenti (Marcel)
Autor: Jean-Claude Carrière nach einem Roman von Joseph Kessel, Luis Buñuel
Produktion: Five Film Rome, Paris Film Production
Produzent: Raymond Hakim, Robert Hakim
Ton: Pierre Davous

16:9 (Breitbildformat) Zweikanalton Nativ HD

Die Arztgattin Séverine führt ein aufregendes Doppelleben: Da ihr Ehemann Pierre sie nicht sexuell zu befriedigen vermag, flüchtet sich die 23-Jährige immer wieder in erotische Tagträume. In einem Pariser Bordell setzt sie ihre Fantasien in die Tat um. Dort lernt die "Schöne des Tages" den kriminellen Marcel kennen, der bald zu einer wahren Bedrohung für Séverines Ehe wird. ARTE zeigt Buñuels Erfolgsfilm im Rahmen des einwöchigen Modeschwerpunkts im Februar 2011.

Die schöne Séverine führt eine scheinbar glückliche Ehe mit dem Chirurgen Pierre. Jedoch überkommen sie regelmäßig erotische Wunschträume. Um ihrem in Wahrheit langweiligen, von sexueller Unlust geprägten Leben als Arztgattin ein Ende zu setzen, sucht sie ein Pariser Bordell auf. In dem Etablissement von Madame Anaïs baut sich die "Schöne des Tages" eine zweite Existenz auf. In ihrem neuen Beruf als Prostituierte lernt Séverine den kriminellen Freier Marcel kennen, der sich in die hübsche 23-Jährige verliebt. Der Ganove ist von Séverine derart eingenommen, dass er sie ganz für sich allein haben will. Doch auch Henri Husson, Lebemensch und Freund ihres Mannes, hat ein Auge auf Séverine geworfen. Als der Stammgast des Bordells die Schöne in Madame Anaïs' Luststube antrifft, glaubt er, Séverine in der Hand zu haben. Henri droht Séverine, ihrem Mann von ihrem Doppelleben zu berichten. Auch der gewalttätige Marcel besucht Séverine zu Hause und bringt die junge Frau in eine unangenehme Lage. Séverine gibt ihre Tätigkeit im Bordell auf, doch schon bald wird klar, dass sowohl Henri als auch Marcel bereit sind, einen hohen Preis für ihre Liebe zu zahlen. Die junge Frau gerät zunehmend unter Druck, und Pierre wird zur Zielscheibe Séverines eifersüchtiger Verehrer ...

Drehbuch nach einem Roman von Joseph Kessel
Mit "Belle de Jour - Schöne des Tages" verfilmte Luis Buñuel einen Roman von Joseph Kessel. Der große Surrealist ("Ein andalusischer Hund', 1929; "Das goldene Zeitalter", 1930) hat einen Film realisiert, in dem die fortschreitende Handlung immer wieder mit surrealen Sequenzen versetzt ist. Der Zuschauer wird in eine Welt entführt, in der die Grenzen von Tagträumen und Wirklichkeit miteinander verschwimmen.
Die Doppelbödigkeit der bürgerlichen Moral sowie die Kälte der kapitalistischen Gesellschaft sind zentrale Themen, die der spanische Regisseur in seinem Werk auf faszinierende Weise verarbeitet. Buñuel deckt in "Belle de Jour - Schöne des Tages" die Perversionen und Neurosen auf, die das Großbürgertum hinter der Fassade gesellschaftlicher Konventionen zu verbergen versucht. Die Ikone und Schauspiellegende Catherine Deneuve verkörpert eben diesen Zwiespalt zwischen bourgeoiser Moral und sexueller Begierde auf geradezu irritierende Weise.
Mit "Belle de Jour - Schöne des Tages" ist Buñuel eine vielschichtige Inszenierung gelungen, die die Fantasie des Zuschauers immer wieder aufs Neue beflügelt. Am Schluss bleibt es dem Betrachter überlassen, zu beurteilen, was wirklich geschieht und welche Ereignisse lediglich Teil einer Traumwelt sind. Der Film gewann 1967 den Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig.


Donnerstag, 16. Oktober 2008

03:00
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Street Trash

Auf einem großen Schrottplatz in Brooklyn regiert der tyrannische Vietnam-Veteran Bronson...

