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360° - GEO Reportage

Die Reportagereihe zeigt die aufregende Arbeit und den spannenden Alltag außergewöhnlicher Menschen.

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360° - GEO Reportage

Die Reportagereihe zeigt die aufregende Arbeit und den spannenden Alltag außergewöhnlicher Menschen.

360° - GEO Reportage

360º - Geo Reportage - 20/05/11

Ruanda, Land der Frauen

Ein Film von Dirk Laabs


15 Jahre ist es her, als im zentralafrikanischen Ruanda Auseinandersetzungen zwischen der Hutu-Mehrheit und der Tutsi-Minderheit zu einem grausamen Völkermord führten, dem über eine Million Menschen zum Opfer fielen. Inzwischen hat sich vieles geändert. Ruanda hat sich wirtschaftlich und politisch stabilisiert, und Hutu und Tutsi gelingt es, friedlich miteinander zu leben. Das ist vor allem ein Werk der ruandischen Frauen. "360° - Geo Reportage" hat die starken Frauen Ruandas besucht.

  • 360° - GEO Reportage - Ruanda, Land der Frauen

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Ruanda war vor 15 Jahren Schauplatz eines furchtbaren Völkermordes. Die Hutu-Mehrheit machte Jagd auf die Tutsi-Minderheit. Über eine Million Menschen kamen ums Leben. Heute ist das gewandelte Ruanda Vorbild für ganz Afrika. Kein anderes Land auf dem Kontinent hat in den letzten Jahren eine vergleichbare Erfolgsgeschichte geschrieben. Vor allem die Frauen Ruandas haben für wirtschaftlichen Aufschwung und die Versöhnung zwischen Tutsi und Hutu gesorgt.


Epiphanie Mukashyaka ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau und setzt mit ihrer Firma "BUF-Kaffee" über eine Million US-Dollar um. Sie kauft Kaffeebohnen in der ganzen Region, verarbeitet sie weiter und exportiert die Ware in alle Welt. Einfach war das nicht. Seit dem Völkermord ist Epiphanie Mukashyaka Witwe. Ihr Mann und eines ihrer Kinder wurden von Hutu-Truppen ermordet. Trotz jahrelanger Not und politischer Wirren hat es die heute 52-jährige Tutsi geschafft, ihre verbliebenen Kinder studieren zu lassen.


Dass ein normales Geschäftsleben in Ruanda heute möglich ist, erscheint wie ein Wunder. Ehemals auf den Tod verfeindete Volksgruppen finden Schritt für Schritt zurück zu einem friedlichen Miteinander. Eine wesentliche Rolle spielen dabei Frauen wie Epiphanie Mukashyaka. Die meisten Leute, die für die Tutsi-Geschäftsfrau arbeiten, sind Hutu.

Einen anderen Weg der Vergangenheitsbewältigung geht die Theatermacherin und Autorin Hope Azeda. Sie inszeniert in der Hauptstadt Kigali ein Stück über den Genozid. Nur wenn sich die Menschen weiter mit dem Völkermord befassen, so ihre Meinung, können Hutu und Tutsi die traumatische Vergangenheit nachhaltig bewältigen.

"360° - Geo Reportage" zeigt den Alltag verschiedener Frauen in Ruanda. Sie erledigen die meiste Arbeit, entwickeln das fruchtbare Land weiter und betreiben Aufklärung. Ruandas Frauen sind Garanten für den Frieden und seit dem Völkermord die tragenden Säulen des Landes.

Factsheet


  • 15 Jahre nach dem schrecklichen Völkermord in Ruanda sind noch knapp einhunderttausend Täter in Haft.

  • Die Genocidaire, wie die Mörder genannt werden, töteten damals innerhalb von nur 100 Tagen nahezu eine Million Tutsi.

  • Heute geht es dem kleinen afrikanischen Land besser.

  • Die Frauen bauen Ruanda wieder auf.

  • Die neue Völkerverständigung geht sogar so weit, dass Witwen der Opfer mit den Frauen der Täter auf dem selben Feld zusammenarbeiten.

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360° - GEO Reportage
Ruanda, Land der Frauen
(Frankreich, Deutschland, 2008, 52mn)
ARTE

360° - Geo Reportage
Freitag 21. Oktober 2011 um 13.05 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, Deutschland, 2009, 52mn)
ARTE

Erstellt: 08-12-09
Letzte Änderung: 20-05-11

Ihre Meinungen

3 Kommentar(e)

Feministische Propaganda? | Lilli

16.01.2011 - 11:03

Was hat das mit feministischer Propaganda zu tun? Die Reportage berichtet über Tatsachen. Nach dem Genozid waren es (nun mal wieder) Frauen, die die Wiederaufbauarbeit leisteten, in Politik, Wirtschaft und Kultur. Was natürlich nicht heißt, dass häusliche Gewalt gegenüber Frauen und ähnliche Probleme nicht immer noch alltäglich sind.

Auslandsjournal ? | Karla M.

13.12.2009 - 12:00

Eigentlich ist Geo immer nah an den Menschen vor Ort. Das zeichnet meines Erachtens diese Sendung aus. Bei dieser Reportage fühlte ich mich jedoch fast wie beim Auslandsjournal. Distanzierte Berichterstattung. Schöne Landschaftsaufnahmen machen den Film dann doch Sehenswert.

Wie blöd? | Abba

11.12.2009 - 13:34

Was glaubt ihr eigentlich, wie blöd die Leute sind ? Diese feministische Propaganda von morgens bis abends wird langsam zu krass. Euch ist anscheinend wirklich nicht klar, dass ihr, wie die gesamten, zumindest ö.r. Medien, es wirklich übertreibt. Der Wind wird sich glaub ich bald drehen, dann werdet ihr Pseudointellektüllen viel Spaß haben.

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