Jede Information ist besser als gar keine.Vermeintlich inaktive Moleküle können also Hormone nachahmen und unseren Körper täuschen. Das Plastikröhrchen diente uns als Ausgangspunkt für unsere Entdeckungsreise in die Welt der Moleküle. Dass viele dieser zahlreich vorhandenen Teilchen zu den „hormonaktiven Stoffen“ gehören, wurde häufig nur per Zufall entdeckt. Die im Film zu Wort kommenden Wissenschaftler sind erstaunliche Persönlichkeiten. Sie denken bei unerwarteten Wendungen rasch um und werden kreativ. Bei der Veröffentlichung ihrer Forschungsergebnisse etwa hielten sie dem Druck durch die Industrie stand, und heute sind sie bereit, die Debatte aus den Labors heraus in die Öffentlichkeit zu tragen.
Denn natürlich wirft die Entdeckung der „hormonaktiven Stoffe“ Fragen auf. Allen voran die nach der Verantwortung des Staates: Wie können die Tausende von chemischen Molekülen kontrolliert werden, die der Mensch seit 50 Jahren herstellt? Bisher werden diese Substanzen, bevor sie auf den Markt kommen, lediglich von der Industrie auf ihre Unschädlichkeit getestet.
Wir alle müssen uns Fragen über den Einfluss unseres Umfelds stellen, über all die liebgewordenen Gegenstände, die für unseren täglichen Komfort unerlässlich sind, die aber möglicherweise unsere Fruchtbarkeit und unsere Gesundheit beeinträchtigen. Auf der Suche nach Erklärungen ist dieser Film entstanden, denn jede Information – auch die noch so beängstigende – ist besser als gar keine. Wir haben die einzelnen Erkenntnisse und Entdeckungen wie ein Puzzle aneinander gereiht. Dabei ging es uns darum, wissenschaftliche Fakten zu einer spannenden und verständlichen Erzählung zusammenzufügen.
Sylvain Gilman et Thierry de Lestrade






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