DETAILS

Donnerstag, 16. Oktober 2008 um 03.00 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Street Trash
(Usa, 1987, 97mn, VOST)
ARTE F
Regie: Jim MUNRO
Kamera: David Sperling
Musik: Alex Giraldo
Schnitt: Dennis Werner
Darsteller: Bernard Perlman (Wizzy), Bill Chepil (Bill Janes), Bruce Torbet (Paulie), Clarenze Jarmon (Burt), Jane Arakawa (Wendy), M. D'Jango Krunch (Ed), Marc Sferrazza (Kevin), Mike Lackey (Fred), Morty Storm (Black Suit), Nicole Potter (Winette), Vic Noto (Bronson)
Autor: Roy Frumkes
Produktion: Chaos Production
Produzent: Edward Muro Sr., James Muro Sr., Roy Frumkes

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Brooklyn, New York: Bronson, ein von der New Yorker Polizei verfolgter Vietnam-Veteran, herrscht über einen großen Schrottplatz, auf dem sich Obdachlose und Penner regelmäßig Bandenkriege um Geld und Alkohol liefern. Die Fährte von Polizist Bill führt erneut zu Bronson, als sich in dem Ghetto-Viertel mysteriöse Dinge ereignen ...

Auf einem großen Schrottplatz in Brooklyn regiert der tyrannische, regelmäßig von Panikattacken befallene Vietnam-Veteran Bronson. Die New Yorker Polizei hat Bronson schon seit geraumer Zeit im Visier. Als die unzähligen, verkommenen Penner, die auf dem Schrottplatz hausen, plötzlich von grauenhaften Unfällen heimgesucht werden, nimmt der Polizist Bill seine Ermittlungen auf.
Bills Nachforschungen gestalten sich jedoch schwieriger als erwartet: Die Hilfe der Ghetto-Bewohner bleibt dem Polizist versagt. Nach und nach wird Bill jedoch klar, dass die mysteriösen Ereignisse auf dem Schrottplatz etwas mit dem Verzehr eines Getränks namens "Viper" zu tun haben. Ein geldgieriger Schnapshändler verkauft den Obdachlosen die sonderbare Flüssigkeit für den Schleuderpreis von einem Dollar.
Für den Konsumenten hat das Getränk eine teuflische Wirkung: Bereits kurz nach der Einnahme beginnt der Verbraucher zu schmelzen. Die obdachlosen Schluckspechte verwandeln sich einer nach dem anderen in eine brodelnde, schleimige Masse. Und solange das "Viper" weitergetrunken wird, scheint es Bill kaum möglich, die Katastrophe noch abzuwenden ...

Mit seinem Leinwanddebüt "Street Trash" ist Jim Munro ein skurriler Kultfilm gelungen, der in erster Linie durch seine effektvollen Schmelz- und Schleimszenen besticht. Munros Film ist ein Klassiker unter den sogenannten "Splatter- beziehungsweise Meltmovies": Zerfließende, neonfarbige Schleimmassen und andere spektakuläre Spezialeffekte lassen den Film zu einem Feuerwerk aus Formen und Farben werden. Schräge und humorvolle Szenen kommen des Weiteren durch die grotesken, comicähnlichen Gestalten zustande, die als absurd verzerrte Erscheinungen daherkommen.
Aufgrund des schwarzen Humors, der durchgängig in den Dialogen der Figuren mitschwingt, kann "Street Trash" als eine groteske Sozialstudie angesehen werden. Bei dem Film handelt es sich um eine "Streetlife-Satire" mit Endzeit-Optik, die sich durch beeindruckende Kamerafahrten auszeichnet. In Jim Munros erstem eigenen Film macht sich zweifelsohne seine exzellente Arbeit als Steadycam-Operator in diversen Hollywood-Filmen bemerkbar. "Street Trash" gewann auf dem "Brussels International Fantastic Film Festival" den Silver Raven.


Sonntag, 28. September 2008

20:45
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Belle Epoque - Paris leuchtet!

Mythos "Belle Epoque": Zum Ende des 19. Jahrhunderts leuchtet die französische Hauptstadt. Der Krieg von 1870 ist vergessen, die Stadt boomt, die Menschen erfreuen sich erneut am Leben.

DETAILS
ARTE F

Sonntag, 28. September 2008 um 20.45 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Belle Epoque - Paris leuchtet!
(155mn)
ARTE F


Mythos "Belle Epoque": Zum Ende des 19. Jahrhunderts leuchtet die französische Hauptstadt. Der Krieg von 1870 ist vergessen, die Stadt boomt, die Menschen erfreuen sich erneut am Leben. Dreh -und Angelpunkt dieser Jahre ist das Pariser Viertel Montmartre, wo in Cabarets wie dem 1889 eröffneten "Moulin Rouge" das ausschweifende Leben gepriesen wird, Bohemiens und Künstler ihre Inspiration finden. Doch das Vergnügen hat auch eine Schattenseite: Der Romanheld Fantômas ist der düstere Gegenpol zu dem Glanz dieser Jahre. Er meuchelt und mordet sich durch die Pariser Gesellschaft - in den Kriminalromanen des Autorengespanns Pierre Souvestre und Marcel Allain deuten sich bereits die herannahenden Gräuel des Ersten Weltkriegs an.







Erstellt: 17-09-08
Letzte Änderung: 26-09-08