Die Kommentare und Fragen an Dr. Askan Hendrischke
Coco: Ich habe grade den Anfang der Sendung "Burnout - Schuften bis zum Umfallen" gesehen, der Fernseher läuft noch... Ich bin auch betroffen, allerdings nicht durch die Arbeit, sondern nach der Schulzeit. Ich denke es ist gar nicht bekannt wie schlimm es in so mancher Schule zugeht, bzw. wie grausam die Schüler sein können (Stichwort Mobbing)...
Marie: Wie kann ich meinem Freund helfen? Er kann nicht mehr abschalten, wenn er von der Arbeit zurückkehrt. Er redet nicht über seine Arbeit, aber er trinkt und bekommt Wutanfälle. Was kann ich tun? Ich habe das Gefühl, dass er gar nicht ansprechbar ist
Dr. Hendrischke @ Marie: eine schwierige Situation! Offenbar kann Ihr Partner sich seine Bedürftigkeit nicht eingestehen, sonst müsste er Ihre Unterstützung nicht abwehren. Gibt es Freunde, oder vielleicht auch Angehörige, die Sie einbeziehen können, die vielleicht mit ihm reden (und deren Sorge er ernst nimmt?) Oft schämen sich ja die Betroffenen und erleben sich als defizitär. Da sind Sie als enge Vertrauensperson natürlich gefragt, ihm diese Angst durch Ihr Verhalten zu nehmen.
Wolfgang: Als selbst betroffener freue ich mich, dass das Thema Burnout/Depression mehr öffentlich gemacht wird. Vielen Dank für Ihren Themenabend zu dieser Problematik.
Dr. Hendrischke @ Wolfgang: Burn out kommt natürlich in ganz vielen Berufsgruppen vor, neben den Gesundheitsberufen sind auch Manager, Lehrer, Politiker, aber auch Selbstständige, Familienangehörige (Pflegende), Studenten etc. betroffen!
kamöh: Man sollte mal die Auslöser der Burn outs zur Verantwortung ziehen. Das ist bis jetzt noch nirgendwo passiert.
Dr. Hendrischke @ kamöh: Kann man das denn immer? Es gibt Auslöser gegen die man sich kaum wehren kann. Wenn jemand alleinerziehund ist und 5 Kinder zu ernähren hat, steht derjenige nunmal unter einem enormen Druck und natürlich ist es ein riesiger Stress, sowohl auf der Arbeit als auch zu Hause immer voll und ganz funktionieren zu müssen und keine Schwächen zeigen zu dürfen.
kamöh: Wann reagiert endlich die Gesellschaft auf dieses Problem und wann wird erkannt das Burnout eigentlich von Systemen gemacht wird?
lamberty: ich stelle fest, dass immer mehr junge Menschen zusammenbrechen.
nasi: Herr Dr. Hendrischke, ich bin selber von einem Burn out betroffen und seit 2 Monaten krank geschrieben. Mir geht es unverändert. Im Januar gehe ich in eine psychosomatische Klinik. Wieviel Zeit werde ich voraussichtlich brauchen, um wieder gesund zu werden?
Dr. Hendrischke @ nasi: Gehen Sie davon aus, dass eine stationäre Behandlung in einer Klinik für Psychosomatik ca. 6-8 Wochen dauert, im Einzelfall ggf. auch etwas länger. Anschließend macht es Sinn, am Wohnort noch eine ambulante Behandlung zu machen. Man kann davon ausgehen, dass nach ca. 6-12 Monaten die alte Leistungsfähigkeit wieder da ist, allerdings werden Sie, wenn die Therapie erfolgreich verlaufen ist, Ihre Leistungsgrenzen eher merken und sich entsprechend darauf einstellen.
Thilo S.: Guten Abend, ich habe eine Frage an Dr. Hendrischke. Ich habe bis vor etwa drei Jahren für eine bekannte amerikanische Kaffeehauskette gearbeitet und bin in dieser Zeit stressbedingt an Burnout erkrankt. Nachdem ich etwa ein dreiviertel Jahr krankgeschrieben war wurde ich zur Kündigung genötigt. Seit dem sind die "groben" Symptome zwar verschwunden, aber ich leide immer noch unter starken Schlafstörungen, chronischer Melancholie und Motivationslosigkeit. Auch beruflich bin ich seit dem nicht wieder auf die Beine gekommen und bin seit dem auch arbeitslos, wodurch sich meine finanzielle Situation ebenfalls extrem verschlechtert hat. Welchen Rat könnten Sie mir geben, damit ich aus diesem Teufelskreis ausbrechen kann? Grüße aus der Nähe von München, Thilo.
Dr. Hendrischke @ Thilo: Klären Sie in einem diagnostischen Gespräch mit einem Facharzt für Psychiatrie oder für Psychosomatik, ob Ihre aktuelle Symptomatik nicht einer Depression zuzuordnen ist (es klingt sehr danach). Dies ist beim sog. Burn Out Syndrom sehr häufig der Fall und muss dementsprechend behandelt werden, je nach Schweregrad alleine mit Psychotherapie (leichte Depression) oder mit der Einnahme eines Antidepressivums, kombiniert mit Psychotherapie (mittelschwere oder schwere Depression).
Yan: Mein behandelnder Neurologe hat mir empfohlen, jeden Abend zum besseren Durchschlafen 2mg Melatonin (Circadin)zu nehmen. Kann dieser Wirkstoff nach heutiger Erkenntnis über mehrere Jahre genommen werden? Ich selbst leide an Burnout.
Dr. Hendrischke @ Yan: Circadin sollte nicht länger als 20 Tage am Stück eingenommen werden, dies zumindest ist die Empfehlung der Herstellerfirma, die das künstlich hergestellte Schlafhormon seit einiger Zeit vertreibt. Mir ist aber aus Gesprächen mit Kollegen bekannt, dass man durchaus eine längere Anwendung praktiziert (bis zu drei mal 20 Tagen), um die Speicher für das im Gehirn natürlich vorkommende Melatonin aufzufüllen.
conny 05: Auch familiäre Probleme, vor allem unterschiedliche Entwicklungen können echt krank machen, das war bei mir der Hauptauslöser.
Dr. Hendrischke @ conny 05: Das ist bekannt, die Familie kann eine ganz wichtige Ressource für uns sein, aber auch eine grosse Stressquelle, nicht nur bei psychischen Konflikten untereinander, sondern auch bei chronischer Krankheit, Pflege von Angehörigen, Behinderung etc.
klobe: Durch Einnahme von 10mg Citalopram werde ich immer mehr u. mehr müde, kann nur mehr schlafen. Gibt es bessere Medikamente?
Wolfgang@ Dr. Hendritschke...Trotz REHA-Maßnahme im letzten Jahr (6 Wochen) geht es mir zur Zeit wieder so schlecht ,dass ich seit gut 4 Wochen wieder krankgeschrieben bin,und antriebslos zuhause verweile...Versuche wieder über therapeutische Hilfe ins "normale" Leben zu kommen... Im Reha-Zeitraum wurde mir das Medikament Citalopram verabreicht, welches aber zu zittrigen, schwitzigen Händen, trockenem Mundraum und extremer Abnahme der Libido führte. Gibt es da andere Mittel?
Dr. Hendrischke: Citalopram ist ein Medikament, das zur Behandlung von Depressionen verordnet wird. Wenn Sie damit nicht zurecht kommen und die Nebenwirkungen zu unangenehm sind, wäre 1. zu überprüfen, ob Sie überhaupt ein Medikament aus dieser Gruppe brauchen, oder ob Ihnen nicht eine ambulante psychotherapeutische Behandlung besser bei der Stabilisierung Ihrer Situation helfen würde. Dies sollten Sie mit einem Facharzt für Psychotherapie oder einem anderen fachkundigen Arzt Ihres Vertrauens besprechen.
Lisa: Vielen Dank an ARTE für diesen Themenabend! Ich kann auch nur bestätigen, dass man es sich nicht eingestehen möchte, dass man nicht mehr leistungsfähig ist. Man will es aus Imagegründen oder möglicher negativer Leistungsbewertung nicht zugeben. Man weiß, dass man austauschbar ist (speziell mit der wachsenden Konkurrenz in Fernost). Ich konnte die Beschreibung der Krankenschwester sehr gut nachvollziehen. Man hat so viele Dinge zu erledigen, fühlt sich schlecht, wenn man nicht alles schafft. Selbst private Dinge, die eigenlich Spaß machen sollen, werden zum Termin und somit zum Stressor. Man will einfach nur noch seine Ruhe! Ich stehe am Rande des Burnouts und hoffe, dass ich die Kurve noch bekomme....
Dr. Hendrischke: Naja, es gibt schon einen Unterschied zwischen privatem Stress und beruflichen Stress. Privaten Stress kann man selbst eher steuern, weil man viel handlungsfähiger ist. Im Job bestimmen doch vor allem andere wo es lang geht. Und bei schlechten Vorgesetzten, die keine Managementkompetenzen haben, muss man es aushalten, wenn man keinen anderen Job findet, oder?
orange: Wichtig scheint mir, dass darauf hingewiesen wird, warum der Druck immer grösser wird bei gleichzeitiger Verschärfung der Arbeitsbedingungen: jahrelang immer wieder nur befristete Arbeitsverträge, keine oder wenige Aufstiegschancen, Bezahlung immer gleichbleibend, häufig sogar niedriger als noch vor einigen Jahren. Also auch auf dieser Ebene keine Anerkennung und Sicherheit. Und gleichzeitig eine komplette Individualisierung des Burn-outs. Wenn Kollegen dann verunfallen, wird das Ganze als "Unfall", nicht als Folge der völligen Ausblutung und Erschöpfung wahr genommen. Bei der permanenten Bedrohnung des Arbeitsplatzes, wer würde sich selbst dann rechtzeitig für längere Zeit krank schreiben lassen? Es wird Zeit, auch darauf aufmerksam zu machen, dass dies auch die Folgen politischer Entscheidungen (z.B. endlose Ketten befristeter Verträge mit immer neuen Begründungen) zu sprechen! Zumal die neue Regierung in Deutschland immer weiter den Wettbewerb schmackhaft machen will.
