Wim Delvoye
Unter den großen Meistern des Schlechten Geschmacks: Wim Delvoye, erdauungs-Spezialist und Erfinder von „Cloaqua“, der Kack-Maschine. Sie stinkt und furzt vor sich hin, und verlangt ständig nach Nahrung, die sie virtuos in Exkremente verwandelt. Laut Wim, ist sie ein Symbol unserer Gesellschaft.Wim bringt die Kunst auf den Boden der Tatsachen zurück, mit seinen Mosaiken aus Kot und Salami. Mitte der 90er Jahre hatte Wim Delvoye mit einer ganz anderen Sauerei Schlagzeilen gemacht. Tätowierte Schweine als Parodie der Konsumgesellschaft und der Diktatur von Firmenlogos. In einem chinesischen Saustall können sich Sammler ihr Borstenvieh aussuchen. Nach Ableben des Kunstwerkes, bekommen sie dann die Haut zugeschickt.

Jacques LizèneJacques Lizène ist der Initiator des Konzeptes „Art Médiocre“ – Kurz: Mittelmäßige Kunst. Er selbst bezeichnet sich als „Kleiner Lütticher Meister aus der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts.“ Seit vierzig Jahren sind Belangloses, Kleinkariertes und Langeweile die Säulen seines Schaffens. Da er das Leben sowieso doof findet, entschließt sich Jacques Lizène 1965 zu einer Vasektomie, so ist die Menschheit schon mal vor seinen Nachkommen sicher. Die Sterilisation sieht er als Teil seines Gesamtkunstwerkes. Auch unter Jacques Kunst ist viel Mist, wie zum Beispiel seine „Genetischen Skulpturen“ aus Exkrementen.
Jean Marie GheerardijnAus Lüttich stammt auch der belgische Herr der Fliegen, Jean Marie Gheerardijn. Insekten aus eigener Zucht beflügeln seine Kunst.
Links und Informationen>> Website von Wim Delvoye
>> Website von Cloaca
>> Die Art Farm von Wim Delvoye
>> Jacques Lizène, Sculptures génétiques et lotissement de cimaise
>> L’art d’échouer - Lizène, ironiste de l’échec
>> Website der Galerie Art: Concept
Engel mit kotgefleckten Flügeln
In Wim Delvoye: skatalog.
"Cloaca: die erste künstlerische Körpermaschine auf biochemischer Basis. Darin liegen die Sensation und das Novum. Das alte Theorem von Kunst als Nachahmung der Natur bewährt sich hier auf völlig ungeahnte Weise. Denn was am Ende dabei herauskommt, ist von natürlichen Produkten nicht zu unterscheiden..."
>> Ein Artikel von Peter Bexte







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