252 Min.
Ostern markiert den Höhepunkt im Kirchenjahr der Katholiken. Der ARTE-Themenabend am Ostersonntag führt nach Rom und in den Vatikan. Eine großartige Doku-Fiktion der BBC von Tim Dunn erzählt das Leben des meisterhaften Mannes, der vor 500 Jahren mit der David-Statue, den Fresken in der sixtinischen Kapelle und der Kuppel des Petersdoms drei der wichtigsten Werke unserer Kultur geschaffen hat: "Der große Michelangelo". Welche Schätze sich im Vatikan verbergen, verrät unter anderem eine Dokumentation der Polen Pavel Pitera und Krzysztof Talcewski. Der polnische ARTE-Partnersender TVP hat mit der Kamera einen einmaligen Zutritt zu den Gemächern von Papst Benedikt XVI. erhalten und hohe Würdenträger der katholischen Kirche getroffen. Die weibliche Bibelfigur Maria Magdalena steht für Sünde und Sinnlichkeit zugleich. Jens Peter Behrend geht abschließend in seiner Dokumentation dieser Frage nach.
20.40 Uhr
Der große Michelangelo
116 Min., Dokumentarfilm, Großbritannien 2004,
Synchronfassung, Erstausstrahlung
Regie: Tim Dunn
Wer war dieser Mann, der vor 500 Jahren einige der größten Meisterwerke unserer Kultur schuf: die David-Statue in Florenz, die Pièta im Petersdom, die Fresken der Sixtinischen Kapelle im Vatikan und die Kuppel des Petersdoms in Rom? Die monumentale Doku-Fiktion zeigt das Leben des Michelangelo Buonarotti, genannt Michelangelo, Symbolfigur der Renaissance.Vor 500 Jahren schuf Michelangelo (1475 - 1564) weltberühmte Meisterwerke unserer Kulturgeschichte wie die David-Statue in Florenz, die Pièta im Petersdom, die bewegenden Fresken der Sixtinischen Kapelle. Darüber hinaus entwarf er die Pläne für die Kuppel eines der grandiosesten Gebäude der Menschheit, des Petersdoms in Rom. Nach einer schwierigen Kindheit in einfachen Verhältnissen nahm Michelangelo Buonarotti sein Schicksal selbst in die Hand. Er erreichte aus eigener Kraft, dass sein Name schon bald für künstlerisches Genie in Malerei, Bildhauerei und Baukunst strand. Die Doku-Fiktion der BBC zeichnet das Leben eines Künstlers voller Leidenschaft nach. Sein Leben war geprägt von seiner Liebe zur Kunst, zur Ästhetik und zu Gott. Kunsthistoriker stellen Leben und Werk Michelangelos und seine Beziehung zum Vatikan in den geschichtlichen Zusammenhang, so dass der außergewöhnliche Mensch hinter dem Künstler zum Vorschein kommt.
Die fiktionalen Szenen drehte Regisseur Tim Dunn nach Schriften Michelangelos in Rom und Florenz. Der für seine Shakespearerollen bekannte Bühnenschauspieler Stephen Noonan brilliert in der Rolle des Michelangelo und bringt uns Leben und Werk dieser überragenden Persönlichkeit der Renaissance näher.
22.35 Uhr
Die Schätze des Vatikans
90 Min., Dokumentarfilm, Polen 2006
Erstausstrahlung
Regie: Pavel Pitera, Krzysztof Talcewski
Die Dokumentation erzählt nicht nur die Geschichte des Vatikans, sondern zeigt auch den gegenwärtigen Alltag im kleinsten Staat der Welt und präsentiert einige der zahlreichen, äußerst wertvollen Kunstschätze, die sich im Vatikan befinden.
