"Sie hegte fast eine Verehrung für den Nutzen des Wahnsinns. Was schrecklich mit anzusehen war, denn danach ging es ihr jedes Mal sehr schlecht, jede Krise kostete sie sehr viel Kraft. Offenbar zehrt es sehr an einem, wenn man sich einem solchen Zustand hingibt. Sie wusste ja, es würde vorbeigehen. Übrigens hatte sie große Angst vor dem Alter, wie sie mir immer wieder erzählte. Ich glaube, sie hat ihrem Leben ein Ende gesetzt, als es keinen anderen Ausweg mehr gab, als es sein musste. Doch mutig und entschlossen verfolgte sie die Ziele ihres Lebens und ihrer Arbeit. Der Beweis ist ihr Selbstmord. Ihr Selbstmord war keineswegs eine aus der Krise heraus geborene Affekthandlung, sondern mehr ein konsequenter Abschluss, würde ich sagen..."
Ruth Henry
La Halle Saint PierreVom 25 septembre 2006 zum 4 mars 2007
2, rue Ronsard - 75018 Paris
„Vacances à Maison-Blanche“ ist eine Sammlung von Texten, die sie während der Aufenthalte in dieser psychiatrischen Klinik, verfasst hat.
„Dunkler Frühling“ mit Illustrationen von Hans Bellmer ist bei Merlin erschienen
„Der Mann im Jasmin“ bei Ullstein.
Das Gesamtwerk von Unica Zürn ist bei Brinkman und Bose erhältlich.







per E-Mail verschicken
Facebook
Twitter
RSS

