Deutschland 1999
Nirgendwo sonst auf der Welt existiert eine solche Artenvielfalt wie im Regenwald. Aber Eile ist geboten: Fast 50 % der ursprünglichen Regenwälder hat der Mensch bereits vernichtet und nahezu jede Sekunde wird ein weiterer Hektar zerstört. Reicht die Zeit, den Regenwald zu erforschen, bevor er von der Erde verschwunden ist?Die unzähligen Tiere und Pflanzen des Regenwalds haben sich ihren Lebensraum in vier `Stockwerke´ aufgeteilt – irgendwo findet jeder ein Plätzchen für sich: Das `Erdgeschoß´, der Boden, ist das Revier des Jaguars und anderer Säugetiere. Die Strauchschicht ist der `erste Stock´. Wo umgefallene Bäume eine Lichtung schlagen, wachsen vor allem Farne und kleine Bäume. Sie bilden ein buntes Gewirr, in dem sich der bunte Kolibri wohlfühlt. Die nächste Etage sind die bis zu 40 Meter hohen Baumstämme, die von dichten Wipfeln gekrönt sind. Hier im Blätterwerk, dem obersten Geschoß, turnt eine unüberschaubare Anzahl von Tieren herum – wieviele Arten weiß niemand. Seit Beginn der Neunziger Jahre wird die Wipfelregion mit Hilfe von Hängebrücken, aufblasbaren Plateaus, Lastkränen und Gondeln erforscht.
Im Regenwald von Französisch-Guyana arbeitet der Forscher Philipp Gauchet mit detektivischem Spürsinn: Er ist auf der Suche nach neuen Frosch-Arten. Der Forscher arbeitet am liebsten nachts. Nur dann kann man den nachtaktiven Glasfrosch beobachten, der ausschließlich auf Bäumen lebt. Philipp Gauchet hat schon verschieden neue Froscharten entdeckt: „Das ist das faszinierende an meiner Arbeit: Die alltägliche Möglichkeit etwas zu entdecken, was noch kein Mensch gesehen hat."







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