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Text von Jens Hauser - 02/09/08

Die Reportage

Ars Electronica, das ist das alljährlich stattfindende weltbekannte Festival für Medienkunst im österreichischen Linz: Hier hinterfragen Künstler, Technologiebastler, Theoretiker und andere kreative Geister, wie sich Wissenschaft und neue Technologien auf die Gesellschaft auswirken.

Weitere Artikel zum Thema

Die Reportage sehen (real video - 3mn33)

Wir leben in einer zunehmend komplexen technologischen Welt, in der trotzdem nichts so funktioniert wie es eigentlich sollte, und die uns mit dem Verlangen nach einer gewissen Einfachheit erfüllt. Um "Simplicity" geht es dieses Jahr auf der Ars Electronica: um die Einfachheit, wie wir uns trotz aller Komplexität im oft verwirrenden Technik- und Informations-Wust zurechtfinden können.
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  • In der Reportage zu sehen

"Moon Ride" von Assocreation
Radfahrer laden über Elektrogeneratoren einen Akku auf, und strampeln sich ab, um am eigenen Leib zu erleben, was die Energie, die unsere tägliche Technologie verbraucht, eigentlich wert ist.
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Kerzenpixel "Random Screen" von Aram Bartholl
Pixelbildschirme: sie haben jahrelang die computerbasierte Medienkunst beherrscht. Heute gehen die Tüftler ironischer um mit ihren Technologien. Ein Stromausfall? Kein Problem, dieser Bildschirm funktioniert auch dann noch, wenn jedem Computer der Saft ausgegangen ist.
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"The Messenger" von Paul DeMarinis
Prix Ars Electronica 2006, Golden Nica Interactive Art
In dieser Installation kann man die privaten E-Mails des Amerikaners Paul DeMarinis lesen. Der Künstler überträgt sie in drei alphabetische Systeme: Buchstaben, tanzend… aus einem Waschbecken schallend… oder über Impulse in mit Elektrolyt-Flüssigkeit gefüllte Einweckgläser. Archaische Medien, die Nachrichten übertragen, aber nicht speichern können. Aber wieviele E-Mails sind es wirklich wert, gespeichert zu werden? DeMarinis hinterfragt Modeeffekte neuer Medien.
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>> Website von Paul DeMarinis


"The Robotic Chair" von Raffaello D'Andrea, Max Dean und Matt Donovan
Prix Ars Electronica 2006, Honorary Mention Interactive Art
Ein Stuhl zerfällt in seine Einzeilteile, und baut sich innerhalb von zehn Minuten ganz von selbst wieder zusammen – dank Robotik, Raumanlyse über eine Kamera und künstlicher Intelligenz. Einfachheit, die verführt, weil sie ihre Komplexität braucht. Die Ars Electronica zeigt diesen Trend humorvoll.
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>> Website von Raffaelo d'Andrea

  • Weitere Artikel
>> Ars Electronica 2006 - einfach komplex
>> Geolokalisierung: zwischen Überwachung und Konversations-Smog
>> John Maeda – "In simplicity we trust"
>> "The Messenger" von Paul DeMarinis
>> The Robotic Chair
>> Yokomono – eine kurzwellig/kurzweilige Sound-Installation von Geert-Jan Hobijn und Carsten Stabenow, alias "Staalplaat"

  • Das Festival

Ars Electronica 2006
Simplicity
vom 31. August bis zum 05. September 2006
in Linz - Österreich
>> Offizielle Website

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Kultur Digital
September 2006
Text von Jens Hauser
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Erstellt: 04-09-06
Letzte Änderung: 02-09-08


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