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31/12/07

"Die kleine Geschichte" ... des Kleiderbügels

Der französische Humorist Pierre Desproges sah im Kleiderbügel eine Bedrohung: „Hängende, meist Mitleid erregende Schultern; und obenauf ein elender Haken!“, war seine Beurteilung. Und trotzdem: zum Aufhängen unserer Klamotten sind sie äußerst praktisch.

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Die ersten Kleiderbügel tauchten im 16. Jahrhundert auf. Sie waren voluminös und im Schulterbereich sehr rund. Benutzt wurden sie vom Militär und vom Klerus. Im Grunde kam der Kleiderbügel, so wie er heute gebraucht wird, erst viel später auf, und zwar Anfang des 19. Jahrhunderts. Der Kleiderbügel hielt nun in jeden Haushalt Einzug. Besondere Aufmerksamkeit jedoch zollte man ihm nicht. Das Interesse gewisser Erfinder jedoch schien geweckt zu sein. So kam es dann zu etlichen Perfektionierungsvorschlägen und Patentanmeldungen. 1929 beispielsweise erfand man einen aufblasbaren Kleiderbügel, der sich im unaufgeblasenen Zustand wunderbar zusammenfalten ließ. Ob aus einfachem Holz, verziert und dekoriert, aus Eisen, Plastik, biegbar, als Einwegbügel oder als Designobjekt für die Modeschöpfer, im 21. Jahrhundert entwickelt sich der Kleiderbügel zu einem Phantasieobjekt, das man nur allzu gerne zur Schau stellt, nachdem es jahrzehntelang für die Augen im Verborgenen bleiben sollte.

Anne-Sophie Levy Chambon

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Buch-Tipp (leider keine Deutsche Übersetzungen vorhanden):
Cintres - Daniel Rozensztroch, Le Passage, 2002
ISBN-10: 284742007X
ISBN-13: 978-2847420074
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Europäisches Lifestyle-Magazin, ARTE
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Frankreich, 26 Min.
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Erstellt: 27-12-07
Letzte Änderung: 31-12-07