Max: Ich bin nach dem Bericht über den Herren in Jena relativ schockiert. Fühle mich wie vor einem Spiegel. Konkrete Fragen an Dr. Hendrischke: Aus welcher konkreten Fachrichtung sollte ich mir bei ähnlichen Symptomen Hilfe holen und ab welchem Zeitpunkt halten Sie es für sinnvoll, den Arbeitgeber einzuschalten?
Dr Hendrischke @ Max: Hilfe zu allererst beim Hausarzt holen! Das Thema ansprechen, und je nach Schweregrad eine rasche (Psycho-)therapie beim ambulanten Psychotherapeuten holen, oder einen Klinikaufenthalt in einer psychosomatischen Fachklinik anstreben. Der Arbeitgeber ist wichtig, es kommt auf Ihr (Vertrauens-)Verhältnis an, dass sie zum Chef haben. Davon hängt es vermutlich ab, ob Sie ihn eher früher oder später ansprechen, denn im Grunde müssen Sie das Problem lösen, nicht primär der Chef.
julia: Welche präventiven Massnahmen können Firmen einsetzen, um ihre Arbeiter vor dem Ausbrennen zu schützen?
Sie haben sicher recht, dass man nicht der Versuchung unterliegen sollte, das Problem zu individualisieren. Allerdings sind es sicher auch Anteile der eigenen Persönlichkeit, die neben den Arbeitsbedingungen die Entwicklung eines burn out - Syndroms begünstigen.
julia: Welche Art von Therapie eignet sich am besten, um Burn-Out zu behandeln? Ein Klinikaufenthalt oder alternative Therapiearten wie z.B. Aufenthalt auf einem Bauernhof oder Hypnose?
Dr. Hendrischke @ Julia: Eine stationäre Psychotherapie sollte Ihnen ermöglichen, sich intensiv mit Ihren ganz persönlichen Anteilen auseinanderzusetzen, die BEI IHNEN zur Ausbildung und Entwicklung der burn out - Symptomatik geführt haben. Die Behandlung ist also i.d.R. in erster Linie konflikt- aber auch ressourcenorientiert und focussiert auf Ihre Persönlichkeitsanteile, die das Entstehen Ihrer burn out Symptomatik begünstigt haben. Sie sollten daher bei der Wahl Ihrer Klinik darauf achten, dass diese Aspekte neben den erlebnisorientierten Angeboten einer Klinik nicht zu kurz kommen.
Als Arzt und Therapeut frage ich, ob ein kosten- und leistungsorientiertes Gesundheitssystem überhaupt im Stande ist, burnout Kranken zu helfen, da es selbst in Richtung burnout ausgerichtet ist. Thema 2: In den Beiträgen, die ich sehr gut finde, kommt mir ein wenig zu kurz, welchen Beitrag Erkrankte unbewußt selbst "leisten", indem sie durch Faktoren ihrer Persönlichkeit das grenzenlose und übergriffige Verhalten von Firmen unterstütze. Thema 3: Wieviel Ärzte sind durch die kommunikationsfeinlichen Strukturen im Gesundheitssystem erkrankt? Vielen Dank für den Themenabend.
Anonymous an alle betroffenen: ich habe mich, wenn auch im ersten moment von anderen, dazu "überreden" lassen zu kündigen. ich bin leider noch immer hin und her gerissen, ob das richtig war. die reportage scheint zu zeigen, dass es vielleicht wirklich gut so ist, wie es jetzt ist. seid mutig und kämpft dafür, wieder leben zu können...
Anonymous: Übrigens kommt in den Beiträgen durch, dass die "Schuld" am Burnout die Unternehmen bzw. die Chefs betrifft. Das mag insofern stimmen, als bestimmte Arbeitsstrukturen das Burnout sicherlich begünstigen. Doch in meiner Therapie musste ich erkennen: Es liegt in/an mir. Ich habe es zugelassen, ich habe nicht "Nein" gesagt. Ich denke, es ist zu einfach, die Schuld auf andere zu schieben. Oder?
Dr. Hendrischke @ Anonymous: Sie haben sicher recht, dass man nicht der Versuchung unterliegen sollte, das Problem zu individualisieren. Allerdings sind es sicher auch Anteile der eigenen Persönlichkeit, die neben den Arbeitsbedingungen die Entwicklung eines burn out - Sydroms begünstigen
Elmar: Wie erkennt man, dass man ein Burnout hat?
Anonymous: Gibt es einen Fragebogen, den Sie empfehlen würden?
Jb: Ich bin seit 31.07.09 wg. Burnout krank, war auch 7 Wochen in einer psychosomatischen Klinik. Nun will mich mein Arbeitgeber TELEKOM in die Dienstunfähigkeit schicken - nach 22 Jahren! Morgen untersucht mich der Amtsarzt und ich werde singen wie ein Vogel, was ich die letzten 7 Monate an Schikane, Mobbing von oben, Druck, Gängeleien, usw. mitmachte, wie ich monatelang jede Nacht wach lag und mein Tag nur mit Pharmazeutika bestehen konnte. Telekom ist mit Abstand der derzeit unmoralischste, unmenschlichste und unsozialste Arbeitgeber. Insbesondere Beamten werden zermürbt/ kaputt gemacht. Man will uns spürbar aus dem Unternehmen rausekeln und dafür sind fast alle Mittel recht...
Jochen: Der Themenabend ist sehr wichtig. Erstaunlich ist, dass er Bereiche wie die Medizin in der vor allem für andere in schwierigen Situationen "geleistet" werden soll ausspart. Besonders schwerwiegend ist dieses Problem, wenn man den Begriff " kosten- oder leistungsorientierte Spitals- oder Gesundheitfinanzierung " betrachtet. Als Arzt und Therapeut stelle ich fest, dass oftmals die Helfer selber krank sind und der Behandlung bedürfen. Die Verwendung von Medikamenten ist hier doppelt problematisch. Ich halte es für ein politisches Problem, die Orientierung im Gesundheitssystem zu ändern. Ein leistungsorientiertes Gesundheitssystem kann einem Burnoutkranken kaum mehr helfen, da es ja selbst nach burnout Kriterien ausgerichtet ist.
Wolfgang@Jochen: Ich kann nur zustimmen, dass auch manch behandelnder Arzt (wie z.B. während meiner Reha) eigentlich mit den Problemen der Leute etwas überfordert war (zeitweise gut 50 Patienten bei 6 Therapeuten). Zudem ging es dort auch nur um die Quote derer, die nach den 6-8 Wochen wieder als arbeitsfähig ins "normale" Berufsleben zurück geschickt wurden. Hatte sicherlich Kostengründe, da die gesetzl. Kassen dort auch als Geldgeber fungieren. Vielen Dank jedenfalls an Hr. Dr. Hendrischke für die Infos, und auch Dank an Hr.Gritschneder für den informativen Bericht.
Thilo
Neues Leben: Sich umzubringen ist einfach der letzte, logische Schluss für einen Burnout betroffenen. Ich habe daran gedacht, aber ich wollte auch leben. Für mich war der Schritt in die Klinik fast wie sterben, es bedeutete, ich konnte mir selbst nicht mehr helfen. Ich hatte mich zu diesem Zeitpunkt aufgegeben. Wären nicht liebende Menschen um mich gewesen und hätten mich fast gezwungen, in die Klinik zu gehen, dann würde ich heute wohl nicht mehr schreiben können...
Anonymous @ Dr. Hendrischke: Bin bereits seit 7 Wochen krank und meine Neurologin hat mir Citalopram 20 mg gegeben und gemeint, damit werde ich wieder gesund werden. Reicht das aus?
Sylvia: Mein Freund leidet jetzt schon fast ein ganzes Jahr unter Burnout und traut sich keinen Arzt / Klinik aufzusuchen, da er dort ganz ehrlich sein will und nichts verheimlichen. Doch er hat große Bedenken, dass er in einer bestimmten Schublade gesteckt wird da wir beide BDSM ausleben. Wie kann ich ihm helfen?
Dr. Hendrischke @ Sylvia: Das Eine hat vermutlich mit dem Anderen so gut wie nichts zu tun. Die Burn out- Symptomatik ist das Hauptproblem und braucht vermutlich als solches eine Behandlung. Ihre sexuelle Orientierung steht auf einem anderen Blatt und sollte nicht zu einem Problem erklärt werden, solange Sie beide in Ihrer gemeinsamen Partnerschaft zufrieden sind.
Anonymous: Wie finde ich heraus, ob die zugewiesene Kurklinik gut ist. Gibt es hier Erfahrungsberichte? Ich habe Angst, dass ich hier nicht weiter komme...
julia: Hallo an Alle! Ich habe hier so manches an Literatur zum B-O-Syndrom: mir gefällt das Buch von Eckhart H. Müller-Timmermann "Ausgebrannt - Wege aus der Burnout-Krise" ganz gut. Das hat eine gute Tabelle integriert, wie sehr man gefährdet ist. Burnout ist glaube ich auch immer als Chance zu sehen, das eigene Leben, in eine bessere Richtung zu lenken. Nur schade, dass unsere Gesellschaft es nicht zulässt, andersweitig als durch eine Krankheit wieder Sorge zu sich selbst tragen zu beginnen.
