Sonntag, 30. Januar 2011
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Meine Wiederholung
Das Weltgericht von BamakoIm westafrikanischen Mali machen Repräsentanten der Bevölkerung dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank den Prozess. |
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Sonntag, 30. Januar 2011 um 00.55 UhrWiederholungen:
Im westafrikanischen Mali machen Repräsentanten der Bevölkerung dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank den Prozess. Sie ziehen sie zur Rechenschaft für das, was den afrikanischen Kontinent niederdrückt. Ein Wohnhof der Hauptstadt Bamako wird zum Gerichtshof, und während Ankläger, Zeugen und Verteidiger ihre Standpunkte vertreten, spielt das Leben im Hof munter weiter. Die bildhübsche Melé ist Sängerin in einer Bar, ihr Mann Chaka ist arbeitslos. Sie teilen sich mit anderen Bewohnern den Hinterhof eines Hauses in Malis Hauptstadt Bamako, der zudem noch von Hühnern und Ziegen bevölkert wird, durch den Hochzeitsgesellschaften ziehen und wo regelmäßig der große Waschtag zelebriert wird. Und inmitten dieses bunten Kosmos des afrikanischen Alltagslebens findet eine Gerichtsverhandlung statt, in welcher Vertreter der afrikanischen Zivilgesellschaft Klage erheben gegen die Entwicklungspolitik der Weltbank und die Aktivitäten des Internationalen Währungsfonds. Ein alter Mann stirbt, Kinder spielen im Hof, ein Paar trennt sich ... Hier vermischen sich die Alltagsgeschäfte mit der sonst so gedämpften Sphäre der exklusiven Gerichtssäle, und gerade durch diesen Kontrast wird ganz beiläufig der Gegensatz zwischen der Widerwärtigkeit der nördlichen Arroganz und der Ohnmacht und Hilflosigkeit der einfachen afrikanischen Bevölkerung sichtbar. Zusätzlich zu der politischen Lektion und den quasidokumentarischen Aufnahmen des Dorflebens findet sich unter anderem noch ein wunderschöner afrikanischer Popsong zu Beginn und Ende des Films, eine Italowesternparodie namens "Death in Timbuktu" mit Danny Glover in der Hauptrolle, in welchem eine Horde Cowboys eine andere afrikanische Siedlung überfällt, sowie ein mysteriöser Mordfall in der Familie der Sängerin Melé. Letztendlich bleibt trotz aller Trostlosigkeit und Melancholie aufgrund der bitteren Armut der Dritten Welt ein Hoffnungsschimmer: Ganz egal, wie der fiktive Gerichtsprozess ausgehen wird oder ob sich die reiche Welt jemals wegen ihres Verhaltens gegenüber der armen wird rechtfertigen müssen - das Leben geht weiter, so oder so. |
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