von Cécile Allegra und Raoul Seigneur – ARTE GEIE / Camicas Productions – Frankreich 2008
Nach 10 Jahren Bürgerkrieg leben heute 40 Prozent der Nepalesen unter der Armutsgrenze, die meisten haben nicht einmal einen Dollar pro Tag zum Leben.
Am katastrophalsten ist die Situation im Nord-Westen des Landes, wo seit drei Jahren Dürre herrscht. Den Menschen im unzugänglichen Mugu-Tal droht der Hungertod. Nur die unabhängige Hilfsorganisation „Aktion gegen den Hunger“ versorgt die Bevölkerung seit 2005 in regelmäßigen Abständen mit ein paar Grundnahrungsmitteln. Seit 2007 brechen drei Mitglieder der Organisation, begleitet von acht nepalesischen Trägern alle zwei Wochen zu einem dreitägigen Fußmarsch zur Krankenstation von Jodepane im Hochgebirge auf. Von dort aus wird die Verteilung der Lebensmittel organisiert.

Nepal: kaum Mittel gegen AIDS(ARTE Reportage vom 29.3.2008)

Zwei einheimische Mitglieder von „Aktion gegen den Hunger“ besuchen parallel dazu die entlegensten Anwesen im Hochtal, um nach kranken Kindern zu suchen, die dringend ärztlicher Hilfe bedürfen. Die Säuglingssterblichkeit ist extrem hoch, weil die Eltern kaum Zeit für den langen Weg zur Krankenstation haben. Sie bleiben auf ihren Feldern, um die spärliche Ernte zu retten. Seit Monaten hat es nicht mehr geregnet, die bevorstehenden Monsunregen kommen in diesem Jahr zu spät.
Ein ARTE-Team hat die Lebensbedingungen der Menschen im Mugu-Tal beobachtet. Den Männern in der Region bleibt oft nur die Möglichkeit, nach Arbeit im benachbarten Indien zu suchen, um ihre Angehörigen vor dem Hungertod bewahren zu können.