Dienstag, den 4. Dezember 2007 um 21.50 Uhr - 10/09/08
Die Hölle der Vertriebenen
Dokumentation von Jean-Philippe Lacaille, Frankreich 2007, 26 Min.
Im Sommer 2007 war Jean-Philippe Lacaille einen Monat lang in Darfur unterwegs, um den Alltag der Bevölkerung zu filmen. Er besuchte die Camps, in denen die Vertrie- benen Zuflucht gefunden haben. Innerhalb von vier Jahren haben sich diese Lager - wie beispielsweise in Zalingei, in der von der Regierung kontrollierten Zone, - zu urbanen Ghettos entwickelt. Hier vegetieren die Menschen dahin, ohne Hoffnung, jemals in ihre Heimatdörfer zurückkehren zu können.
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In den Lagern im Regierungsgebiet Darfur fanden die Flüchtlinge, was in ihren Dörfern nicht mehr gesichert war: medizinische Versorgung, Schulen, Schutz vor dem Hungertod. Doch Unsicherheit und Gewalt sind allgegenwärtig, manchmal im Lager selbst, vor allem aber außerhalb der Camps.
Der Dokumentarfilmer war außerdem in der Jebel-Marra-Region, einem 3.000 Meter hohen Gebirge im Zentrum Darfurs. Es ist die Hochburg der Rebellen, die von der sudanesischen Armee bisher nicht eingenommen werden konnte, trotz regelmäßiger mörderischer Angriffe auf die Dörfer. Einwohner und Rebellen sind von der Außenwelt fast völlig abgeschnitten. Die Bewohner der fruchtbaren Region betreiben Landwirtschaft, aber sie können sich nicht aus dem Gebiet hinauswagen, um ihre Ernte zu verkaufen.
Die vergessenen Opfer des Konflikts versuchen mit allen Mitteln, Hilfsorganisa- tionen dazu zu bewegen, sie aus ihrer Isolation zu befreien. Bisher ist nur die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" vor Ort; mit dem Einverständnis der sudanesischen Regierung hat sie ein Lazarett errichtet und versorgt die Menschen dort medizinisch.
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Die Hölle der Vertriebenen
Dokumentation von Jean-Philippe Lacaille, Frankreich 2007, 26 Min.
04.12.2007, ab 21.50 Uhr
Wiederholungen:
06.12.2007 um 11.05 Uhr
10.12.2007 um 04.30 Uhr
Erstellt: 30-11-07
Letzte Änderung: 10-09-08