Mit diesem Widerspruch beginnt der Dokumentarfilm "Gegen den Strom".
Was bedeutet es, wenn Südspanien über Wasserknappheit klagt? Was bedingt neben der hohen Bevölkerungsdichte die schlechte Wasserversorgung in Mexico-City? Wie kommt es, dass in Bamako ein Großteil der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser hat, obwohl Malis Hauptstadt an einem großen Strom, dem Niger, liegt? Und warum gibt es in der nordfranzösischen Region Nord-Pas de Calais, die im Prinzip keinen Wassermangel kennt, Probleme in den Einzugsgebieten?
Trotz der kritischen Situation vermeidet der Film Katastrophenszenarien. Die vielschichtige Problematik wird an unterschiedlichen Orten untersucht. Dabei werden die historischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekte von Wasser in ihrer ganzen Komplexität berücksichtigt.
Angesichts neuer Probleme muss die Gesellschaft heute lernen - oder wieder lernen -, dass Wasser ein wertvoller Rohstoff ist, dessen Verteilung und Bewirtschaftung angepasst und verbessert werden muss. Statt in Pessimismus zu verfallen, sollte man an die Fähigkeit des Menschen glauben, zusammenzukommen, zu diskutieren und Kompromisse zu finden. Denn Wasser ist nicht in erster Linie eine Frage der Vorräte, sondern vor allem eine Frage der Demokratie.







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