Es ist die Geschichte einer hübschen Blume, die von Oktober bis Mai der Stolz eines jeden Gartens in Japan und China war. Sie erfreute sich allgemeiner Beliebtheit, da man sie leicht kultivieren konnte. Für die Japaner galt sie als Symbol der Unsterblichkeit. Die Chinesen nahmen sie zum Sinnbild für Großzügigkeit. Eng verwandt mit der Zierkamelie ist der Teestrauch, die Camelia sinensis. Auf ihre kostbaren Blätter hatten es die Engländer 1753 ursprünglich abgesehen. Die Kamelie wurde sehr beliebt. Kaiserin Joséphine war von ihrer Schönheit so bezaubert, dass sie sie zur Modeblume machte. Die Kamelie war also schon luxuriös und mondän, als sie zum Markenzeichen einer bedeutenden Dame werden sollte: Coco Chanel. Sie war einfach perfekt. Ihre Schlichtheit passte zu jeder Kleidung. Sie machte sich auf einem Kleinen Schwarzen ebenso gut, wie an einem Hut. Aber da Mode so vergänglich ist, verschwand die Kamelie so nach und nach von den Revers, um wieder ein Dasein im Ziergarten zu fristen. Zu ihrer kleinen Geschichte sei noch gesagt, dass sie ihren Namen einem Jesuiten verdankt, Pater Georg Joseph Camel, der sie 1700 bei einer Chinareise entdeckte. Als Hommage an den Pater wurde sie auf den Namen Camelia getauft.Anne-Sophie Levy Chambon
Die Top-Adresse: Der Blumenpark Les camélias de la Prairie – 2396, Chemin des sports, 30100 Alès en Cévennes
Buch-Tipps:
Das grosse Buch der Kamelien Andreas Bärtels
Ulmer, 2003
ISBN: 3800141450
Kamelien Gerd Kierfeld
Christian Verlag, 2004
ISBN: 3884726234







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