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Burnout

Die Reihe von Selbstmorden bei France Télécom hat der Öffentlichkeit einmal mehr vor Augen geführt, dass der Arbeitsalltag zum Albtraum werden kann. „Thema“ (...)

Burnout

Themenabend - Dienstag, 17.11.09 ab 21.00 Uhr - 02/12/09

Burnout - Schuften bis zum Umfallen

Die Reihe von Selbstmorden bei France Télécom hat der Öffentlichkeit einmal mehr vor Augen geführt, dass der Arbeitsalltag zum Albtraum werden kann. „Thema“ untersucht das Burnout-Syndrom und zeigt, wie Arbeitnehmer mit zunehmendem Druck umgehen: Der Job als Drahtseilakt zwischen ständiger Leistungssteigerung und Versagensangst.

Seit Mitte der 90er Jahre hat sich die Arbeitswelt radikal verändert. Unternehmen zerfallen oder fusionieren, Jobs tauchen auf und verschwinden wieder, feste Arbeitsverhältnisse werden durch Projektverträge ersetzt, Unternehmen lagern immer mehr Aufgaben an kleine Firmen mit kurzfristigen Verträgen aus. Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, dem drohenden Abstieg, treibt die Menschen zu immer mehr Leistung an."Die Arbeitswelt, so der Göttinger Soziologe Professor Michael Schumann, kennzeichne sich durch eine wachsende Grausamkeit gegenüber dem Individuum." In den Unternehmen werde gewaltig gemobbt, verbogene Rückgrate seien von Vorteil, die Spielchen von Ausgrenzung und Zuneigung alltäglich und die Angst vor Burnout weit verbreitet.

Auch die rasanten Veränderungen in der Kommunikationstechnik zwingen dem Einzelnen einen immer größeren Druck auf. Für viele Arbeitnehmer ist es heute selbstverständlich, dass sie auch abends und am Wochenende erreichbar sind. Sie sind es gewöhnt, E-Mails rund um die Uhr über Web oder Blackberry abzurufen. Projekte koordinieren, Termine vereinbaren, Fragen beantworten, Entscheidungen treffen - all das kann heutzutage simultan geschehen. Unser Wirtschaftssystem lebt davon, dass wir Zeit gewinnen. Doch die zunehmende Arbeitsverdichtung führt zu Techno-Stress. Das permanente Multi-Tasking macht aggressiv, rastlos und unproduktiv. Anstatt runterzufahren, greifen immer mehr Arbeitnehmer zu Psychopharmaka, um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Manch einer gerät so unter Druck, dass er nur noch einen Ausweg sieht - Selbstmord. Eine gefährliche und schockierende Entwicklung.


Der Themenabend wird der Frage nachgehen, welche Auswirkungen die zunehmende Ökonomisierung der Arbeit auf den Einzelnen hat, welche Maßnahmen Menschen ergreifen, um dem wachsenden Druck gerecht zu werden, und welche Alternativen und Zukunftsperspektiven es gibt.



Der Neurobiologe Gerald Hüther

Doping für den Job

Freitag, 26.11. um 10.00 Uhr

Schnell, effektiv und flexibel - so soll er sein, der moderne Arbeitnehmer. Doch nicht jeder kann dem wachsenden Leistungsdruck standhalten.



Jeden Morgen freut sich Olaf B. auf seinen Arbeitstag.

Adieu Karriere - Glückliche Absteiger

Dienstag, 01.12. um 04.10 Uhr

Raus aus dem Hamsterrad - davon träumen viele Menschen. Doch wie schafft man den Ausstieg, ohne im gesellschaftlichen Abseits zu landen?



Erstellt: 16-10-09
Letzte Änderung: 02-12-09

Ihre Meinungen

4 Kommentar(e)

bornout | nadja

18.09.2011 - 17:54

Es gibt viele Möglichkeiten wie sich dies bemerkbar macht und was man tun kann. Ihr könnt mal mein Buch lesen auf Google " Ein Geschenk des Himmels" Das ist die Geschicht wie man langsam lernt sich helfen zu lassen, andere anzunehmen und lernt sich selbst raus zu nimmt wenn es zu viel wird. viel spaß

DENKER | R.SAlinas de Moura

11.12.2009 - 18:54

Jetzt beginnen wir endlich wahrzunehmen was auf uns zukommt,sollte sich an der gegenwärtigen Situation nichts ändern! Wir laufen Gefahr uns selbst zu vernichten ehe es von der Natur aus geschieht.Aber Ironie of all,wird es erst viele Opfer vordern ehe wir umdenken und gegensteuern.WARUM beginnen wir nicht jetzt,an der Lösung des Problems heranzugehen? Meinungen und Kommentare allein nutzen GARNICHTS.Was dringend notwendig ist sind AKTIONEN !!! Wer hat den Mut? Zu gewinnen ist der NOBELPREIS für COURAGE !

burnout | brainman

08.12.2009 - 19:05

Ein sehr guter Beitrag! Sehr gute Worte, die ich sofort bekräftigen kann und auch weiter geben werde; an mich und betroffene Mitmenschen. Würden nun viele um-denken, um-handeln, um-fühlen; wir würden eine menge bewegen. Schade, dass wir hier keine Kontaktmailadressen tauschen können. Maria Beyer

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