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Samstag, 23.05.09 um 21.00 Uhr - 25/05/09

Das Ende des Weströmischen Reichs

Rom - Niedergang einer Weltmacht (2/2)


Der zweite Teil des Dokumentarfilms schildert die letzten Jahrzehnte des Weströmischen Reiches, das mit der Absetzung des letzten Kaisers durch einen germanischen Heerführer eine historische Zäsur erlebt.





Im fünften Jahrhundert nach Christus hat das Römische Reich nach langer Blütezeit eine noch längere Periode des langsamen Niedergangs hinter sich. Seit Jahrzehnten ist es in ein Weströmisches und ein Oströmisches Reich geteilt. Ein Kaiser residiert in Rom, dem alten Zentrum des Reichs. Ein zweiter Kaiser herrscht in Konstantinopel. Sein Reich wird noch fast ein Jahrtausend bestehen, bis die Türken im 15. Jahrhundert Konstantinopel erobern.

Im letzten Jahrhundert der Existenz des Weströmischen Reiches leben die Feinde von einst mitten im Reich. Rom hat die Germanen als Söldner angeworben, weil es seine Grenzen nicht mehr allein verteidigen kann. Bezahlt werden sie mit Ackerland, dem wertvollsten Schatz Roms. Aber die Germanen leben als Fremde unter Römern. Romanisiert werden sie nicht.
Viele Germanen bekleiden hohe Positionen im Heer und in der Zivilverwaltung. Nur der Thron bleibt ihnen verwehrt. Weströmischer Kaiser darf nur ein Römer werden. Doch beim Ringen um die Macht kämpfen Germanen längst in vorderster Reihe. So herrscht der Heerführer Ricimer über Rom durch von ihm abhängige Monarchen. Er setzt Kaiser ein und stürzt sie wieder, wenn sie sich seinem Einfluss entziehen wollen.
Sein Nachfolger Odoaker ist da weitsichtiger. Er hat erkannt, dass West-Rom in der alten Form keine Zukunft hat. Im Jahre 476 nach Christus zwingt er den letzten Kaiser Romulus Augustus, Purpurgewand und goldene Krone nach Konstantinopel zu schicken mit der Botschaft, der Westen brauche keinen Kaiser mehr. Odoaker aber setzt sich selbst als König von Italien ein.

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Eine Dokumentarfilm von Robert Gardner und Carrie Gardner
ARTE/ZDF, USA 2008, 85 Min.

Erstellt: 12-05-09
Letzte Änderung: 25-05-09