Dr. Hendrischke an Julia: Sicherlich sind alle von Ihnen angesprochenen Institutionen hier gefordert. Ich persönlich meine, die Lösung müßte am konkreten Arbeitsplatz bzw. Betrieb ansetzen. Hierzu gibt es auch bereits erfolgsversprechende Anfänge. Viele Betriebe haben erkannt, daß nur gesunde u. zufriedene Arbeitnehmer gute Leistungen bringen und bemühen sich daher, entsprechende Arbeitsbedingungen zu schaffen.
Wolfgang @anonymous: Ich habe 25mg Citalopram bekommen, und muss sagen, dass die nach ca.2-3 Wochen gewirkt haben,aber bei mir Nebenwirkunen entwickelt haben,die ich nicht hinnehmen wollte,und daher das Medikament abgesetzt habe. In Absprache mit dem Arzt natürlich!!
Ingrid @Wolfgang: Ich nehme sie erst seit 4 Tagen. Bis jetzt fühle ich nur eine innere Unruhe...
sam@Wolfgang Darf ich fragen, welche Nebenwirkungen sich bei Ihnen eingestellt haben?
Wolfgang@Ingrid und sam: Die Nebenwirkungen waren die innere Unruhe,weil die Pillen einen ja etwas "antreiben" sollen.Die machen schon etwas "vitaler" und man ist nicht mehr so antriebslos und kommt mehr in die Gänge.Allerdings hatte ich ganz extrem zittrige und schwitzige Hände,trockenen Mund und,so wie es beschrieben war litt auch die Libido ganz schön unter Citalopram...Ist sicherlich abhängig von der Dosierung aber scheinbar sind das normale Nebenwirkungen davon
Anonymous an sam: leider habe ich dazu keine Erkenntnisse. Möglicherweise verfügen die Studentenvertretungen oder Seelsorger an den Unis über nähere Informationen. Vielen Dank für Ihre positive Reaktion!
Jana: Dr Hendrischke, wie findet man die richtigen Therapeuten, die richtige Klinik?
Dr. Hendrischke @ Jana: das ist eine schwierige Frage, es bleibt Ihnen, wie so oft in menschlichen Beziehungen, nichts anderes übrig, als auch auf diesem Feld eine für Sie passende und angemessene Auswahl zu treffen. Mit anderen Worten: Sie müssen ausprobieren, mit welchem Therapeuten Sie "gut können", ggf. sollten Sie dazu versch. Therapeuten konsultieren, und sich die Behandlungskonzepte erläutern lassen, die Kassen zahlen das. Es ist lohnenswert, sich auf diesen Weg zu machen, denn schließlich sprechen Sie mit Ihrem Therapeuten über sehr persönliche Dinge, und dies ca. 1 Jahr lang, einmal die Woche, 1 Stunde. Das lohnt den Aufwand der Suche!
sam: Guten Abend Herr Gritschneder, ich verfolge das Thema mit großem Interesse und danke Ihnen für Ihre Bereitschaft in diesem Forum Antwort zu geben. Doch gleich zu meiner Frage: Gibt es Studien, die nachweisen, wieviel Prozent der Studenten zu Neuroenhancern oder Mitteln ähnlicher Zielsetzung greifen (international oder national)?
Anonymous: Für viele Leute ist es nicht nur Burnout, sondern Psychose. Aber das will kaum einer zugeben. Depressionen sind schon gesellschaftlich ganz gut anerkannt, Psychose nicht, da sind wir noch in der Steinzeit.
Benno: Hallo zusammen, ich 47 Jahre alt, nun 20 Jahre selbständig geschäftsführender Gesellschafter eines sehr erfolgreichen Unternehmen habe vor 2 Jahren mein Burnout mit heftigsten Panikattacken bekommen. Ich lag wochenlang im Krankenhaus und war über ein Jahr beim Psychologen. Ich habe Citalopram genommen und nach meiner ersten Suizid "Vorstellung" sofort wieder abgesetzt. In den Griff habe ich alles bekommen indem ich mit meinem Psychologen gemeinsam einen Plan ausgearbeitet habe mir eine Auszeit genommen habe und mir einen Hund zugelegt habe der mich zwingt "Auszeiten" Gassi zu nehmen. Heute gehts mir gut und ich hoffe das es so bleibt. Viele Grüße Benno
Dr. Hendrischke @ Anonymous: Respekt! Ein steiniger Weg, aber Sie haben es geschafft, alles Gute Weiterhin!
Margarete: Mein Mann arbeitet jeden Abend nach der Arbeit, ist oft mürrisch, und trinkt viel zuviel Alkohol. Er geht kaum noch aus, am liebsten verkricht er sich. Leider ist er oft sehr aggressiv. Er hat sehr viel Stress im Job.... Alles was schon angesprochen wurde. Ich kann aber nicht mit ihm reden, er blockt ab. Was raten sie Angehörigen? Was kan ich tun?
Anonymous@ magarete: ich war oft auch sehr aggressiv... schlimm. ich wurde immer und immer wieder von meiner familie "belabert". grundsätzlich denke ich aber, dass man es selbst einsieht. bei mir kam der zeitpunkt, dass ich in einer mittagspause dacht ich kriege einen herzinfakt!
Lisa: Ich stimme den beiden anonymen Kommentaren zu, dass viel in der eigenen Verantwortung liegt und man nicht alles auf den Chef, die Firma, das System schieben kann. Aber ich denke, dass oftmals alles zusammen kommt. Die persönliche Veranlagung nicht "nein" sagen zu können, ein "blöder" Chef, etc. Trotzdem darf man sich aber nicht noch zusätzlich Schuldgefühle einreden.
Tolja: Ja, das würde mich auch mal interessiren, wie erkennt man, dass man ein Burnout hat?
Dr. Hendrischke: Nehmen Sie Ihre Beschwerden/Probleme ernst und holen Sie sich Hilfe, es macht keinen Sinn, auf eine Entlastung von außen zu warten! Die Welt (der Arbeit) dreht sich weiter, der einzige, der ezwas ändern kann, sind SIE!
Anonymous: ich werde in eine klinik in löhne gehen. kennen sie diese? woher weiß ich, ob diese wirklich gute therapie bietet?
Dr. Hendrischke: Die Klinik in Löhne ist mir leider nicht bekannt.
artandsoul: ich bin abhängig von tavor und zopiclon und die wirkung lässt immer mehr nach und ich brauche mehr davon. ich versuche nun mit seroquel als ersatz einen entzug zu machen, was muss ich beachten?
artandsoul: ich nehme seit etwa 10 jahren benzodiazepine, nun wirken diese nicht mehr, bzw man muss die dosis erhöhen. ich soll nun einen entzug machen. wie soll ich den negativen druck überleben, dem ich dann ausgeliefert bin. es ist ein sehr starkes lähmendes negatives gefühl. ich bin bipolar diagnostiziert, doch die letzten drei jahre werden die depressionen immer massiver. antidepressiva haben bisher nicht angeschlagen. wie kann man mir helfen, ich habe angst in die klinik zu gehen und unerträglichen qualen ausgesetzt zu sein. ärzte haben wenig mitleid, z.b. bei nebenwirkungen, naja ich war schon zu oft in der psychiatrie...
Dr. Hendrischke an artandsoul: Ich denke, Sie kommen um einen Klinikaufenthalt nicht herum! Wenden Sie sich an einen niedergelassenen Facharzt für Psychiatrie, der Ihnen helfen kann, eine für Sie speziell geeignete Klinik zu finden!
Jutta: Ich bin seit 2 Jahren in psychotherapeutischer Behandlung. Ich war auch schon in mehreren Kliniken mit dem Resultat, dass ich mich jetzt im totalen sozialen Abstieg befinde und gar nichts mehr geht. Davor war ich ein relativ normaler Mensch. Ich nehme Lamotrigin in Kombination mit Angsttabletten. Ich fühle mich von meinen Ärzten auch nicht ernst genommen, nur am Beginn der Behandlung. Ich stand ganz oben und bin jetzt ganz unten. wie kann ich diesen teufelskreis entrinnen?
Beate: Dr. Hendrischke: Ich hatte diesen Sommer ein "leichten" Anfall von Burn out/Depression. Meine Hausärztin hatt sich wirklich Zeit genommen. Ihr Resume: Sie funktionieren noch, aber sie müssen etwas ändern. Ich habe keine Medikamente bekommen (klasse), aber weitere psychologische Hilfe auch nicht. Es nehmen auch nur wenige Leute mein Problem ernst. Wie kann ich Hilfe bekommen bevor es schlimmer wird?
Dr. Hendrischke an Beate: Prüfen Sie, womit Sie sich überfordert fühlen, ob Sie ihre Anforderungen angemessen bewerten oder Ihre Leistungsgrenzen wiederholt überschreiten, ob Sie Dinge abschließen können, oder ständig (mental) davon belastet werden. Wenn Sie obendrein noch eine ausgeprägte Tendenz zu Selbstzweifeln und Schuldgefühlen haben, nicht genügend geleistet zu haben, zunehmend auf erholsame Freizeitaktivitäten (ohne Leistungsanspruch) verzichten, wenn bei Ihnen mehr Anstrengung nicht (mehr) zu mehr Leistung führt, dann wird es dringend Zeit, zu handeln. Ob eine ambulante Psychotherapie indiziert ist, oder nur ein guter, erholsamer Urlaub das Richtige ist, hängt vom Ausmaß Ihrer Beschwerden ab. In jedem Fall sollten Sie etwas tun, zuwarten bringt nix und verschlimmert, d.h. chronifiziert die Problematik nur.
