Die kleine rechteckige, 3 x 6 cm große Pappe ist eine Ikone der Pariser Bilderbögen. Fährt man mit allen Metro-Linien von Beginn bis zu den Endhaltestellen, kann man eine Strecke von 220 km zurücklegen. Gelb, grün, violett und weiß, das Metro-Ticket treibt es bunt. Der elektronische Zahlungsverkehr wird es allerdings bald zum Verschwinden bringen. Dann ist es nur noch im Museum der Metro-Transportbetriebe RATP und bei einigen leidenschaftlichen Sammlern zu finden. Das erste Metro-Ticket, das am 19. Juli 1900 zur Eröffnung der Linie 1 von Château de Vincennes zur Porte Maillot ausgegeben wurde, kostete für die 2. Klasse 15 Centimes in der damaligen Währung Ancien Francs und 25 Centimes für die 1. Klasse. Es gab noch keine Entwertungsautomaten, ein Schaffner ging durch die Wagen und entwertete die Tickets, indem er ein Loch hinein knipste. Jede Weltstadt hat ihr Metro-Ticket. Die Berliner, Londoner oder Athener Tickets sind aber eher wie eine Art City-Pass. Nur in Paris gibt es noch richtige Tickets. Das Pariser Metro-Ticket ist ein Kultobjekt, das man sich in die Tasche steckt, worauf man Telefonnummern kritzelt und das man nervös zwischen den Fingern hin- und herfaltet. Viele Künstler und Werbegrafiker haben sich von dem Ticket für ihre Kreationen inspirieren lassen.Anne-Sophie Levy Chambon
Links:Um mehr über die Pariser Metro zu erfahren >> RATP.fr
Um mehr über die Berliner U-Bahn zu erfahren >> BVG.de
Und die Hamburger U-Bahn >> HVV.de







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