Von Ariane Bonzon - ARTE GEIE / Idémages– Frankreich 2007
Woche reisen dutzendweise Armenier, Männer wie Frauen, heimlich über Georgien in die Türkei ein. Denn obwohl die Türkei unter Anklage steht, Völkermord an den Armeniern begangen zu haben, ist gerade das Land am Bosporus für viele arme Armenier heute die Möglichkeit, schnell Arbeit zu finden. In Istanbul verdingen sie sich als Bauarbeiter oder Kellner. Die Frauen arbeiten als Kindermädchen oder Putzfrauen. An die 20 bis 30 000 Armenier sollen derzeit in der Türkei leben. Trotz einiger Razzien scheinen die türkischen Behörden ihre Anwesenheit zu tolerieren – möglicherweise auch, um so gegenüber der Weltöffentlichkeit in besserem Licht dazustehen. ARTE Reportage hat einige dieser Armenier getroffen und beleuchtet ihre Beziehung zu den Türken sowie ihre Stellung innerhalb der armenischen Minderheit. Kurz vor dem Jahrestag des Beginns des Völkermords an den Armeniern – dem 24 April 1915 – und angesichts der kontroversen Diskussion um Genozid einerseits und Mitgliedschaft der Türkei in der EU andererseits, stellt sich die Frage: Wie ist das Verhältnis zwischen Türkei und Armenien heutzutage? 7
Myanmar – Verdammt im Dschungel
Von François Keller - ARTE GEIE / Cythère Productions – Schweiz 2007
Video - 22'
In den unzugänglichen birmanesischen Bergen, abseits vom Blick der Weltöffentlichkeit, scheint die Militärdiktatur Myanmars „ethnische Säuberungen“ im großen Stil zu betreiben. Nach sechzig Jahren Bürgerkrieg wollen die Generäle offenbar auch noch den letzten Widerstand des für ihre Unabhängig- keit kämpfenden Volkes der Karen brechen. So werden systematisch alle zu dieser Ethnie gehörenden Menschen gejagt. Sobald die Regierungsarmee auf Karen-Dorfbewohner trifft, wird ohne Vorwarnung geschossen, Soldaten brennen die Dörfer nieder und legen Anti-Personen-Minen. Eine Terrorpolitik mit dem Ziel, die ganze Region von den Karen-Einwohnern zu „säubern“.Die direkte Folge: Durch die Wälder Myanmars irren eine halbe Million Flüchtlinge. Viele werden Opfer von Minen. Keine konventionelle Hilfs- organisation wagt sich auf dieses gefährliche Terrain. Lediglich die „Free Burma Rangers“ – eine Gruppe von westlichen und einheimischen Freiwilligen – teilt den Alltag der Kriegsopfer.
Diese Hilfsgruppen bestehen aus Sanitätern und Kameraleuten und helfen den Zivilisten in der Kampfzone. Alle Hilfsgüter werden zu Fuss oder auf Pferden transportiert. Wärend die medizinischen Helfer Kranke und Verletzte behandeln, sammeln andere mit Kamera und Fotoapparat Zeugenaussagen und Beweise für die Übergriffe der Regierungstruppen Myanmars. Auch die Helfergruppen stoßen im Dschungel immer wieder auf feindliche Patrouillen. Die so genannten „Rangers“ haben sich zum Selbstschutz bewaffnet, und bei ihren Einsätzen unterstehen sie den Kämpfern der K.N.U. (Nationale Union der Karen).
Unser Reporter François Keller ist heimlich nach Myanmar eingereist, wo er mehrere Wochen lang eine Kolonne der „Free Burma Rangers“ begleitet hat. In seinem Beitrag zeichnet er das Portrait des jungen Maw Naw, eines freiwilligen
Karen-Krankenpflegers, der unter Einsatz des eigenen Lebens seinem Volk Rettung bringen will.
Ortstermin – Wahl in Frankreich (1/4)
Von Vladimir Vasak – Arte GEIE – Frankreich 2007
Vier Wochen in Folge widmet sich unsere Rubrik „Ortstermin“ dem französischen Präsident- schaftswahlkampf – gesehen durch die Augen einiger Auslandskorrespondenten.Diese Woche versucht Deborah Berlinck, Pariser Korrespondentin für die brasilianische Tages- zeitung "O Globo", ihren Lesern das "Segolène-Fieber" zu erklären, den Rummel um die sozialdemokratische Kandidatin Ségolène Royal.







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Türkei – der armenische Traum
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