Anonymous: Eine Frage an Dr. Hendrischke: Machen Antidepressiva wirklich süchtig?
Dr. Hendrischke an Anonymous: Nein, Antidepressiva machen nicht süchtig! In der Regel empfiehlt sich je nach Schweregrad eine Behandlung von mind. 6-9 Monaten, das Absetzten sollte schrittweise über mehrere Wochen erfolgen, um dem Körper die Anpassung an die Umstellung zu ermöglichen. In dieser Phase kann es sein, dass sich das Erleben ändert, emotionale Belastungen u. U. intensiver wahrgenommen werden, etc.
Pechmarie: ich bin 40 jahre alt und narkolepsie patientin. durch zwei große wirbelsäulen op´s die erfolgreich waren, bin ich seit 1 jahr in einer schmerztherapie und bekomme morphin derivate und fentanyl pflaster, ständig weiter runter dosiert. allerdings habe ich zwischenzeitlich wegen krankenhausaufenthalt, rea und anschließendem leistungsverlust im job (vertrieb/edv) durch softes mobbing und dann betriebsbedingter kündigung alles verloren was mir wichtig war. ich wohne in starnberg und würde mich gerne an eine klinik oder einen therapeuten mit krankenkassenzulassung wenden, ABER ich bin dermassen lustlos, schlafe fast nur noch und mein zeitmanagement ist total im keller. habe mich mit meinem vermieter auch zertritten wegen schimmel und anderer mängel und habe ab ende des monats theoretisch keine wohnung mehr. der soziale abstieg hat mich in seinen fängen und trotz vigil und ritalin komme ich nicht mehr in aktion und glaube mich schon in einer depression zu verlieren. was tun ? mein doc ist mein vertrauter ansprechpartner, aber er hat nicht die zeit und die ausbildung psycho therapien durchzuführen. ich bin toal verzweifelt und fühle mich verlassen und allein. da wünsche ich mir das frühere leben, von messe zu messe im hamsterrad wieder zurück! ich packs alleine nicht mehr.
Dr. Hendrischke @ Pechmarie: Das klingt sehr nach einer dringend notwendigen Klinikbehandlung! Sehen Sie mal unter http://www.medfuehrer.de/445,5,0,de,0,71,0/Arzt-und-Kliniksuche/Psychiatrie-Psychologie.html im Internet nach, dort finden Sie ein Verzeichnis aller psychosomatischen Kliniken, die für Sie in frage kommen.
Anonymous: Ich frage mich ob die Diskussion mit den Pillen nicht müßig ist. Bei schweren Depressionen sicherlich angebracht aber die Nebenwirkungen sind ja doch gewaltig. Ist es nicht besser sich gemeinsam mit einem Psychologen aus dem Sumpf zu ziehen das Leben zu ändern? Die kaputte Seele kann m.E. nicht mit Pillen beim Burnout repariert werden.
Dr. Hendrischke @ anoymous: unbedingte Zustimmung! Antidepressiva alleine lösen das Problem nicht, sie tragen ohne begleitende Psychotherapie eher zu einer Chronifizierung des Problems bei, da die Anteile meiner Persönlichkeit, die das Entstehen oder Auftreten der Symptomatik begünstigt oder bedingt haben, nicht geklärt und bearbeitet werden. Nur wenn ich weiß, was ich (unbewußt) dazu beigetragen habe, dass sich die burn out – Symptomatik bei mir ausgebreitet und verfestigt hat, kann ich mich in Zukunft besser schützen, kann ich lernen, NEIN zu sagen und andere Dinge in meinem Leben zu verändern.
Clemi: Dr. Hendrischke, ich leide schon lange an schweren Erschöpfungsdepressionen gehe auch 1x die Woche in die Psychotherapie aber ich habe keine Kraft mehr können Sie mir eine gute Burn out Klinik empfehlen.
Dr. Hendrischke @ Clemi: Es gibt nicht die burn out – Klinik in Deutschland. Sie sollten sich an Ihren Hausarzt wenden, damit der je nach Schweregrad Ihrer Belastung mit Ihnen einen Befund erhebt und diesen zum Ausgangspunkt einer Antragstellung bei der Deutschen Rentenversicherung DRV macht, um eine Reha-Massnahme für Sie zu beantragen. Es gibt überall in Deutschland psychosomatische fach- und Reha-Kliniken, die diese Symptomatik gut behandeln können. (Kostenträger dieser Massnahme ist die DRV) Eine Liste psychosomatischer Fach- und Reha-Kliniken findet sich unter http://www.medfuehrer.de/445,5,0,de,0,71,0/Arzt-und-Kliniksuche/Psychiatrie-Psychologie.html
Sollte jedoch eine rasche stationäre, oder teilstationäre Behandlung nötig sein, können Sie sich auch an die vielen Abteilungen und Kliniken für Akutpsychosomatik wenden, die es inzwischen an vielen größeren deutschen Krankenhäusern gibt (Kostenträger dieser Behandlung im Krankenhaus ist dann Ihre Krankenkasse). Besonders in Baden Württ. wurden in den letzten Jahren sehr gute, wohnortnahe Versorgungsmöglichkeit für psychosomatische Erkrankungen geschaffen. Die einzelnen Kliniken finden Sie unter http://wwwsip.medizin.uni-ulm.de/pg/portal.html
Julia @ die Betroffenen: Wie geht ihr mit der Frage der Schuld um? - Seht ihr die Erkrankung als Selbst- oder Fremdverschuldung? gibt es jemanden, der seine/ihre Erkrankung als Folge der Krise wahrnimmt? Und 2) Was denkt, ihr, sollte seitens der Gesellschaft gemacht werden, um solche Selbstaufopferungen am Arbeitsaltar zu vermeiden?
Dr. Hendrischke @ Marie: Wie bei allen Hintergrundthemen trifft man bei intensiver Auswertung der einschlägigen Berichterstattung in den Medien u. der Fachliteratur entweder direkt auf Betroffene oder kann zumindest über die Autoren entsprechende Kontakte herstellen.
Dr. Hendrischke: Ich denke, dass man einem Burnout nur dann entrinnen kann, wenn man sich nicht mehr abhängig von gewissen Menschen und Statussymbolen macht. Pfeifen Sie auf Ihr Umfeld und die Meinung von Leuten, die Ihnen nicht guttun und beginnen Sie, zu leben, denn Sie haben nur dieses eine Leben! Kündigen Sie, wenn Sie es an Ihrem Arbeitsplatz nicht mehr aushalten! So verrückt es sich lesen mag. Das ist der einzige Ausweg meiner Meinung nach.
Dr. Hendrischke @ anonymous: Zustimmung! Nehmen Sie Ihre Beschwerden/Probleme ernst und holen Sie sich Hilfe, es macht keinen Sinn, auf eine Entlastung von außen zu warten! Die Welt (der Arbeit) dreht sich weiter, der einzige, der etwas ändern kann, sind SIE!
Thomas: Dr. Hendrischke, mit welchen konkreten Merkmalen kann man sich beim Burnout an eine phychotherapeutische Beratung wenden? Ich bin im Studium, und erlebe immer wieder große Schwankungen in meiner Gefühlszustand, abhängig wie gut ich mit dem Studium zurecht komme. Als zweites: Ich habe meinen Bachelor in einer Bremer Privatuni absolviert, wo durch unablässigen Leistungsdruck bei sehr vielen (jungen) Studenten Burnouts auftreten, jedoch kaum oder erst im Nachhinein als solche erkannt werden (wie auch bei mir). Dies empfinde ich - trotz kleinem psycholog. Beratungsteam an der Uni - als großen Misstand. Gibt es da keine Verantwortung der Universitätsleitung gegenüber den Studenten (besonders da es sich hier um eine Campusuniversität handelte)?
Dr. Hendrischke@ Thomas: Wenn Sie sich trotz ausreichender Pausen körperlich und psychisch nicht mehr so gut wie früher regenerieren können, unter anhaltenden Einschlaf- und Durchschlafstörungen leiden, oft ohne Grund angespannt, gehetzt oder auch traurig, missmutig verstimmt sind, wenn Sie sich nicht mehr an kulturellen oder anderen Dingen freuen können, die Ihnen früher lieb waren, dann sollten Sie neben einer depressiven Verstimmung auch an eine Burn out – Symptomatik denken, es gibt da viele Überlappungen. Worum es sich bei Ihnen im engeren Sinne handelt, sollten Sie in einem Gespräch mit einem Facharzt für Psychosomatik oder für Psychiatrie herausfinden, z.B. in der Klinik-Ambulanz am Krhs. Bremen-Ost.
anonymous: Kündigung ist der einzige Startschuss, der den Kopf frei macht. Es braucht verdammt viel Mut, aber es geht!
klobe: ist es möglich ein burn out im alter von über 50 zu erkranken durch kindesmisshandlung im alter von 12-14 jahren?
Dr. Hendrischke @ klobe: ja, Sie sollten sich um eine traumazentrierte Psychotherapie bemühen! Eine Therapeutenliste finden Sie auf der homepage von EMDRIA oder der DeGPT im Internet.
Anonymous: Woher weiß ich ob meine zugewiesene Kurklinik gut ist?
