16/10/09
Die kleine Geschichte"... des Gartenzwergs
In Deutschland, dem weltweit größten Gartenzwerg-Herstellerland, gibt es 27 Millionen davon! Die ersten Figuren in Originalgröße gab es im 16. Jahrhundert in Österreich in den Schlossgärten von Salzburg. Die einen sagen, sie stammen von Priapos, dem kleinwüchsigen griechischen Gott der Gärten ab, die anderen glauben, es seien Kobolde der nordischen Mythen oder Bergarbeiter aus Böhmen. Obwohl offensichtlich nur ein harmloses Dekorationsstück, wurde der Gartenzwerg allzu oft schlecht behandelt. Unter dem Nazi-Regime wurde er ganz verboten, da er als zu unbedeutend in Zeiten des Größenwahns galt. Unter den Kommunisten ging’s ihm auch nicht besser. Weil er zu „spießig“ war, wollte man ihn nicht in der DDR. Die Produktion für den Export ging unterdessen in Thüringen weiter. Die gartenzwergverliebten Dissidenten mussten sich also auf dem Schwarzmarkt bedienen. Diese freundlichen kleinen ländlichen Figuren stehen für das Glück eines einfachen und sorglosen Lebens – oder provozieren einen inneren Ekel.
Der Gartenzwerg wurde als Symbol einer Subkultur der Massen gebrandmarkt und für seine Nutzlosigkeit und fehlende Originalität kritisiert. Er ist und bleibt der ungekrönte König des Kitsches. Liegt die Zukunft des Gartenzwergs in der weiblichen Ausgabe? Denn die Gartenzwergdame gibt es bereits. Sie kommt aus Hochsavoyen und heißt Emma. Ob sie eine rosige Zukunft hat, wird man noch sehen müssen.
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Der Zwergen Park in Trusetal
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Montag bis Freitag, 12.00 Uhr
CHIC
Europäisches Lifestyle-Magazin, ARTE
Chefredaktion: Catherine Portaluppi, Cédric Saint-André Perrin
Koproduktion: ARTE France, 2P2L
Frankreich, 26 Min.
Moderation: Isabelle Giordano
Erstellt: 28-08-08
Letzte Änderung: 16-10-09