Die Dokumentation vermittelt die Geschichte des Vatikans von den Anfängen bis in die Gegenwart sowie die Eckdaten der römisch-katholischen Kirchengeschichte. Schwerpunkte bilden dabei die Gründung und die Geschichte des Vatikans und des Heiligen Stuhls, die Meisterwerke aus Kunst und Architektur, die zahlreich im kleinsten Staat der Welt vorhanden sind, sowie das Alltagsleben im Vatikan mit eigener Post, eigenen Briefmarken, der Schweizergarde und den vier Amtssprachen Italienisch, Französisch, Latein und Deutsch. Das Filmteam führte Gespräche mit Wissenschaftlern, Kunst- und Kirchenhistorikern sowie Journalisten und Vatikanexperten aus ganz Europa.
Das polnische Filmteam erhielt außergewöhnlich großzügigen Zugang zur Vatikanstadt und Termine mit erstaunlich vielen hohen Würdenträgern. Unter anderem konnten sie die Privatgemächer von Papst Benedikt XVI. besuchen. Der vom polnischen Fernsehsender TVP mit viel technischem Aufwand im Vatikan und in bester Bildqualität gedrehte Mehrteiler wird auf ARTE in einer 90-minütigen, neu geschnittenen Fassung gezeigt.
00.10 Uhr
Maria Magdalena - Heilige oder Hure?
16:9, 44 Min., Dokumentation, Deutschland 2004,
Erstausstrahlung
Regie: Jens Peter Behrend
Maria Magdalena, der Name klingt vielen nach Laster und Sünde. Seit zwei Jahrtausenden wird gerätselt, wer diese Frau war. Auf großartigen Gemälden, auf der Bühne, in Romanen und Filmen wurde Maria Magdalena als erotische Verführerin dargestellt. Kaum ein anderes Objekt der Begierde hat die Fantasien der Männer seit der Antike so sehr beflügelt. Doch vielen Frauen gilt Maria Magdalena als emanzipatorische Wegbereiterin der Sinnlichkeit. Die Dokumentation begibt sich auf eine Spurensuche.Leonardo da Vinci soll auf seinem berühmten Bild vom Abendmahl seiner Vision von Maria Magdalena Gestalt gegeben haben. Rechts von Jesus, dort, wo der Jünger Johannes seinen Platz haben soll, sitzt eine Person mit unverkennbar weiblichen Zügen - Maria Magdalena. Verband sie mit Jesus mehr als eine spirituelle Anziehungskraft? Seit der Bestseller "Sakrileg" des Amerikaners Dan Brown weltweit Furore macht, ist die Diskussion um das Leben Maria Magdalenas neu entfacht. War sie die Geliebte des Heilands, erwartete sie gar ein Kind von ihm, als er den Kreuzestod erlitt? Wer war diese Frau wirklich? War sie die Sünderin, die große Verführerin, die Dirne, die reuig auf den Pfad der Tugend zurückkehrte? Die Dokumentation beginnt ihre Suche im Norden Israels. Im abgelegenen Galiläa liegt der Ort Magdala, nach dem Maria Magdalena genannt wurde. Nach alter Überlieferung hatte sie es in dieser Stadt als Prostituierte zu Wohlstand gebracht. Als erwachsene Frau war sie von Dämonen besessen, von denen Jesus sie befreite. In Ägypten wurden sensationelle Schriften gefunden, in denen Maria Magdalena als engste Vertraute von Jesus beschrieben wird. Worauf stützt sich der Chronist? Und im Süden Frankreichs soll Maria Magdalena in den Höhlen der Provence ihre letzten Lebensjahre verbracht haben - eine Legende?
In der Dokumentation führen Archäologen und Historiker an die Stationen der Lebensgeschichte von Maria Magdalena. Der Schriftsteller Dan Brown und Theologen werden in den heftig geführten Kontroversen Position beziehen. Auf radikale, von manchem gar als gotteslästerlich empfundene Fragen sucht die Dokumentation Antworten. Im Mai kommt mit "The Da Vinci Code" Dan Browns Bestsellerroman "Sakrileg" als Hollywood-Adaptation in die Kinos.
---------------------
Die Geheimnisse des Vatikan
16.04.2006, ab 20.40 Uhr
Themenabend






per E-Mail verschicken
Facebook
Twitter
RSS

