
Regie: Marco Visalberghi, Maurice Ribière
Der 24. August des Jahres 79 n. Chr. ging als Tag des legendären Vesuvausbruchs in die Geschichte ein. Die reiche römische Stadt Pompeji wurde unter einem Bimssteinregen begraben und von der Landkarte ausradiert. Mehrere Tausend Einwohner fanden den Tod. Die Katastrophe traf am gleichen Tag auch die weniger als zehn Kilometer entfernte Kleinstadt Herculaneum. Die Geschichte Pompejis lässt sich leicht rekonstruieren. Die von der Asche vor dem Verfall bewahrte Schönheit des Ortes und die von den im Todeskampf erstarrten Körpern ausgehende Emotion inspirierten nach der Ausgrabung der Stadt die Fantasie der Menschen. Pompeji galt fortan als Hauptopfer und Symbol des verheerenden Vesuvausbruchs. Auch Herculaneum
wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts wieder entdeckt. Aber da die Stadt unter einer dicken Steinschicht lag, waren die Grabungen problematisch. Es konnten nicht mehr als 32 Körper geborgen werden. Welches Schicksal hatte die 4.000 Bewohner der Stadt ereilt? Diese Frage blieb unbeantwortet, bis vor kurzem 300 Skelette gefunden wurden, die Licht ins Dunkel brachten. Anhand vulkanologischer Studien und einer bedeutenden anthropologischen Entdeckung konnten die Ereignisse in Herculaneum aus einer völlig neuen Perspektive beleuchtet werden. Die Stadt wurde von einer Glutwolke getroffen und dann unter vulkanischem Gestein begraben. Die Bewohner fürchteten ein Erdbeben und verließen ihre einsturzgefährdeten Häuser, um sich einige hundert Meter entfernt an den Strand zu retten. Jedoch waren sie auch dort noch in Reichweite des tobenden Vulkans.






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