Die griechische Mythologie besagt, dass kraft der Milch der Hera, der Schutzgöttin der Ehe, die Milchstraße entstanden sei. Etwas von ihrer Milch aber soll auf die Erde getropft sein, und dabei seien dann die Lilien entstanden. Genau genommen aber kommt die Lilie aus dem Orient, wo man sie wegen ihres Duftes und ihrer Schönheit züchtete. In Ägypten und Persien betrachtete man die Lilie als eine Heilpflanze. Als Kreuzfahrer sie nach Europa brachten, wurde sie dann zu einem Wahrzeichen der Mutter Gottes und des Königtums. Die Lilie ist eine imposante Blume. Sie kann bis zu zwei Meter groß werden. Aus diesem Grunde haben die Könige sie oft als Zepter verwendet. Die Lilie gibt es in verschiedenen Farben: die bekannteste ist die weiße Lilie, die in unseren Gärten wächst. Aber es gibt auch gelbe, rosafarbene und rote. Die Lilie liebt die Sonne und sehr trockenen Boden. Im Sommer entfalten sich ihre großen, betörenden Blütenblätter.
Eine Lilie ist aber nicht nur eine schöne Blume zum Anschauen. Ihre Zwiebeln kann man auch essen. Vor dem Kochen sind sie noch bitter und scharf. Bereits nach wenigen Kochminuten werden sie weich und süß. Aber die Lilie kann noch mehr: Ihr Blütenstaub befreit Atemwege und ihre Blütenblätter beschleunigen die Wundheilung.
Um die kleine Geschichte abzuschließen: Die Lilie ist auch im Wappen einiger Städte zu finden: in denen von Lille, Florenz, Wiesbaden und Saint-Louis in Amerika.
Buch-Tipp: Lilien. Das Handbuch zur Auswahl, Gestaltung und Pflege
Michael Jefferson
Brown, Christian, 2004
ISBN-10: 3884726277
ISBN-13: 978-3884726273







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