Falls Sie schon alles über den Aufbau Europas, die europäischen Institutionen, den Euro, die EU-Mitgliedsländer und die Geschichte des vereinten Europas wissen, können Sie getrost warten, bis das Online-Spiel www.e-euroculture.eu ins Netz gestellt wird, und mit Siegermine am Wettbewerb teilnehmen. Andernfalls - wenn Sie z. B. nicht wissen, welche Bauten aus dem 20. Jahrhundert auf den 500-Euro-Scheinen dargestellt sind, oder wenn es Ihnen gleichgültig ist, wie hoch der Berg Krivan in der Slowakei ist – können Sie sich die Ausstellung anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls ansehen, die vom 5. Oktober bis 25. November am Institut français in Berlin (und vom 20. Oktober bis 30. November auch in der Fondation Hippocrène, 12 rue Mallet-Stevens, 75016 Paris) gezeigt wird.
Für Europa-Fans hier ein Beispiel für eine etwas leichtere unter all den schwierigen Fragen (siehe die blauen Karten über die europäischen Institutionen): „Welcher Fernsehsender hat seinen Sitz in Straßburg?“ Sie wissen es nicht? ARTE natürlich!
Aber ist denn ein Fernsehsender eine Institution? Auch wenn ARTE 1990, einen Tag vor der deutschen Wiedervereinigung, nach dem gemeinsamen Willen der beiden (höchst unterschiedlichen) Politiker François Mitterrand und Helmut Kohl entstand, ist Fernsehen doch ein Medium. Und wie jedes Medium braucht ARTE Freiheit und Erfindungsgabe, um in Europa und außerhalb Europas in einem wachsenden Konkurrenzumfeld interessierte Fernsehzuschauer anzusprechen. Das dürfte wohl nicht die Rolle einer Institution sein. So sind die Antworten auf einfache Fragen manchmal komplizierter als man meint.
Claire A. Poinsignon






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