Wie sein Name verrät, enthält der Apelwein Alkohol. Er ist gezuckert und gilt deshalb auch als „Weibergesöff“. Erst nach zwei Wochen erhält er seinen herben Geschmack und wird dann auch etwas für die Mannsbilder. Karl dem Großen, der ihn als erster zu schätzen wusste, verdankt er seinen guten Ruf. Im 16. Jahrhundert ist der Apfelwein auf dem Höhepunkt seines Ruhmes. Denn, obwohl das Klima wechselhaft und die Traubenernte schlecht war, ließen sich die Weinbauern nicht unterkriegen. Sie versuchten einfach etwas aus den Äpfeln zu machen. Für die Deutschen ist der Apfelwein seither eine ernste Sache. Man hatte sogar Gesetze erlassen, um ihn zu schützen. Wer im 18. Jahrhundert mit Chemikalien panschte, riskierte die Todesstrafe. Alles längst passé – bis auf den Apfelwein, der ist noch heute eine Institution. In Hessen fließen jährlich 70 Millionen Liter. Gesundheitsfördernd und stärkend soll er sein. Den fachlichen Studien des Chemikers Ernst Weil zufolge, ist der Apfelwein gut fürs Herz und verlangsamt den Alterungsprozess. Vertraut man seinen Anhängern, so ist er quasi Medizin!Chic
Montags bis freitags von 12.00 Uhr







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