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Stummfilm

Filmstudie eines verblendeten, korrupten Arbeiterfunktionärs, gedreht von Meisterregisseur Jaques Feyder.

Stummfilm

Klassiker der Filmavantgarde - 13/04/06

Die Regisseure

  • Hans Richter
Geb. 6.4.1888 in Berlin. Gest. 1.2.1976 in Minusio bei Locarno. Sohn eines Gutsbesitzers. Kunststudium an der Berliner Hochschule und Weimarer Akademie. 1914 Kontakte mit der Künstlervereinigung „Der Sturm“. Kriegsdienst. In Zürich Verbindung zum Dadaismus. Aus dem Kontakt mit Viking Eggeling entstehen seine ersten abstrakten Filme. 1922 gründet Richter mit Gerd Carden eine Konstruktivistengruppe. Kontakte mit dem „Volksfilmverband“ (Heinrich Mann, Béla Balasz). 1933 Emigration über Frankreich und Holland in die Schweiz und USA. 1947 Lehrer am Filminstitut des City College, New York.

  • Walter Ruttmann
Geb. 28.12.1887 in Frankfurt/M. Gest. 15.7.1941 in Berlin. 1907 Architekturstudium in Zürich und München, dann Malereistudium in München und Marburg. Im Ersten Weltkrieg als Leutnant an der Ostfront. Begann Anfang der 1920-Jahre mit abstrakten Filmen; dann Dokumentarfilme. Sein bekanntester (Stumm)Film ist der experimentelle Dokumentarfilm BERLIN. DIE SINFONIE DER GROßSTADT. Als Trick-, Farb- und Tonspezialist Mitarbeiter an Spielfilmen (u.a. bei Leni Riefenstahl) ; Herstellung von Werbefilmen.




  • Oskar Fischinger
Geb. 22.7.1900 in Gelnhausen, Deutschland, gest. 31.1.1967 in Hollywood. Anfang der 1920-er Jahre Konstruktion eines Tricktisches, dadurch Bekanntschaft mit Walter Ruttmann. Wird dessen Assistent (Opus 1 bis 4). Neben eigenen abstrakten Filmen Werbefilme, Trailer, Spezialeffekte im kommerziellen Film und Kameraarbeit. Experimentiert mit „synthetischem Ton“, dessen Erfindung Rudolf Pfenninger zugeschrieben wird. 1936 Emigration nach Hollywood. 1943 Gründung seines eigenes Studio in Sawtelle. Malerei (1936-67 ca. 750 Ölbilder), verschiedene Vorlesungen. 1950 erfindet er die Lichtmaschine „Lumigraph“.

Germaine Dulac (1882 - 1942) ist eine der wenigen Regisseurinnen der frühen Filmgeschichte. "Bewegung ist zentrales Element in Dulacs Filmtheorie, zur Avantgarde gehört sie gerade deshalb, weil sie ihr Leben lang in Bewegung bleibt. Ihrer Filmtheorie, mit der sie das Kino vom ‚Ballast der kulturellen Tradition' befreien will, entspricht ihr Lebensstil. Als Tochter aus großbürgerlichem Hause bricht sie mit den Konventionen ihrer Herkunft. Ihre Karriere als Regisseurin war mit der Stummfilmzeit zu Ende gegangen. Anfang der 30er Jahre wird sie künstlerische Leiterin der Filmproduktionsfirma Gaumont. Für die Filmwochenschau dieser Firma realisiert sie noch einige Dokumentarfilme, bevor sie mit 59 Jahren im besetzten Paris stirbt" (Catherine Silberschmidt).

Erstellt: 13-04-06
Letzte Änderung: 13-04-06