Nele29 @ Dr.med Askan Hendrischke: Hallo, ich habe soziale Arbeit studiert und arbeite jetzt seit knapp 2 Jahren mit im ambulant betreuten wohnen mit psychisch Kranken. Der Stess ist heftig, aber ich bekomme gesagt, dass ich meine Arbeit sehr gut mache. Leider habe ich inzwischen selbst psychische Probleme mit psychosomatischen Symptomen (hefitger Schwindel, medizinisch abgeklärt, o.b., Nervösität, schitzen, Ängste) und Depressionen. Fühle mich oft sehr ausgebrannt. Können Sie mir Tips geben, wie ich damit umgehen kann? Ich nehme schon ein Johanniskrautextrakt (absprache hausarzt) und kürze meinen stundenumfang ab Dezember/Januar. Allerdings denke ich über eine ambulante Therapieform nach, damit es nicht chronisch / schlimmer wird... ich weiß jedoch nicht, was zu mir passt. das problem ist einfach, dass ich mich selbst sehr gut auskenne und anderen helfen kann, mir selbst aber schlecht...
Dr. Hendrischke an Nele: Gut, dass Sie so sensibel sind für die Veränderungen, die mit Ihnen passieren, das ist die beste Burn-Out-Prophylaxe: sich rechtzeitig Hilfe holen!!
Anonymous @ Dr. Hendrischke: Leider bekomme ich weder einen Therapieplatz vor Ende Januar, noch Hilfe von meinen Ärzten. Beim Besuch letzte Woche bekam ich das Medikament und einen neuen Termin in 4 Wochen... Was kann ich selbst tun, damit ich wieder ein "normales" Leben bekomme?
Katja An Julia. Ich denke nicht, dass nur die Anderen Schuld sind. Es fängt mit der eigenen Werteinschätzung an, geht weiter mit dem Motto es immer allen recht machen wollen, nicht NEIN sagen können und und und. Menschen mit diesen Charakterzügen, dem Helfersyndrom sind bestimmt viel anfälliger!
Anonymous@ alle: mir haben schüssler salze (5,7,11) geholfen. es war nach der kündigung, das einzige, was ich am tag an regelmäßigkeit hatte!
Patella: Mich würde noch interessieren, wie weit die Ärzteschaft, v.a. Hausärzte auf diese Flut vorbereitet sind? Ich litt vor über 5 Jahren an Burnout mit heftigen PAnikattacken - dmals kannte das kein Arzt bei mir, auf einen Therapieplatz sollte ich 2 Jahre warten...
Dr. Hendrischke @ Patella: Ich denke, die Sensibilität der (haus-) ärztlichen Kollegen hat für diese Problematik deutlich zugenommen. In der ärztlichen Fachpresse ist das Thema in der jüngeren Vergangenheit breit diskutiert worden, da wir als Mediziner zu einer besonders gefährdeten Personengruppe gehören und der Stress permanent zunimmt. Also, sprechen Sie Ihren HA durchaus darauf an, wenn es für Sie hilfreich ist!
Susanne: Ich bin momentan Schülerin der 13. Klasse und leide seit etwa drei Jahren an saisonalen Angstzuständen (Versagensangst, selbstverursachter Leistungsdruck, etc.), die mit Leistungsabfall verbunden sind, der sich wiederum auf Klausuren und Leistungsnachweise sowie die ständig geforderte Konzentrations- und Strukturierfähigkeit im Unterricht auswirkt.
Dr. Hendrischke @ Susanne: Überprüfen Sie, was Sie so an Ihre psychische oder körperliche Belastungsgrenze gebracht hat. Haben Sie genügend Pausen gemacht, Zeiten für inneren Genuss (und Müßiggang?)gehabt? Stehen Leistungs- und Genussbereitschaft bei Ihnen in einem ausgewogenen Verhältnis? Führen Sie anregende Gespräche mit anderen und bemühen Sie sich um Kreativität, Kunst, Musik etc.? Alles Dinge, die Ihnen helfen können, einem persönlichen Desaster wie Burn Out entgegen zu wirken. Wenn Sie dies alles trotz besseren Wissens nicht umsetzen können, da Sie innere oder äußere Prozesse daran hindern, sollten Sie sich um einen ambulanten Psychotherapieplatz bemühen.
anonym: Mittlerweile erlebe ich sogar Augenblicke, die einer Art Depression gleichen und mir sämtlichen Ansporn nehmen - selbst für Lieblingsfächer und die Suche nach meiner Zukunft (Weg nach der Schule). Hierdurch entsteht Verzweiflung und absolute Hilflosigkeit - und ich weiß nicht weiter... Was kann man tun? An welche Experten soll ich mich wenden? Was kann ich für mich selbst tun, um mich wieder richtig entspannen zu können ohne dabei Schuldgefühle zu erleben?
emil26: Sehr geehrter Herr Dr. Hendrischke, in der Reportage wurde hauptsächlich auf die gesellschaftlichen Missstände, die viele in den Burnout treiben, eingegangen. Aber was kann man tun, wenn man schon betroffen ist? Ich habe mich als Betroffener schon seit über einem Jahr komplett aus dem "Hamsterrad" ausgeklinkt und bin seither auch in Therapie. Das war auch durchaus hilfreich, allerdings sehe ich immer noch nicht, wie ich jemals wieder weiter machen kann. Ich kann mich doch nicht ewig "herausnehmen", irgendwie muss es ja auch wieder hinein gehen in die Welt und in den Beruf, schließlich bin ich erst 26 Jahre alt. Was kann ich, ausgebrannt, ziellos, demotiviert und depressiv wie ich bin, noch tun in dieser Welt, um 1. Meinen Lebensunterhalt zu verdienen und um 2. wieder herauszukommen aus meinem Loch und letztendlich vielleicht doch noch ein paar meiner Lebensziele zu erreichen? Alle Möglichkeiten scheinen mir entweder aus finanziellen Gründen oder aufgrund meiner momentanen Verfassung sowie aufgrund meines durch die Krankheit verpfuschten Lebenslaufs verwehrt zu sein. Das ist für mich von Anfang an die Kernfrage gewesen, um die es für mich geht und darauf hatte bisher noch keine Psychotherapie und kein Medikament eine Antwort, so hilfreich sie auch sonst gewesen sind. Aber wo muss ich suchen? Wo könnte ich eine Antwort finden? Ich würde mich sehr freuen, ihre Meinung zu hören.
klobe: ob eine klinik gut ist, findet man heraus indem man kontaktgespraeche fuehrt oder diese besucht und eine fuehrung durchfuehrt; mit dem personal spricht!
Anonymous@ klobe: wann soll man das denn schaffen? so nebenher...? gibts da nichts im www?
Anonymous an Martin: Vielen Dank für Ihre positive Rückmeldung! In der Tat beschreiben Sie damit genau den augenblicklichen Zustand in unserer Gesellschaft, der sich nach meiner Einschätzung auch - zumindest mittelfristig - nicht ändern wird.
Anonymous@ an alle betroffenen: mein buch tipp sind die bücher von dagmar ruhwandl. ich habe erst mal nur geweint, weil ich begreifen musste, dass ich ein ernstes problem habe. ferngesteuert bin ich es angegangen, ich merke langsam, dass es der richtige weg ist.
julia @ Katja: Danke für die Antwort. Es wird in der Literatur tatsächlich angegeben, welche Typen von Menschen besonders betroffen sind: Dienstleister und soziale Berufe - darunter viele Lehrer. Der Mensch scheint Anerkennungs-gesteuert zu sein. Wie im Bericht gezeigt wurde, sind es allerdings häufig die vorgegebenen Strukturen, um deren Nachahmung dann wettgeeifert wird. Jemand erzählt zum Beispiel, dass es an seinem ehemaligen Arbeitsplatz ganz normal war, so viel zu arbeiten. Und da darf vom Einzelnen wohl nicht erwartet werden, dass sie sich sofort selber zu helfen wissen - auf ein Problem, das totgeschwiegen wird.
anonym@: Warum schwierig, wenns auch einfach geht? Wir sind die Gesellschaft, die sich ändern
Anonymous: ab wann können derartige depressionen eigentlich auftreten? also die frage bezieht sich auf meine persönliche situation, ich leide seit meiner kindheit an typischen symptomen einer psychose, zeitweilig an symptomen des burnout-syndroms. es besteht bei mir jedoch eine angst, man würde mich nicht ernst nehmen bzw. habe ich mich mit derartigen auswirkungen versucht zu arrangieren bzw. sie hingenommen, habe jedoch herbe rückschläge und schwierigkeiten bezüglich meiner schulischen laufbahn und familiären situation. außerdem besteht bei mir in depressiven phasen ein gesteigerter drang zur künstlerischen betätigung. in meinem verhalten stellt sich eine absichtliche verschlechterung meiner soz./gesellschaftl. situation dar, um depressive phasen auszulösen und somit einen kreativen prozess einzuleiten. mir erscheint es fast als müsste ich mich zwischen einer krankheit und der kunst entscheiden...
anonym: Wir befinden uns an der steilen Schwelle eines evolutionären Prozesses. Weder einzelne Unternehmer noch die Arbeitnehmer werden diesen Prozess aufhalten. Warum fragt eigentlich keiner, warum die Gesellschaft, Politik, Weltwirtschaft auch nur einen Gedanken daran verschwendet, die Menschen zu befähigen mit diesen Bedingen zu leben oder sie sogar zu gestalten?
