Die Geschichte begann im Jahr 1850, als Jean-Romain Lefèvre und seine Ehefrau Pauline-Isabelle Utile in Nantes eine Konditorei eröffneten. Sie stellten dort Plätzchen her, die sie in Paketen abpackten, eine Idee, die sie den Engländern abgeguckt hatten, die diese Technik zur damaligen Zeit als einzige beherrschten. Sie versahen das Gebäck mit ihren Initialien und schon war die Marke LU geboren. Der Petit LU von 1886 war das Werk ihres Sohnes Louis Lefèvre Utile und der wurde sofort zum Erfolg. Eigentlich sieht er simpel aus, doch in Wahrheit ist der Petit LU das Ergebnis einer intensiven Recherche. Louis Lefèvre Utile entwarf zunächst ein rechteckiges Plätzchen, dessen Ränder mit kleinen Rundungen ausgestanzt wurden. Die 52 Rundungen des Butterkekses entsprechen den 52 Wochen im Jahr, seine vier Ecken den vier Jahreszeiten. Er soll sich dabei von einer Tischdecke seiner Großmutter inspiriert haben lassen. Und das gilt auch für die Beschriftung, die er in Anlehnung an eine Stickerei entwickelt hat. „Lu, petit-beurre de Nantes“, was so viel bedeutet wie der kleine Butterkeks aus Nantes. Aber der Petit LU hätte wohl kaum einen solchen Erfolg gehabt, hätte nicht Louis Lefèvre Utile auch noch sprachlich findige Werbeslogans getextet: « qui me croque, craque, qui m’a croqué, recroquera ! » Zu deutsch: „wer mich anknabbert, wird nicht widerstehen und wer mich angeknabbert hat, wird es wieder tun.“ Die berühmte französische Schauspielerin Sarah Bernhardt ruft gar aus: « Ich finde nichts ist besser als ein Petit LU…. O, doch, zwei Petit LU! Ja, selbst Don Camillo wirbt für ihn. Der Petit LU wird aus 72% Weizenmehl, 12 % Butter, Milch und Zucker hergestellt und ist zumindest in Frankreich zum Kultgebäck geworden, das jeder mag und das immer zuerst von den Seiten angeknabbert wird.Chic
Montags bis freitags von 12.00 Uhr







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