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ARTE Reportage - 06/11/07

Die Reportagen

Mittwoch, 17. Mai 2006 - 21.55


Montenegro : Bald jüngster Staat Europas ?
Kanada : Einwanderer willkommen
China : Das Drei-Schluchten-Projekt

Weitere Artikel zum Thema

Montenegro : Bald jüngster Staat Europas ?
Von Vladimir Vasak und Alexandra Ilic -ARTE GEIE – Frankreich 2006


Am 21. Mai sind die etwa 600.000 Einwohner von Montenegro aufgerufen, sich in einem Urnengang für oder gegen ihre Unabhängigkeit zu entscheiden. Das kleine Land gehört heute, gemeinsam mit Serbien zur Bundesrepublik Jugoslawien, käme es zur Unabhängkeit, gehörte Ex-Jugoslawien für immer der Vergangenheit an. Die Abstimmung wird in diesem Fall nicht mehr von ähnlich blutigen Zusammenstössen überschattet, wie sie vor 15 Jahren in den anderen Teilrepubliken Jugoslawiens ausgebrochen waren und die gesamte Balkanregion in eine tiefe Krise gestürzt hatten.
Die Europäische Union macht für die Anerkennung der Unabhängigkeit zur Voraussetzung, dass sich mindestens 55 Prozent der Montenegriner für die Abspaltung von Serbien und damit für die Gründung eines neuen Staates aussprechen. ARTE-Reporter Vladimir Vasak recherchierte in allen Teilen Montenegros die Erwartungen der Bevölkerung, die sich im Norden zu ihren proserbischen Sympathien bekennt. Der in Paris lebende König Nicolas hatte in der vergangenen Woche die Hauptstadt Podgorica besucht.


Kanada : Einwanderer willkommen
Von Laurent Cibien und Claude Clorennec – ARTE GEIE – Frankreich 2006


Kanada ist das einwanderungsfreundlichste Land der Erde. Die Regierung in Ottowa gestattet jährlich 250 000 Menschen die Einreise und erteilt auch gleichzeitig eine Arbeitserlaubnis. Kanadische Arbeitsmarktexperten gehen davon aus, dass die Zahl der Einwanderer noch gesteigert werden könnte, die Wirtschaft habe nach wie vor einen grossen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften.
Die Praxis zeigt jedoch auch in Kanada, dass nicht alle Einwanderer auf Anhieb eine Beschäftigung finden, die ihren Qualifikationen entspricht. So droht vielen Fremden, eines Tage als illegale Einwanderer ertappt zu werden und wieder ausreisen zu müssen.



China : Das Drei-Schluchten-Projekt
Von Anthony Dufour und Li Jing Jing – ARTE GEIE - Hikari Productions - Frankreich 2006


Offiziell sind die Arbeiten an der Drei-Schluchten-Talsperre abgeschlossen. Viel früher als ursprünglich geplant. Handelt es sich bei dem Riesen-Staudamm-Bau um ein nationales Prestige-Objekt, was noch unter Mao Tse Tung begonnen und 1996 dann in Angriff genommen worden war: Es galt, die Fluten des Jang-Tse Kiang zu bezwingen.
Die Bauaarbeiten sind also beendet – bis das Wasser aber die Staubecken gefüllt hat, wird es noch Jahre dauern. Aber die Metamorphose hat begonnen: Aus dem Fluss wird ein über 600 Kilometer langer See werden und die Turbinen sollen das Vielfache herkömmlicher Elektrizitätswerke erzeugen.
Doch bis es soweit ist, gilt es die Bewohner ganzer 13 Städte umzusiedeln, die im Überschwemmungsgebiet kliegen. Laut Regierungsangaben sollen das über eine Million Menschen sein. Und - ebenfalls laut Regierung – sollen sie allesamt in neue, bessere Unterkünfte als bisher umquartiert werden. Doch ob das stimmt bleibt Glaubenssache, denn ausländischen Journalisten ist der Zugang zu den neuen Siedlungsgebieten verboten.
Ein Team von ARTE hat es dennoch geschafft: Und feststellen müssen, das es wesentlich mehr Menschen sind, die umgesiedelt werden müssen und dass die Unterbringung weit weniger gut ist als versprochen. Aber China ist weiter im Staudamm-Fieber und Peking plant schon neue gigantische Projekte.

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Das internationale Nachrichtenmagazin
mittwochs gegen 21.35 Uhr
Wiederholungsamstags um 9h00

Erstellt: 16-05-06
Letzte Änderung: 06-11-07