Katja: An Herrn Dr. Hendrischke. Erstmal DANKE, für die Möglichkeit hier mit Ihnen zu chaten! Auch ich hatte vor 2 Jahren einen Zusammenbruch. Schmerzen am ganzen Körper, 2 Hörstürze, Krankenhausaufenthalt weil ich dachte, ich bekomme einen Herzinfakt-starke Schmerzen im Brustkorb etc., Panikattacken usw..Ich war 1 Jahr krank geschrieben und habe eine ambulante Therapie gemacht. Das hat mir sehr geholfen! Mir ging es wieder richtig gut. Dann war die Therapie zu Ende und ich merke jetzt, dass viele Symptome da sind. Ich habe wahnsinnige Angst davor. Beruflich möchte ich mich gerne verändern- ich merke, dass ich nicht das Leben lebe, sondern nur funktioniere, gehemmt und eingesperrt bin aus Angst zu versagen. Ich erwische mich dabei, dass ich mich selber zu sehr unter Druck setze, sehr hohe Ansprüche an mich habe und mir auf der anderen Seite NICHTS mehr zutraue. Ich denke immer, ich bin stark und schaffe das schon- aber momentan merke ich das fast gar nichts mehr geht. Was soll ich tun? Ich habe das Gefühl seit 2 Jahren einfach gescheitert zu sein und es bisher nicht geschafft habe, etwas zu ändern. Mir fehlt die Kraft. Es ist immer wieder dasselbe...mal ist die geistige Ebene super, aber der Körper macht Probleme und umgekehrt. Was kann man dagegen unternehmen? Ich wünsche ALLEN hier viel Kraft!!!
Löwin: ich hatte heute ein erstes Gespräch bei einem Psychotherapeuten, da ich mit meiner Arbeit nicht mehr fertig wurde (sie liegt mir außerdem nicht) und mir es daher in letzter Zeit immer schlechter ging. Aber wie hilft denn eigentlich so eine ambulante Psychotherapie? Was macht der Therapeut mit mir? Und wie wirkt das?
Dr. Hendrischke an Löwin: Das kann ich Ihnen alles gar nicht vorab im Einzelnen sagen, lassen Sie sich doch einfach mal darauf ein, was in den Sitzungen Ihrer eben begonnenen Psychotherapie so alles passieren wird.
Designhelfer: ich bin froh, dass es dieses jahr viel kurzarbeit gab, das hat mich vor einem erneuten burnout gerettet, denn ich habe im gegensatz zu anderen in unserem betrieb wirklich kurzarbeit gemacht und mir durch die wenigere arbeit auch private perspektiven langsam erarbeitet
Neues Leben @Lamberty: Ich war 27 als es passierte. Bis dahin Studium und Karriere wie im Bilderbuch. Unbesiegbar. Leider doch nicht. Mein Therapeut sagt, die Jugend sein ein Vorteil - denn so hat man nachher länger die Chance, sein Leben umzustellen und alles richtig zu machen. Na mal sehen...
Anonymous@ lamberty: welche zahlen kennst du hier? ich selbst bin 27...
soulguide @ alle Burnout-Betroffenen: Lernt auf eure innere Stimme, eure Seele zu hören. Dazu braucht es viel Vertrauen in sich selbst und viel Ruhe und Naturverbundenheit (Abgeschiedenheit vom alltäglichen Rummel). Nutzt die Krankheit als Chance alles zum Guten zu verändern! Viel Kraft und Mut. Menschlichkeit!
klobe @ dr.hendrischke - wer längere zeit (über jahre) depressive phasen erlebt kann er diese noch mit hilfe von therapeuten bekaempfen
Anonymous@dr. hendrischke: im Frühjahr habe ich die Notbremse gezogen und bin seitdem krank geschrieben. Seit etwa vier Monaten verhandle ich mit der BfA wegen einer Reha-Maßnahme, die nun glücklicherweise genehmigt wurde. Bei der Recherche einer adäquaten Klinik habe ich festgestellt, dass viele Kliniken Burnout-Behandlung anbieten (es scheint schon fast ein Modewort zu sein), die Behandlungsmethoden scheinen mir aber etwas zweifelhaft. Oft werden "nur" reine Gruppensitzungen abgeboten. Das erscheint mir, als würden sich zwei Ertrinkende aneinander klammern. Mir ist es wichtig neue Methoden kennenzulernen, damit ich nicht mehr in alte Verhaltensweisen zurückkehre und früher erkenne, wann es genug ist oder wann meine inneren Treiber mich wieder zu mehr und mehr Leistung antreiben wollen. Oft ist es ja auch das Hinterherrennen nach einer Wertschätzung von außen, die ja besser von innen kommen soll, damit man nicht so empfänglich ist für Manipulationen. Wie kann ich diese Verhaltensänderung erreichen. Ich denke, eine Reha kann hier nur den ersten Impuls setzen. Wie sehen Sie das?
Uwe: Als mehrfach qualifizierter 47jähriger möglicher MA bin ich auf Stellensuche und habe in mehreren Online-Tests festgestellt Burnoutbetroffen zu sein. Die Weltwirtschaftssituation und die Ansicht über mein Alter in deutschen Personalbüros setzt mich zusätzlich extrem unter Druck. Nun brauche ich dringend ärztliche Hilfe. Fachmediziner in meiner Gegend haben jedoch mind. 6 Monate Wartezeit. Gibt es allternative ambulante Hilfe zu unseren scheinbar zu hoch belasteten Fachmedizinern?
zzzzzzzzzzzzz@ Dr. Hendrischke: Wie erkennt man, dass man ein Burn out hat? Gibt es einen Fragebogen, den Sie empfehlen würden
Anonymous: nicht nur bei der t-com herrschen solche missstände, auch in der it-branche ganz massiv, wie ich am eigenen Leib erfahren musste. Das Problem sind auch die Hierarchieebenen bei großen konzernen und die scheu, in einem großraumbüro, wo an die 50 mitarbeiter beschäftigt sind, zum personalleiter zu gehen, um dort vor allen eine beschwerde vorbringen zu müssen. die arbeitsumgebung wird oft so gestaltet, dass ein mitarbeiter mit normalen mitteln nichts ausrichten kann
Anonymous @ all: gibt es weitere blogs, chattmöglichkeiten zu diesem thema? ich wäre sehr daran interessiert...
Katja @ Julia. Na klar ist die Gesellschaft im Wandel. Alle müssen immer und überall schnell funktionieren. Sehr viele Menschen lassen sich nicht mehr krank schreiben vom Arzt- auch wenn es nötig ist, aus Angst den Job zu verlieren. Ich hatte auch einen Zusammenbruch und ich weiß, dass ich immer sehr große Selbstzweifel habe, es auch Allen immer Recht machen will, mich selber meistens vergesse und nie NEIN sagen kann. Wahrscheinlich ist es eine Mischung.
pechmarie@julia da kann ich dir nur recht geben. ich habe schmerzen jahrelang mit frei verkäuflichen schmerzmitteln auszuschalten versucht, da ich nach jahren endlich befördert wurde (it branche) und eine frau unter vielen männern sich noch mehr beweisen muss. das habe ich zumindest so erlebt. naja, mein körper hat sich das ein paar jahre gefallen lassen. aber dann war die wirbelsäule nur mehr mit harten ops zu reparieren. als dank kam nach ca. 2 monaten aus der wiedereingliederung (payed by krankenkasse) die kündigung. 20 jahre fürr ... allerwertesten. hoffnung und mut sind für mich nur noch leere worte und die frage ist, wie kann ich mich aufraffen aus meiner lethargie ? lg pechmarie
Anonymous@ all: auf der homepage der berolina klinik in löhne findet man viel zum thema. auch weiterführende sehr interessante links. ich weiß nicht, ob diese hier geziegt werden könne.
Emil26@ alle: eine idee, wie man als depressiver wieder in den beruf kann? ich habe angst, gar keine leistung mehr bringen zu können oder wieder zusammenzubrechen
Wolfgang@all: jeder kann und sollte sich über selbsthilfegruppen informieren,die entsprechende hilfe anbieten,und sich mit den angesprochenen themen auskennen.sicherlich bedarf es bei einigen etwas überwindung,aber glaubt mir, es lohnt sich,sich zu öffnen.man glaubt garnicht,wie viele "mitbetroffene" auftauchen und durch gemeinsame problembesprechung auch gegenseitig helfen können.hilfe findet man z.b. im netz
Anonymous: tipp: www.das-burnout-syndrom.de und www.hilfe-bei-burnout.de
Cicero: In meiner Familie und auch im Unternehmen geht es sehr vielen schlecht. Leberkrebs, Gehintumor, Herzinfakt, Schlaganfall, schwerer Bandscheibenvorfall etc. Wie soll ich über meine für mich massiven Burnout-Probleme reden? Meine Krankheit ist ein Problem aber keine Krankheit. Ich fühle mich wie in einem Gefängnis mit Todestarakt ohne Kontakte zur Außenwelt. In unserem Bekanntenkreis gibt es einige Leute, die Ihr Beamtendasein bewußt ausnutzten und gut aufgrund psychisch bedingter Arbeitsunfähigkeit leben. Das Internet bietet viele Möglichkeiten, sich auf diese Diagnose vorzubereiten. Sie sind mit ein Grund, warum man sich für sein Leiden schämt.
Börnie: Hallo und guten Abend, Kurz eingestreut, Ich bin Börnie, 52 Jahre hatte in 2002 einen Burn Out und betreibe seit 3,5 Jahren das Burn Out Forum Dünengras
Wuwi: Zunächst vielen Dank für das Aufgreifen dieses Themas, das in vielen Bereichen doch noch sehr tabu ist, wohl auch, weil viele vermeintlich "starke" Menschen betrofffen sind, die sich das aber kaum selber eingestehen. Kann man das Thema weiterführen in Sachen Therapieformen und -angebote und deren Für und Wieder?
