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Abenteuer Arte - Samstag, 02. Dezember 2006, um 20.40 Uhr - 30/11/06

Die mysteriöse Stätte Stonehenge

Abenteuer Arte


Stonehenge ist ein kreisförmiges Megalithbauwerk in Europa. Es befindet sich 13 km nördlich von der Stadt Salisbury im Südwesten Englands in der Grafschaft Wiltshire. Das Bauwerk ist wahrscheinlich zwischen 3000 und 2000 v.Chr. im Neolithikum und Bronzezeitalter errichtet worden. Stonehenge steht als UNESCO-Weltkulturerbe unter Denkmalschutz. Ebenso wie der benachbarte Kromlech (kreisförmige Steinkreissetzung) von Avebury, der sich 30 km nördlich davon befindet.

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Die Entstehung der Stätte
Nach den letzten Erkenntnissen teilt sich die Errichtung der Stätte in 4 Phasen auf.
In der ersten Phase, während der zweiten Hälfte des dritten Jahrtausends v. Chr., wurde ein von Graben umgebener Wall mit 90 m Durchmesser errichtet. Der Durchgang in die Stätte war durch zwei Steinblöcke markiert. Ein dritter Steinblock, der "Heel Stone" genannt wird, war außerhalb des Kreises angebracht (Position 5 auf dem Plan).
Während der zweiten Phase sind 56 Erdgruben (ringförmig) auf der Innenseite des Walls ausgehoben worden. Darin hat man menschliche Gebeine gefunden.
Die dritte Phase befand sich zwischen Ende des dritten und Anfang des zweiten Jahrtausends v. Chr.. In dieser Zeit wurden 80 Blausteine in der Mitte der Stätte hufeisenförmig in zwei Reihen aufgestellt. Diese Steine stammten aus einer Grube, die 200 km von Stonehenge entfernt ist.
Schliesslich, in der vierten Phase, im Laufe des 16. und 15. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung, hat man die Blausteine teilweise entfernt und durch dreißig 50 t schwere Sandsteinblöcke aus dem Ort ersetzt, die auf einem Kreis von 30 m Durchmesser aufgestellt wurden und über 5 m hoch waren. 40 Blausteine hat man weiterverwendet, um einen zweiten Kreis im Zentrum des ersteren anzulegen. In dessen Zentrum wurden wiederum 5 Trilithkonstruktionen in hufeisenförmiger Anordnung aufgestellt.
Die weniger beeindruckenden Steine stammen aus einer 220 km nördlicheren Stätte Englands. Die großen Sandsteine sind wahrscheinlich aus einer 30 km von Stonehenge gelegenen Grube.

Stonehenge, wie und warum?
Das Mysterium dreht sich vor allem um den eigentlichen Grund der Errichtung eines solchen Bauwerks. Zur Errichtung dieses Bauwerks waren übermenschliche Anstrengungen erforderlich. Die Wissenschaftler fragen sich heute noch, wie und warum derartig schwere Lasten über so große Strecken transportiert wurden. Die zur Verfügung stehenden Mittel zur Errichtung einer solchen Stätte waren sehr rudimentär; Rundhölzer, Seile, Hebelsysteme und Baugerüste aus Holz...die Stätte wird dadurch noch eindrucksvoller.
Die Geister streiten sich, wenn es darum geht, den Sinn und Zweck der Stätte zu definieren. Vielleicht können wir kurz auf einige der geläufigsten Theorien eingehen.
Die dort gefundenen menschlichen Überreste laden gerade dazu ein, zu denken, dass es sich ganz einfach um eine Grabstätte handelt. Aber keine wirklich signifikanten Merkmale wie Bestattungsgänge oder -räume sind vorhanden, die diese Hyphotese stützen könnten. In der Tat sind diese Elemente auf anderen Stätten viel eher anzutreffen.
Die Stätte könnte auch eine Kultstätte sein. Kein klares Zeichen eignet sich dazu, diese Hypothese zu widerlegen oder aber auch zu bestätigen.
Schliesslich könnte Stonhenge auch ein gigantisches Observatorium sein. Im Jahr 1961 haben Astronomen Untersuchungen durchgeführt. Sie haben herausgefunden, dass viele Zusammenhänge zwischen der Aufstellung der Steine und bestimmten astronomischen Phänomenen vorhanden sind. Von Zufall kann nicht die Rede sein, da die Steine sehr präzise in diese Lage gebracht worden sind. Wenn man dieser Ansicht folgt, kann man sogar weiter gehen und sagen, dass Stonhenge als Kalender gedient haben könnte...

Die aktuellen touristischen Einrichtungen (Routen, Informationszentrum für Besucher...) lassen sehr zu wünschen übrig.
Ein Projekt (The Stonehenge project) ist seit einigen Jahren am laufen, mit dem Ziel, die Besucher in der bestmöglichen Form zu informieren. Desweiteren sollte der Zugang zum mysteriösen Kreis kontrollierter stattfinden. Die Stätte, der Kreis und die sie umgebende Landschaft würden dann wieder zur vollen Geltung kommen.


Mehr zu dem Thema:

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Stonehenge - Das ultimative Experiment
Samstag, 2. Dezember 2006 um 20.40 Uhr
VPS : 20.40
Wiederholungen :
Keine Wiederholungen
Dokumentarfilm, Großbritannien 2005, ARTE F
Regie: Pati Marr, Johanna Schwartz, Bruce Hepton
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Erstellt: 30-11-06
Letzte Änderung: 30-11-06