Die Designer Charles und Ray Eames haben einen Großteil ihres Lebens damit zugebracht, mit Materialien wie Sperrholz und Glasfasern zu experimentieren. Sie waren es, die die ersten Kunststoffschalensitze entwickelten. 1949 nahmen sie mit dieser Chaiselonge an einem Design-Wettbewerb teil und gewannen prompt den zweiten Preis hinter dem Tulpe-Stuhl von Eero Saarinen. Doch der Stuhl von Charles und Ray Eames war so außergewöhnlich und kostspielig, dass er bis 1991 nur als Prototyp existierte. Als Hommage an die Skulptur „floating figure“ von Gaston Lachaise nannte Charles Eames seinen Stuhl „La Chaise“. Die Skulptur stellt einen weiblichen Akt dar, der mit gekreuzten Beinen, ausgebreiteten Armen und nach oben geöffneten Händen sitzend die Balance hält: Eine Einladung zur Meditation. „La Chaise“ wirkt wie eine Skulptur, die den Raum ausfüllt. Einen Meter fünfzig lang und 87 Zentimeter hoch, bestehend aus Glasfaser und Kunstharz. „La Chaise“ steht auf einem Metallgestell. 1991 nahm die Firma „Vitra“ erstmals seine Produktion auf; Das Design wirkt hochaktuell, die fast 60 Jahre sieht man diesem Möbelstück nicht an. „La Chaise“ von Charles und Ray Eames ist zur Design-Ikone geworden, die Bequemlichkeit und Modernität in sich vereint. Deshalb thront der Stuhl heute auch in den größten Museen der Welt. Seinen prominentesten Platz hat er im Museum of Modern Art in New York. Anne-Sophie Levy Chambon
Links: Auf der Website von Vitra gibt es eine Rubrik « vitra & eames »
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