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Philosophie

Ab dem 19. Oktober lädt ARTE jeden Sonntag um 13.00 Uhr zum Philosophieren ein. Moderiert wird das neue Magazin PHILOSOPHIE von Raphaël Enthoven.

Philosophie

Raphaël Enthoven empfängt Charles Pépin - 30/06/09

Philosophie Tod

Jede Woche zu einem neuen Thema. Heute: Tod



Das Sterben lernt man nicht", so der französische Denker Vladimir Jankélévitch. Der Tod - die große Unbekannte - kann man sich überhaupt auf ihn vorbereiten?

Man kann ihn verleugnen und verdrängen, wie es in der heutigen Spaßgesellschaft der Fall ist, man kann sich ihm aber auch stellen, ihm ins Auge sehen, ja sogar seine Nähe suchen. Oder man deklariert den Tod als etwas Positives - redet ihn sich sozusagen schön -, indem man ihn in einen größeren Kontext setzt, und ihn als Teil des Lebenszyklus akzeptiert.


SONNTAG 14. Juni 2009 um 12.30 Uhr.


Wie geht man mit dem Tod um? Mit dieser Frage beschäftigen sich Raphaël Enthoven und sein heutiger Gast, der Autor und Philosophiedozent Charles Pépin. Dabei suchen sie nach Erklärungen für die voyeuristische Schaulust bei Unfällen, das Interesse an der lebendig aussehenden Leiche Che Guevaras und das Phänomen Fugu - ein eigentlich hochgiftiges japanisches Fischgericht, bei dessen Zubereitung der kleinste Fehler tödlich enden kann.


Der Tod ist seit jeher präsent in der Philosophie, sei es in Asien oder Europa - vielleicht ein morbides Thema, aber zentral wie kein anderes. Heißt Philosophieren sterben lernen? Die Seele befreien? Nimmt uns die Auseinandersetzung mit dem Tod, die tägliche Konfrontation, die Angst vor ihm? Oder kann man sich den eigenen Tod tatsächlich nicht vorstellen?


Freud zufolge sind wir im Unterbewusstsein von unserer Unsterblichkeit überzeugt. Vielleicht ist das Nachdenken über den Tod somit überflüssig und des Rätsels Lösung ein intensiv gelebtes Leben.



LITERATURANGABEN:


  • Sigmund Freud (1856-1939), war ein bedeutender österreichischer Arzt und Tiefenpsychologe, der als Begründer der Psychoanalyse Bekanntheit erlangte.

  • Sigmund Freud: Zeitgemäßes über Krieg und Tod. Frankfurt: Fischer 1952.
  • Ganesha (Hindi: „Herr des Heeres Shivas“) ist eine der beliebtesten Formen des Göttlichen im Hinduismus. Ein weiterer populärer Name ist Ganapati.
Jede Puja (hinduistischer Gottesdienst) beginnt mit einem Gebet an ihn. Er wird angebetet, wenn man Glück für den Weg oder eine Unternehmung braucht, er steht für Beginn und Veränderung, verbunden mit Schutz und Gelassenheit, er verkörpert Weisheit und Intelligenz. Zu seinen Angelegenheiten gehören die Poesie, Musik und Tanz und er ist der Herr über die Wissenschaften. Die meisten Kaufleute betrachten ihn als ihren Schutzherrn. Für viele fromme Hindus ist das erste, was in ein neues Haus kommt, eine Statue des Ganesha. Diese segnet das Haus und verheißt Glück.
  • Georg Wilhelm Friedrich Hegel: kein bestimmtes Werk angegeben.
  • Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) war ein deutscher Philosoph, der als wichtiger Vertreter des Deutschen Idealismus gilt.
  • Vladimir Jankélévitch (1903-85) war ein französischer Philosoph und Musikwissenschaftler.
  • Vladimir Jankélévitch; Béatrice Berlowitz. Aus dem Franz. von Jürgen Brankel: Irgendwo im Unvollendeten. Wien: Turia + Kant 2008. ISBN: 978-3-85132-499-0 / 3-85132-499-4.
  • Die Grille und die Ameise. In: Jean de la Fontaine: Sämtliche Fabeln. 4 Aufl. Artemis und Winkler 1992. ISBN-10: 3538052859.
 Die dort verwendete Übersetzung lautet:
Grillchen, das den Sommer lang
Zirpt und sang,
Litt, da nun der Winter droht’,
Harte Zeit und bittre Not.
  • François VI. de La Rochefoucauld (1613-80) war ein französischer Schriftsteller und philosophischer Aphoristiker. Er gilt als der erste der französischen Moralisten.
  • François. de La Rochefoucauld: Maximen und Reflexionen. Ditzingen: Reclam 1986. ISBN-10: 3150006783.
  • Michel Eyquem de Montaigne (1533-92) war Politiker, Philosoph und Begründer der Essayistik.
  • Michel Eyquem de Montaigne: Die Essais. Aus dem Franz von Arthur Franz. Stuttgart: Reclam 1980. ISBN 3-15-008308-7.
  • Platon: Phaidon. In: Platon: Sämtliche Werke Bd. 2. Aus dem Franz. von Friedrich Schleiermacher. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1994. ISBN 349955562X.
Die im Skript zitierte Übersetzung ist von Schleiermacher, das Zitat stammt aus Kapitel 63: „Das Vertrauen auf diesen Mythos als schönes Wagnis“.
  • Arthur Schopenhauer (1788-1860) war ein deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer. Er vertrat als einer der ersten Philosophen des 19. Jahrhunderts die Überzeugung, dass der Welt ein irrationales Prinzip zugrunde liege.
  • Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung. Hrsg. von Ludger Lütkehaus. München: dtv 1998. ISBN-10: 3423306718.
 
 
  • Palingenese (aus griechisch palin-, „wieder-“ und génesis „Entstehung, Schöpfung, Geburt“) ist ein Begriff, der in Theologie, Philosophie, Geologie, Biologie und in den Sozialwissenschaften verwendet wird.
In der Theologie bezeichnet er die Wiedergeburt der Seele vermöge der Seelenwanderung (=Reinkarnation). In der Philosophie ist die Palingenesis der Neubeginn nach einem reinigenden Weltenuntergang wie der Ekpyrosis.
 
  • Die Stoiker
Als Stoa wird eines der wirkungsmächtigsten philosophischen Lehrgebäude in der abendländischen Geschichte bezeichnet (333 v. chr.-180 n.Chr.)


Philosophie
Dienstag 23. Juni 2009 um 01.20 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, 2009, 26mn)
ARTE F

Erstellt: 20-11-08
Letzte Änderung: 30-06-09

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