_______ Rang | ________________________ Titel |
| 1 | Dominique Manotti: Roter GlamourAus dem Französischen von Andrea Stephani Ariadne im Argument Verlag, 256 S., 12,90 €
Paris/Libanon 1985. Wie tickt die Elite der Franzosen? Zeitbombenmäßig, sexbesessen, machtgeil. Im Schatten des Präsidenten arrangiert Ex-Nazi-Kollaborateur Bornand Raketenschmuggel, Polizeiaktionen, Meuchelmorde. Und stolpert über eine fixe, harte Araberin: Noria Ghozali. Die neuen Geheimnisse von Paris. >> Zur Rezension
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| 2 | Friedrich Ani: SüdenDroemer, 368 S., 19,99 €
München. Nach sieben Jahren Exil in Köln kehrt Tabor Süden zurück nach Bayern. Sein viele Jahre lang verschwundener Vater war am Telefon. Süden, Ex-Kommissar und neuerdings Privatdetektiv, sucht wie nie zuvor: nach dem Vater, nach Mundl, dem vermissten Kneipier. Südens Comeback zu den Verlorenen. Einzig, großartig. >> Zur Rezension
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| 3 | Kate Atkinson: Das vergessene KindAus dem Englischen von Anette Grube Droemer, 460 S., 19,99 €
Leeds. 1975 findet die Polizei ein Kind neben der Leiche seiner Mutter. Jahre später klaut eine Ex-Kommissarin die Tochter einer Prostituierten; Privatdetektiv Brodie forscht nach verlorenen Eltern. Grotesk, wütend, liebevoll, unversöhnlich gegen die Kinderschacher-Gesellschaft. >> Rezension
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| 4 | Peter Temple: Wahrheit Aus dem Englischen von Hans M. Herzog C. Bertelsmann, 480 S., 21,99 €
Melbourne, Victoria. Nackte Tote in gläserner Wanne. Drei Räuber gefoltert. Vaters Haus vom Waldbrand bedroht. Wahlkampf in Victoria. Tochter auf Droge. Stephen Villani, Leiter der Mordkommission, ist klug, kein mutiger Mann, aber tapfer im Sturm des Jetzt. Bester australischer Roman 2010. Verbrechen als moderne australische Lebensform. >> Zur Rezension
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| 5 | Daniel Woodrell: Winters KnochenAus dem Englischen von Peter Torberg Liebeskind, 224 S., 18,90 €
Tief in den Ozarks, Missouri. Jessup, bester Meth-Koch im Tal, ist verschwunden. Sein Haus ist für die Bewährungskaution verpfändet. Die sechzehnjährige Ree muss Vater Jessups Tod beweisen, sonst landet sie mit Mutter und kleinen Brüdern auf der Straße. Ree steht’s durch, härter als alle. Country Noir, original vom Erfinder. >> Zur Rezension
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| 6 | Deon Meyer: Rote SpurAus dem Afrikaans von Stefanie Schäfer rütten&loening, 626 S., 19,99 €
Kapstadt/Südafrika/Simbabwe. Eine Hausfrau, ein Leibwächter und ein Ex-Polizist stoßen vor der Fußball-WM auf eine Geheimaktion von weltpolitischer Bedeutung. Meyer ist raffinierter denn je. Spionage-, Abenteurer- und Detektivroman, meisterhafte Spannungsliteratur. >> Zur Rezension
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| 7 | Giancarlo de Cataldo: Schmutzige HändeAus dem Italienischen von Karin Fleischanderl Folio, 376 S., 22,90 €
Italien 1992-93. Fortsetzung des grandiosen „Romanzo Criminale“. Politik & Mafia, Geheimnis & Gewalt, Liebe & Betrug. Die Cosa Nostra bombt, Polizist Scialoja dealt, Geheim-Agent Rossetti schickt geheime Killer los. Italien vor Berlusconi. Autor & Richter de Cataldos Binnensicht: ein Thrill der Tatsachen. Italiens Dunkelwelten. Bravourös, notwendig. >> Zur Rezension
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| 8 | James Sallis: Der Killer stirbtAus dem Englischen von Jürgen Bürger und Kathrin Bielfeldt Liebeskind, 256 S., 18,90 €
Phoenix, Arizona. Ein Junge, von den Eltern verlassen. Ein Berufsmörder, dem Kraft und Augenlicht schwinden. Ein Detective, dessen Frau stirbt. Ein Mann sucht den Mörder seines Vaters. Er will ihm danken. Leben – Sterben. Ein Buch vom Alleinsein: seltsam, traumhaft, betörend, hart. „Ihr müsst hinschauen!“ >> Zur Rezension
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| 9 | Norbert Horst: Splitter im AugeGoldmann, 350 S., 8,99 €
Dortmund/holländische Grenze. Ein Mädchen ist ermordet, der Täter verurteilt. Soweit klar. Thomas Adam, der „Steiger“, sollte das auch so sehen. Eine neue Zeugenaussage verstärkt seine Zweifel, er ermittelt weiter. Gegen Vorgesetzte und besseres Wissen. Hohe Falldichte: Norbert Horst ist selbst Kriminalkommissar. Und ein toller Schreiber. >> Zur Rezension
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| 10 | Jan Costin Wagner: Das Licht in einem dunklen Haus C.Bertelsmann Galiani Berlin, 312 S., 19,99 €
Turku/Helsinki/Karjasaari, 1985 und 2010. Engel haben keine Namen. Kommissar Kimmo Joentaas verschwundene Freundin so wenig wie die im Koma liegende Frau. Auch der Todesengel nicht, der erst die Todkranke und dann alle umbringt, die ihr Gewalt angetan haben. Finnische Mysterien. >> Zur Rezension
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der KrimiBestenliste besteht aus 16 Kritikerinnen und Kritikern, die in Deutschland und Österreich über Kriminalliteratur berichten. Einmal im Monat benennt jedes Mitglied vier aktuelle Kriminalromane und bewertet sie mit 7, 5, 3 oder 1 Punkten. Neben der Gesamtpunktzahl pro Titel wird berücksichtigt, wie viele Kritiker in einer Abstimmungsrunde für dasselbe Buch votiert haben. Jeder Kritiker darf insgesamt drei mal für das gleiche Buch stimmen. Voten für Bücher, an deren Produktion oder kommerzieller Verbreitung der Kritiker beteiligt ist, sind ausgeschlossen. Zwischen Kriminalromanen in der Originalsprache Deutsch und Übersetzungen wird kein Unterschied gemacht.
Rund 1200 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet die
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Monat für Monat werden auf der Liste die zehn spannendsten, am besten geschriebenen und thematisch ausgefallensten Kriminalromane vorgestellt.
kommt es auf Qualität an. Monatlich wählen 16 auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland und Österreich aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie besonders viele Leser wünschen.
Die KrimiBestenliste wird jeweils am letzten Wochenende des Monats gleichzeitig in den Literatursendungen des NordwestRadios und bei ARTE im Internet vorgestellt.