In der Natur kommt der Flieder in Asien, Mitteleuropa und Persien vor. Er wächst gern auf dicht bewachsenen, steilen Böschungen. Er ist zäh und hält Temperaturen bis zu Minus 25°C stand. Am meisten mag er jedoch die warmen Gärten der türkischen Sultane. Ob blau, lila, rosa oder weiß, seine stärkste Eigenschaft ist sein kräftiger Duft. Im 16. Jahrhundert geht der Flieder auf Reisen. Er verlässt seine orientalische Heimat und begibt sich in Richtung Westen. Dem botanisch interessierten Botschafter Ogier Ghislain de Busbècq soll der Flieder als erstem Besucher aus dem Westen aufgefallen sein und er soll ihn in unseren Gegenden heimisch gemacht haben. Seitdem ist der Flieder der Liebling der Gärtner. Im 19. Jahrhundert erntet der Flieder Erfolge in allen Gesellschaftsschichten. So schön und duftend er aber auch sein mag, hat man ihn einmal abgeschnitten, lebt er höchstens zwei Tage. Und für die kleine Geschichte: Der Flieder heißt auf persisch „lilac“, was ganz auf seine Farbe anspielt und violett bedeutet.
Die Top-Adresse: Die Baumschule « Arboretum de l’Ecole Du Breuil », Route de la ferme, 75012 Paris (dans le bois de Vincennes)







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