Katja an Julia. Eine Mischung aus Beidem!Das wollte ich sagen. Bestimmte Typen sind einfach anfälliger. So denke ich. Aber es nimmt vor niemandem halt. Jeder kann betroffen werden. Ich war auch immer stark- nach außen immer! Viel kommt bei mir aus der Erziehung- aus dem Elternhaus. Ich mache aber meine Familie nicht dafür verantwortlich- jeder ist für sich selber verantwortlich. Es ist nur schwerer als man denkt, alte Verhaltensmuster zu ändern. Auch im Job! Es ist traurig im Bericht zu hören, dass die Kollegen nun Konkurrenten sind. Aber das ist die Wahrheit. Leider! Der Druck ist zu groß!
birgit an Julia. Ich denke, die Schuld liegt beim Arbeitgeber, der immer mehr verlangte und bei mir, denn ich habe es ja mitgemacht! Ich sehe meinen Burn - out als Chance, mein Leben zu ändern und nach MEINEM Rhythmus zu LEBEN & Gestalten
Anonymous: ein weiteres problem sind die angst vor schlechten arbeitszeugnissen und bewertungen, wenn man krankheitsbedingt ausscheiden muss. krank wird im allgemeinen immer noch mit unfähig übersetzt, sehr traurig!
Anonymous@Katja. In Japan, wo Hierarchie und Betriebsunterwürfigkeit viel stärker herrscht als in Europa gibt es ein Phänomen, das heisst Karoshi (= Tod aus Überarbeitung). So weit muss es nicht auch noch bei uns kommen, oder?
Zippy@Herr Dr. Hendrischke, ich bin student und werde verschiedene mittel testen. Ich möchte gerne Wissen ob man folgende Substanzen Methylphenidat; Modafinil; Piracetam; Fluoxetin mit einander kombinieren? und wenn ja wie? oder wieviel Zeit sollte zwischen den Einnahmen verstreichen? ich bin für jeden Tipp dankbar.
klobe@dr. hendrischke- gibt es die moeglichkeit burn out durch tiefenhypnose wirkend zu behandeln?
Anonymous@ katja: tut gut zu sehen, dass du das selbe problem hast...
Josefine: Ich bin weder Bankerin, Werbefachfrau noch Apothekerin oder sonstige Akademikerin, sondern eine 61jährige Angestellte im mittleren nichttechnischen Verwaltungsdienst einer Stadtverwaltung. Seit 4 Jahren bin ich für 5 Jahre abgeordnet an eine ARGE ( Hartz IV ). Ich habe im Jugendamt gearbeitet, im Sozialamt, und arbeite nun als Leistungssachbearbeiterin in Vollzeit. Seit ca. 3Jahren nehme ich Citalopram 40 mg wegen Depressionen. Seit 8 Monaten bin ich krank. Anfangs wegen mehreren Hörstürze, dann kamen Unfälle wie Umknicken mit Bänderriss, Knieprobleme mit Arthroskopie und Golferarm-Operation. Erst als ich begriff, dass dies alles Alarmsignale sind, mich zur Ruhe zu bringen, habe ich die Notbremse gezogen und - gottseidank - einen Neurologen der mich krank schreibt so lange ich es für nötig halte, und eine Psychotherapeutin die für mich da ist, damit ich in Ruhe gesund werden und überlegen kann, wie es weitergehen soll. Ich habe immer gerne gearbeitet, mich mehr als engagiert eingebracht, Überstunden ohne Ende gemacht, den Kunden verständnisvoll entgegengekommen und bin doch letztendlich an der Bürokratie des öffentlichen Dienstes gescheitert. Mittlerweile wird in meiner Dienststelle zum 100.mal in 4 Jahren alles umorganisiert, funktionierende Teams werden auseinandergenommen, Teamleiter ausgetauscht und Kollegen wie Schachfiguren hin- und hergeschoben, damit alles effektiver wird. Es wird niemand gefragt, ob ihm das passt, sondern gesagt, organisatorisches wird nicht mit Mitarbeitern diskutiert. Es besteht Druck ohne Ende.
Mein Arbeitgeber, die Stadtverwaltung, hat mich zwar gefragt, was der Grund für meine lange Erkrankung sei, aber ich habe wohlweislich nicht geantwortet, da mir keinerlei Hilfe angeboten wurde. Meine Abordnung bleibt bestehen bis Ende 2010. Geglaubt, dass zu viel Arbeit, zu viel Stress für den Einzelnen besteht, wurde mir nicht. Ich wurde mitleidig angesehen, so nach dem Motto " was will die kleine Angestelle denn von Organisation und Arbeitsaufteilung wissen" und arrogant darauf hingewiesen, dass kluge Köpfe das alles genau bedacht hätten.
So bleibt mir nur die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vielleicht bis zur Rente - in 2 Jahren mit 50%iger Schwerbehinderung oder sofort mit 10%iger Rentenkürzung bei Erwerbsunfähigkeit.
Dabei würde mehr Verständnis - nicht nur für meine Probleme - eine Arbeitskraft erhalten und Geld bringen, anstatt zu kosten.
Anonym-Hamburg an die Ärzte: Welche Therapieform gilt für psychische Umstände, die Burn Out verursachen, als am sinnvollsten? Es gibt ja sehr viele verschiedene Ansätze im therapeutischen Bereich und ich bin mir unsicher, wohin ich mich wenden soll.
Anonymous@Bastian: Ja, ich kenne einen Fall, wo Arbeitspsychologen und Beschwerdekommisionen und alles Menschenmögliche eingeschaltet wurde, aber Mobbing (psychische Gewalt) wurde systematisch weitergeführt.
Wolfgang@sam und ingrid Alternativ habe ich dann remergil 15mg bekommen,aber die darf man nur abends nehmen.Aber nicht zu spät,da die ganz schön reinhauen und man gut 10min nach einnahme wegpennt.habe die wegen schlafstörungen bekommen
@ klobe: wann soll man das denn schaffen? so nebenher...? gibts da nichts im www?
by Anonymous - anruf genuegt- im web hab ich noch nicht viel entdeckt
von klobe
Anbei noch ein -meines Erachtens- recht interessanter Literaturtipp: "Gestatten:ELITE" - kein Wunder, dass wir da sind , wo wir sind
von Patella
@anonymus "Wir befinden uns an der steilen Schwelle eines evolutionären Prozesses" ich versteh das argument des kommentares nicht
von faxelix
Anonymous@orange: Dem kann ich nur zustimmen. Knappe finanzielle ressource führen zu Einsparungen auch im Personalbereich und zu befristeten Arbeitsverträgen. Der Druck steigt immer weiter und das Managment versucht mit immer mehr Druck noch mehr aus dem Personal rauszuholen. Vergleiche mit anderen Unternehmen, die mit noch weniger Personal auskommen, machen die Sache nicht besser. Dahinter steckt doch vermutlich auch der zunehmende Kampf um Märkte, oder? Kurz um der fortschreitende Kapitalismus.
Brille: hallo, bei mir wurde vor 2 monaten im alter von 27 jahren burn out festgestellt. ich befinde mich jetzt in behandlung und gehe bald auch zur kur. vielen dank für den tollen beitrag. er hat mir aus der seele gesprochen. er war im vergleich zu meiner situation teilweise sehr krass aber er hat mir geholfen mal wieder zu sehen, dass ich ein recht darauf habe ernst genommen zu werden!
Neues Leben: Ich hatte meinen Zusammenbruch vor ziemlich genau einem Jahr. Damals ging nichts mehr. Ich habe mich in vielen der in der Dokumentation geäußerten Kommentare wiedergefunden. Letztlich ist es ein großes Glück, dass ich noch am Leben bin. Damals hatte ich mich und den Bezug zu einem gesunden Leben komplett verloren. Seither hatte ich einen größeren Rückfall, als ich versuchte, die Medikamente abzusetzen. Mittlerweile konnte ich die Dosis zumindest halbieren. ich hate einen neuen Job. Doch vor einer Woche kamem die alten Dämonen wieder. Ich bin seither in Krankenstand - doch ich arbeite aktiv daran, wieder gesund zu werden. Ich mache eine Gesprächstherapie, habe erfahren, dass ich lernen muss, meine Arbeitsstrukturen zu ändern. Doch ich habe ANGST. Ich habe nicht das Gefühl, jemals wieder "die alte" zu werden, jemals wieder lebensfähig zu sein, sprich: in einem Job bestehen zu können. Und in diesem Job ist es tatsächlich so, dass ich mich permanent "auf Bewährung" fühle. Ich weiß nicht, ob ich aus dieser Krise wieder herauskomme. Ich hoffe es, ich will nicht mehr zurück... Der Zusammenbruch war das schlimmste, was ich bisher in meinem Leben erlebt habe. Ich will endlich wieder gesund, wieder "normal" sein. Wird das jemals geschehen?
regina: Guten Abend, ich bin durch Zufall in das Programm gekommen und war sehr ergriffen von dem Film. Ich werde zur Zeit wegen einer chron. Erkrankung zu ständigen Gesprächen mit dem Arbeitgeber geholt, Zwangsversetzung und ständiges sich rechtfertigen machen mich nach ca. 6 Jahren allmählich mürbe und ich muss mich wirklich zur Arbeit zwingen. Manchmal denke ich nach so einem Gespräch: "Vielleicht freuen die sich, wenn ich von der nächsten Brücke springe und sie mich los sind." Dieser Gedanke erschreckt mich sehr und ich habe in einer reha auch mit Therapeuten darüber gesprochen. In diesem Film habe ich so viele Paralelen gesehen. Wo soll das alles noch hinführen? Wie soll man soetwas bis 67 Jahren aushalten?
klobe: bin selbst betroffen u. seit 6 jahren hilflos zuhause, u. war 6 wochen im klinikum (psychosomatik (adipositas) im mai, weiters im sept. 4Wochen reha, und frage herrn dr. hendrischke: gibt es eine genesung? und welches ist der beste weg?
