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Das internationale Nachrichtenmagazin. Jeden Samstag um 18.20 Uhr. Im Wechsel moderiert von Andrea Fies und William Irigoyen.

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ARTE Reportage

Das internationale Nachrichtenmagazin. Jeden Samstag um 18.20 Uhr. Im Wechsel moderiert von Andrea Fies und William Irigoyen.

ARTE Reportage

Samstag 8. Mai 2010 um 18.15 Uhr - 19/05/10

Äthiopien: Rosen gegen den Hunger


Von Tilman Przyrembel, Sebastian Kuhn und Wolfgang Schoen – ARTE GEIE / TV Schoenfilm - Deutschland 2010

Äthiopien ist eines der fruchtbarsten Länder der Welt und doch hungert dort die Hälfte der Bevölkerung – das internationale Agrobusiness aber verspricht der Regierung Hilfe im Kampf gegen Arbeitslosigkeit, Armut und Hunger. Der Inder Sai Ramakrishna Karuturi hat 300 000 Hektar äthiopisches Land gepachtet, um dort hunderttausende Tonnen Agrarprodukte, Nahrungspflanzen und Blumen, anzubauen und zu ernten – und um Arbeitplätze zu schaffen.


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Das erscheint auf den ersten Blick überzeugendes Modell und deshalb haben wir unsere Reporter nach Äthiopien geschickt. Der Unternehmer Karaturi zeigte ihnen bereitwillig seine Farmen und seine Arbeitskräfte: Um Addis Abbeba herum ist er inzwischen der größte Farmbesitzer, 6000 Menschen arbeiten dort für ihn, sie bauen Rosen an. „Es ist Gottes eigenes Land. Die Menschen hier sind sehr freundlich und arbeiten hart, “ schwärmt er.

Doch nach dem offiziellen Besuch der Rosen-Gewächshäuser baten die Arbeiterinnen und Arbeiter dort unser Reporter-Team zu einem heimlichen Treffen. Dort beklagten sie sich bitter: Die Regierung habe ihnen ihr Land genommen, um es an den Investor zu verpachten, sie seien nun gezwungen für ihn zu arbeiten und sie verdienten dort weniger als vorher mit dem Erlös des eigenen Landes.

Der äthiopische Landwirtschaftsminister Abera Deresa verteidigte das Projekt vor unserer Kamera. Für ihn ist das Engagement der ausländischen Investoren die schnellste, effektivste und rentabelste Methode, Äthiopien von Hunger und Armut zu befreien.

In jedem Fall ist das „billige“ Land und die „preiswerten“ Arbeitskräfte überall in Afrika ein lohnendes Geschäft für Investoren. Es wird darauf ankommen, dass die Regierung in Äthiopien darauf achtet, bei allem Gewinnstreben, daraus auch einen Nutzen für ihr eigenes Volk herauszuholen.

ARTE Reportage
Samstag 15. Mai 2010 um 06.00 Uhr
Keine Wiederholungen
(Deutschland, 2010, 42mn)
ARTE

Erstellt: 06-05-10
Letzte Änderung: 19-05-10

Ihre Meinungen

5 Kommentar(e)

Rosen?? | nobse

03.08.2011 - 11:11

wäre es nicht angebracht,daß man Getreide oder ähnliches anbaut um den Hunger in dem Land zu mildern.

wie in Ägypten zur Zeit Josefs | Charly

10.03.2011 - 11:56

Es ist erstaunlich ,dass es global zu einer LOHNSKLAVEREI kommt , wi zu Zeiten Josefs. Zu Lesen in der Bibel in Genesis 47 ,13-26. Es sind Sklavenhändler ,die die Resourcen dieses Landes rauben. Möge der Gott Josefs den Äthiopiern und allen betroffenen Völkern beistehen , wenn sie mit ihrem Schreien und ihren Gebeten nach Befreiung und Gerechtigkeit zu IHM rufen. Die Regierung sollte das Elend des eigenen Volkes erkennen und Busse tun. Mann kann nicht 2 herren dienen - Dem Mamon oder dem Gott Josefs. Möge ein Josef aufstehen und in Gottes Weisheit Befreiung von der Knechtschaft erwirken.

hostage to the rich and cruel | arfasa

13.10.2010 - 08:39

i wonder when the world will understand that humans are humans, what i mean is, why can't we come together and say 'hey buddy a believe you need to enjoy as i do.' the ethiopian government has created this grave for all its population who are reduced to poverty and become a hostage to rich filthy ruthless heartless rich. the oromo people who are mainly the farmers in this video have been ripped off their possession and their resources being raped. How can the world bear to watch when a deformed generations are reared due to intoxication. please lets respect the fundamental humanrights and take action against these selfish thoughtless glattons so called ' the government'. sigh, i live to grieve

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