Im ersten Weltkrieg wurde er in die gleiche Bahntransporteinheit einberufen wie der berühmte Zeichner Benjamin Rabier, der eine heitere Kuh auf die Fahrzeuge malte, die der Truppe frisches Fleisch brachten. Als Léon Bel im Jahre 1921 beschloss einen Käse herzustellen, dachte er an die Zeichnungen zurück und ließ sich von ihnen zu seiner lachenden Kuh inspirieren. Die lachende Kuh findet man auf der ganzen Welt. Verkauft wird sie in runden Pappschachteln, die unterschiedlich viele dreieckige Portionen beinhalten. Angefangen bei 8 oder 12 über 24 bis zu 32 für die ganz Süchtigen. Im Innern befindet sich ein sahnefarbener Käse, etwas klebrig, leicht fad und von nicht zu knappem Fettgehalt. Aber das ist ja nicht so wichtig, oder? Die lachende Kuh ist ein Werbeerfolg, ein Slogan reiht sich an den anderen: ‚Die lachende Kuh ist zu jeder Tageszeit und Nachtzeit gut’; ‚Die lachende Kuh ist die Freundin der Kinder’; ‚Die lachende Kuh stimuliert Ihren Energiefluss.’ Und die neueste Werbekampagne: ‚Warum nur lacht die lachende Kuh?’ spielt auf ihr Mysterium an. Die schöne, rote Kuh wird Opfer ihres eigenen Erfolgs und kopiert. Es hat eine ernste Kuh gegeben, die ‚die lachende Kuh’ in einem Prozess zurückgewiesen hat, es hat eine sprechende, lesende, weinende, putzige und eine schlaue Kuh gegeben. Aber nur die lachende Kuh lacht zuletzt und beglückt vor allem die Franzosen bei ihrem sonntäglichen Picknick.Anne-Sophie Levy Chambon
Buchtipp: La vache qui rit : Sa vie, ses recettes
Catherine Bonifassi
Editions Michel Laffon 2006
ISBN-10: 2749905680
ISBN-13: 978-2749905686
Link: Die Website der Bel-Gruppe







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