- „Die Verachtung“, kommentiert von Raoul Coutard
Raoul Coutard war der Kameramann von Jean-Luc Godards Filmklassiker „Die Verachtung“ (1963), der jetzt als DVD erschienen ist.
Aus diesem Anlass befragt ihn Metropolis anhand von Filmausschnitten zu der originellen Lichtgestaltung und Kameraführung des Streifens.
Coutard verrät auch, wie er die spektakulären Nacktaufnahmen von Brigitte Bardot drehte. - FIAC: Tagebuch einer Galerie
Alljährlich im Oktober findet in Paris die „Foire Internationale d’Art Contemporain“ (FIAC) statt.
In diesem Jahr sind 196 Galerien für moderne und zeitgenössische Kunst aus 21 Ländern vertreten, davon 61 zum ersten Mal. Erstmals bei der FIAC ist auch die junge Pariser Galerie Balice Hertling, die kurz zuvor einen Stand auf der „Frieze Art Fair“ im Londoner Regent’s Park hatte. Anhand dieses Beispiels fragt Metropolis, was die FIAC gegenüber anderen berühmten Messen für zeitgenössische Kunst auszeichnet und warum jungen Galeristen daran gelegen ist dabei zu sein. - „Les Cris de Paris“
Das 1998 von Geoffroy Jourdain gegründete Vokalensemble „Les Cris de Paris“ interpretiert vor allem ein vielstimmiges Repertoire vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit. Im Rahmen einer Residenz am Pariser „Nadia et Lili Boulanger“-Konservatorium umfasst der Chor derzeit dreiundreißig Sänger mit einer gemeinsamen Leidenschaft für das zeitgenössische musikalische Schaffen. - Découflé im „Crazy Horse“ - Ungeschnitten
Seit dem 21. September präsentiert Philippe Decouflé „Désirs“ (Begierden), die neue Produktion des berühmten Pariser Revuetheaters „Le Crazy Horse“. Der vielseitige Pantomime, Tänzer, Choreograph und Regisseur, der durch die Gestaltung der Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung der 16. Olympischen Winterspiele von Albertville 1992 berühmt wurde, musste sich im „Crazy Horse“ mit neuen Gegebenheiten auseinandersetzen.
Erstmals hatte er es bei den Tänzerinnen der Show mit einheitlich ge- bzw. entkleideten Körpern zu tun, die normierte Maße aufweisen. Wie gelingt es Decouflé dennoch, die starren, seit fast 60 Jahren geltenden Regeln dieses Varietés zu durchbrechen? - Zeitgenössische Kunst und Erbe
Das Schloss von Versailles kann sich eigentlich nicht über Besuchermangel beklagen. Dennoch will es offensichtlich neues Publikum anziehen und lädt neuerdings zeitgenössische Künstler zu Ausstellungen ein: im vorigen Jahr Jeff Koons, jetzt Xavier Veilhan. Mit dieser Initiative zur Förderung des Dialogs zwischen klassischer und moderner Kunst folgt das Schloss Vorbildern wie den „Buren-Säulen“, der Louvre-Pyramide oder den Kirchenfenstern von Chagall.
Metropolis fragt die Veranstalter des Events, Fachleute und Kritiker nach dem Anliegen dieser Verbindung von Erbe und zeitgenössischer Kunst. - Die Biennale von Lyon
Die Lyoner Biennale für zeitgenössische Kunst gehört zu den renommiertesten Events der Branche. 1
991 wurde sie zusammen vom französischen Kulturministerium und der Stadt Lyon aus der Taufe gehoben, dieses Jahr findet sie unter dem Titel „Le Spectacle du quotidien“ („Live-Show des Alltäglichen“) unter Kurator Hou Hanru und Art Director Thierry Raspail zum zehnten Mal statt.
Als „Must“ der modernen Kunstszene zieht sie ein immer breiteres Publikum an. Die 10. Biennale von Lyon findet vom 16. September 2009 bis zum 3. Januar 2010 an verschiedenen Orten der zweitgrößten Stadt Frankreichs statt. - Abdellah Taïa
„Lettres à un jeune Marocain“ (Briefe an einen jungen Marokkaner) ist eine von dem marokkanischen Schriftsteller Abdellah Taïa herausgegebene Sammlung von Briefen marokkanischer Künstler und Intellektueller.
Die Verfasser wenden sich an die Jugend des Landes, an die jungen Menschen, die sie einmal waren und die sie hätten werden können, an ihre wirklichen oder imaginären Kinder, an fiktive Doppelgänger oder an reale Menschen. Alle Briefe beschreiben Verzweiflung, Einsamkeit, Schizophrenie und Resignation der marokkanischen Jugend.
Gleichzeitig fordern sie die jungen Marokkaner auf, aktiv zu werden, sich als Individuen zu behaupten und die Ausübung ihres freien Willens zu fordern. In Casablanca und Paris hat Metropolis Beteiligte des Projektes getroffen: Abdellah Taïa, einige Verfasser der Briefe und den Direktor der marokkanischen Zeitschrift „Tel Quel“, in der die Texte erschienen sind.
Metropolis
Das Kulturmagazin auf ARTE - Samstags ab 17.15 Uhr (WH: Montag ca. 23.45 Uhr)







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