Das junge Glück währt jedoch nicht lange: Der Erste Weltkrieg bricht aus und die Männer werden an die Front gerufen. Um sich über den Fortgang ihres Mannes hinwegzutrösten, widmet Wassilia sich dem Bau eines Waisenheims und findet eine neue Lebensaufgabe.
Anna hingegen, die von ihrem Stiefvater, jetzt ebenfalls an der Front, vergewaltigt und geschwängert wurde, bevor der Krieg ausbrach, ist dermaßen von Scham erfüllt, dass sie keinen Sinn mehr in ihrem Leben sieht. Als sie erfährt, dass ihr Stiefvater bald von der Front zurückkehren wird, fällt es der einsamen Einzelkämpferin sichtlich schwer, einen klaren Kopf zu bewahren ...
Zusatzinformation
"Die Frauen von Riasan" gibt einen authentischen Einblick in das Alltagsleben russischer Bäuerinnen vor der Revolution. Das von einer Frau - der russischen Regisseurin Olga Preobrashenskaja - inszenierte Melodram, kann zweifelsohne als feministisches Werk eingestuft werden. In Vorbereitung auf den Film hatte sich Preobrashenskaja intensiv mit der Rolle der Frau in der prärevolutionären russischen Gesellschaft auseinandergesetzt.
Olga Preobrashenskaja, geboren 1881, hat im Laufe ihrer Karriere rund 16 Filme realisiert. In ihrer Heimat, der ehemaligen Sowjetunion, genießt Preobrashenskaja noch heute großes Ansehen als erste weibliche Regisseurin des Landes.
Die Originalfassung mit russischen Zwischentiteln existiert nur in einer verstümmelten, auf 60 Minuten gekürzten Fassung. 2004 tauchte in Frankreich eine exzellent erhaltene Kopie der dort im Kino ausgewerteten Fassung auf. Diese wurde 2006 von Lobster Films unter finanzieller Beteiligung der Universität von Chicago restauriert. Der russische Komponist und Pianist Sergei Dreznin komponierte die neue Musik, in der auch zeitgenössische russische Gesänge aus der Gegend von Riasan verwendet wurden.








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