Die im Herbst 2007 in Frankreich stattfindende Rugby-Weltmeisterschaft wird das drittgrößte Sportereignis von Weltrang nach der Fußball-WM und den Olympischen Spielen sein. Der Sport mit dem ovalen Leder wird auf allen Kontinenten gespielt. Und weltweit gibt es in fast 100 Ländern einen Rugbyverband. Lange Zeit hatte Rugby nur regionale Bedeutung und Anhänger vor allem in den angelsächsischen Ländern sowie im Südwesten Frankreichs. Inzwischen ist der Rugbysport dabei, sich zu einem ernsthaften Konkurrenten des Fußballs zu entwickeln. Weniger als zehn Jahre hat er gebraucht, um seine Zuschauerzahlen in die Höhe schießen zu lassen, die Stadien zu füllen und das Interesse der Sponsoren zu wecken. Damit ging eine Professionalisierung des Sports einher, in dem nun auch das große Geld fließt, Schwellenländer sportliche Erfolge verbuchen und Profispieler aus armen Ländern zu den traditionellen Hochburgen dieses Sports abwandern. Auch der Rugbysport vermag sich dem allgemeinen Globalisierungstrend nicht zu entziehen, der die Welt verändert. Und er läuft dabei Gefahr, seine Seele und seine ureigensten Werte zu verlieren.






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