Ursprünglich bestand er aus Fleisch, Trockenobst, Gewürzen und Wein. Mit der Zeit wurde das Fleisch durch Eier und Semmelbrösel ersetzt, und er wurde zu einem Dessert, nicht zu irgendeinem, sondern zu dem Weihnachtskuchen der Briten. Er ist die Krönung jeglichen Festtagsschmauses und muss dabei mindestens schon seit drei Wochen eingelagert sein. Bei der Zubereitung des Englischen bzw. Christmas Pudding gibt es verschiedene Rituale. Traditionell lässt man einen silbernen Ring hineingleiten, ein Liebespfand für den, der ihn findet. Oder auch ein six-pence-Stück, das für Wohlstand sorgen soll. Der kleine Zweig einer Stechpalme obendrauf soll Glück bringen. Das Rezept ist seit dem 19. Jahrhundert unverändert, wird von jeder Familie als Geheimnis gehütet und von Generation zu Generation weitergegeben. Die Briten genießen ihn an Weihnachten mit Brandybutter. Die besteht aus Butter, Puderzucker und Brandy oder er wird mit Cognac flambiert. Der Englische Pudding ist ein echtes Nationalgericht. So schenkt zum Beispiel Königin Elisabeth ihren Angestellten jedes Jahr einen davon, natürlich den besten. Zur kleinen Geschichte: Der Begriff Pudding wird nur für Gerichte verwendet, die in einer speziellen Form im Wasserbad zubereitet und danach gestürzt werden.Anne-Sophie Levy Chambon
Link:Le blog culinaire de Pascale Weeks : « C’est moi qui l’ai fait ! »







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