Anonymous: Es kann jeden treffen, da bin ich mir sicher. Aber vielleicht würde es helfen wenn die Menschen darüber aufgeklärt wären und frühe Warnanzeichen rechtzeitig erkennen können... Allerdings müsste sich das ganze Arbeitssystem ändern, man müsste die Möglichkeit haben bei vorzeitigen Anzeichen bezahlten Urlaub für eine Kur oder ähnliches sofort in Anspruch nehmen zu können, was ja leider kaum möglich ist.
Jürgen@ Dr. Hendrischke: Wie kann ich die überhöhten Ansprüche an mich selbst verringern, mit denen ich mich regelmäßig überfordere?
kamöh: es wäre wünschenswert wenn die verantwortlichen der burn outs einmal zur verantwortung gezogen werden würden.das passiert leider aus politischen gründen nie.
stef: Ich sehe die laufende Sendung mit großem Interesse. Ich habe 5 Jahre in einer stationären Jugendwohngruppe für verhaltensauffällige Jugendliche gearbeitet, unter miserablen Arbeitsbedingungen. Schon damals litt ich unter Niedergeschalgenheit, dem Gefühl mich im "Hamsterrad" zu bewegen", und wir wurden von unserer Geschäftsführung regelmäßig darauf aufmerksam gemacht dass wir noch mehr zu leisten und noch weniger "aufzumucken" hatten. Ich bin jetzt seit einem Jahr in der Jugendberufshilfe, mit angenehmeren Arbeitszeiten und mehr Rückhalt durch die Geschäftsführung. Den Rand des Burnouts spüre ich dennoch weiterhin, denn meine Arbeit erfüllt mich zwar mit Freude, fordert mich aber auch sehr durch Zeitdruck, die Erwartungen der Klienten und der Auftraggeber, es immer "gut machen wollen", immer "alles schaffen wollen", das "nicht loslassen können"...
Wie schaffe ich es, meine Arbeit gut zu machen, aber auch wieder hinter mir lassen zu können? Ein großer Schock war nach meinem Urlaub im Sommer ein plötzlicher, heftiger Migräneanfall (ich hatte vorher nie mit Migräne zu tun) am zweiten Arbeitstag. Wenn mein Körper so heftig reagiert, wie schaffe ich es blos, rechtzeitig die Notbremse zu ziehen?
Aus Offenbach: Was geschähe wenn den Menschen mit einem Schlag alle Tranquilizerund Entspannungspillen nicht mehr verschrieben würden ? Würden Sie vermuten das unsere bundesdeutsche Gesellschaft noch reibungslos in Wirtschaft, Verteidigung und sozialem Zusammenleben funktionieren würde?
Als ich beruflich bedingt in eine Depression geriet, stellte sich heraus, das die Chefin, selber schwer depressiv war und selber hilflos war, so war keine Lösung des Problems möglich. Eine Mediation brachte auch kein Ergebnis weil der Oberchef der Firma, nichts von solchem "Geschwätz" hielt.
Wolfgang: Ich selber habe über 20 Jahre im Verkauf für Einbauküchen gearbeitet,und kann nur sagen,dass der Streß der Umsatzvorgaben (Provisionsabhängige Gehaltsgestaltung) im Gegensatz zu früher um ein Vielfaches extremer geworden ist, und oft kaum zum Aushalten ist...
Coco An Herrn Dr.med Askan Hendrischke: Wie kann ich mit einem Burnout umgehen? Ich hatte es schwer in der Schule, bin mit anderen Schülern nicht klargekommen, hatte aber immer vor Augen, dass ich mein Abitur machen will, und dementsprechend hab ich mich gerade im letzten Schuljahr nur noch so irgendwie zur Schule geschleppt. Obwohl ich schon einige Montae vor den Abiprüfungen einen Zusammenbruch hatte. Ich habe mich selbst gezwungen das durchzuziehen und mein Abi zu machen. Jetzt hab ich mein Abitur, war aber nicht in der Lage ein Studium anzufangen, nachdem bei mir Angst- und Panikattacken auftauchten. Wie sollte ich damit umgehen? Wie werde ich diese Beschwerden wieder los? Vergehen sie von selbst wenn ich lange genug auf Ruhe und Entspannung und möglichst wenig Stress achte (so wie ich es jetzt tue, da ich im Moment weder Studieren noch Arbeite)?
Tom: Hallo Herr Dr. Hendrischke, wo kann man finden an wen man sich wenden kann. Ich arbeite in einem grossen Finanzdienstleistungsunternehmen, werde jetzt das 5 mal "umstrukturiert" ohne das man meine Meinung abfragt. Aus der Firma, in der ich vor 13 Jahren angefangen habe, ist ein Unternehmen geworden, indem man sich auch mit seiner Personalnummer statt Namen vorstellen kann. Das einzige was interessiert, ist das ein möglichst große Anzahl der Verkaufseinheiten funktioniert. Ich komme kaum noch aus dem Bett. Das Ohrgeräusch wird seit Jahren stärker, inzwischen ist eine Autoimmunerkrankung hinzugekommen und ich verarbeite jede neue Entscheidung mit dem Magen.
kamöh: Das Problem ist doch, dass - wenn einer sich umbringt - dies nie als"fehler"der obrigkeit eingeschätzt wird.da sollte man vielleicht mal den hebel ansetzen.
ubik: Sehr geehrter Herr Dr. Hendrischke! ich bin ein 38jähriger alleinerziehender mann eines 9jährigen autistischen jungen. ich arbeite als krankenpfleger, habe aber ein hochschulstudium abgeschlossen. seit mehreren monaten eigentlich seit fast 3 jahren bin ich unter enormen leistungsdruck privat als auch beruflich 183 überstunden in 3 monaten etc. letzendlich hat das alles zur scheidung vor 2 monaten geführt wobei mein sohn bei mir blieb und ich das alleinige sorgerecht habe; es kam wie es kommen mußte zusammenbruch mit diagnose massive depression durch permanentes burnout; ich leite shg für betroffene eltern von autistischen kindern und eine shg für erwachsene asperger, wobei ich selbst asperger bin mit hochbegabung; ich bin leer und habe hatte suizidgedanken; die therapien sind selbst zu zahlen und ich muß die therapien für meinen sohn selbst zahlen; ich verdiene 1100.- netto; wie soll ich meine therapien zahlen!? was kann ich tun? mit grüßen aus graz in österreich
Ingrid: Hallo Herr Dr. Hendrischke, In den letzten 3 Jahren habe ich an einem Projekt gearbeitet - unter sehr großem Druck. Nicht nur durch die Vorgesetzten, sondern auch extremer Zeitdruck. Das Resultat: ich bin nun schon seit 7 Wochen krank. Meine Hausärztin sprach von BurnOut, hat dies aber nicht auf die Überweisung zum Psychologen geschrieben. Die Psychologin meinte: Ich denke, mit einem leichten Antidepressiva werde ich wieder gesund... Ich komme mir von den Ärzten genauso im Stich gelassen, wie von meinen Vorgesetzten. Einen Therapieplatz bekomme ich frühestens Ende Januar. Was kann ich selbst unternehmen, damit mir geholfen wird, wieder ein "normales" Leben führen zu können?
klobe: seit nunmehr 6 jahren leide ich unter burnout. war dieses jahr 6wochen in psychosom. behandlung (adipositas)u. 4w reha im sep. gibt es eine heilungschance? herr dr.hendrischke
Börnie@Coco: deine Frage in Ehren aber sie ist so als sollte jemand in einem Cjat erklären wie man ein Getriebe bei einem modernen PKW ausbaut. Es ist in dieser Zeit schrie unmöglich. Ich will hier nicht zu viel eigenwerbung machen aber es gibt einschlägige Bücher und Foren zum Thema Burn Out. Hier kannst du dich stück für stück dem Thema nähern um es dann in Thera usw zu vertiefen. fG Boernie Admin Dünengras
Katja an anonymous: Ja das ist furchtbar! Viel Kraft wünsche ich Dir!!! Man sollte immer auf sein Inneres hören!
faxelix@Josefine: nur nebenbei gesagt: bei den ARGEN geht es nicht um Effizienz bei der Bewältigung des "offiziellen" Auftrages Leistungsverwaltung, sondern um Leistungsverweigerung.
Börnie@ anonym: hamburg www.psycho-ffm.de
Wenn Sie vertiefte Informationen über Burnout haben möchten und insbesondere an Symptomen dieser Problematik und deren Behandlung interessiert sind, finden Sie einen Vortrag von Dr. Askan Hendrischke unter www.auditorium-netzwerk.de
ARTE: Liebe User. Unser Live-Forum ist nun beendet. Vielen Dank für Ihr großes Interesse. Unsere Experten konnten leider in der Kürze der Zeit nicht alle Fragen beantworten. In den kommenden Tagen werden sie nochmals einen Blick auf die wichtigsten Fragen werfen und Ihnen in den kommenden Tagen antworten. Eine Gute Nacht wünscht Ihnen das ARTE-Team.
- Die Antworten von Herrn Ingolf Gritschneder, Regisseur der Dokumentation „Ausgebrannt - wenn nichts mehr geht“






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